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Dwight Howard (M.) sammelte zwar 15 Rebounds, erzielte ab nur 12 Punkte © getty

Dwight Howard kann die anhänglichen Lakers nicht abwimmeln. Orlando verliert Spiel 1. Sorgen macht sich der Magic-Center aber nicht.

Von Jessica Pulter

München/Los Angeles - Dwight Howard hat es auf den Punkt gebracht: "Wir haben noch nie so schlecht getroffen, wie in diesem Spiel."

Nur katastrophale 29,9 Prozent der Würfe aus dem Feld fanden in Spiel 1 der Orlando Magic gegen die Los Angeles Lakers ins Ziel.

Das Team aus Florida kam mit 75:100 (43:53) im Staples Center unter die Räder und liegt in den NBA-Finals 2009 nun mit 0:1 zurück. 114268(Die Bilder vom Spiel)

Die Ironie im Magic-Spiel

Mit 45,7 Prozent Wurfquote gehörten die Magic in der regulären Saison zum Mittelmaß in der Liga. Doch gegen die Lakers verwandelten sie nur 23 von 77 Versuchen, und das in den Finals.

Ironischerweise lag sogar die Dreierquote von 8 von 23 (34,8 Prozent) deutlich über diesem Wert, der ja auch die normalerweise leichten Bälle wie Korbleger beinhaltet.

Orlando kommt aus dem Rhythmus

Bis Mitte des zweiten Viertels waren die Gäste aus Orlando noch mit den Lakers auf Augenhöhe, doch als L.A.s Kobe Bryant aufdrehte, klappte bei den Magic gar nichts mehr. (Bryant entzaubert die Magic)

Dwight Howard, der Schlüsselspieler des Ost-Teams, verlor völlig seinen Rhythmus, kam gegen die gute Defensivarbeit der Lakers überhaupt nicht zurecht und leistete sich zu allem Überfluss noch ein Offensivfoul.

Ein 9:1-Lauf, zu dem Bryant sechs Punkte und einen Assist beisteuerte, brachte die Lakers in Front, und die Magic holten L.A. nicht mehr ein.

In Howards Nacken

Lakers-Coach Phil Jackon hatte genau die richtige Taktik gegen Howard gefunden. Andrew Bynum und Pau Gasol vermieden es möglichst, den kräftigen Center zu doppeln, und halfen sich nur aus, wenn Howard wirklich zum Korb zog.

"Wenn ich in der Zone aufposten wollte, dann saß ich ihnen praktisch auf dem Schoß, so eng haben sie mich verteidigt", erklärte Howard.

So blieb ihm nichts anderes übrig, als die schwierigen Würfe zu nehmen, von denen nur einer von sechs Versuchen saß, oder der Pass auf einen Mitspieler. Doch bei denen lief es auch nicht rund. (STATISTIK: Der NBA-Playoffbaum)

Schwaches Mannschaftsbild

Hedo Türkoglu startete mit neun Punkten im ersten Viertel, dann folgten nur noch vier. Rafer Alston verwandelte lediglich zwei seiner neun Versuche aus dem Feld, bei Rashard Lewis waren es sogar nur zwei von zehn. (Alles zu den Playoffs im Überblick)

Nur Mickael Pietrus, der sich als sechster Mann eigentlich um Kobe Bryant kümmern sollte, überzeugte mit 14 Zählern. Die sechs Punkte und vier Assists von All-Star Jameer Nelson, der erstmals seit seiner Schulterverletzung wieder dabei war, verdienen Anerkennung, mehr durfte man aber vom Guard auch nicht erwarten.

"Ich mache mir keine Sorgen"

Eine Taktikänderung für Spiel zwei in der Nacht zum Montag sieht Howard trotz der 25-Punkte-Niederlage nicht als notwendig an.

"Ich mache mir keine Sorgen, denn es war nur Spiel eins", meinte der 2,11-Meter-Mann. "Wir müssen jetzt nicht all unsere Pläne über den Haufen werfen, wir haben einfach mit zu wenig Einsatz gespielt."

Bryant warnt vor Magic-Comeback

Auch Lakers-Star Bryant, der mit 40 Punkten einen persönlichen Finals-Rekord schaffte, will trotz des deutlichen Spielausgangs die Magic noch lange nicht abschreiben.

"Orlando ist ein wandlungsfähiges Team", erklärte der 30-Jährige. "Sie haben auch vorher schon schwierige Zeiten durchgemacht, das ist also nichts Neues für sie. Deshalb dürfen wir uns nicht zu lange über den Sieg freuen, sondern müssen weiterarbeiten."

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