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Bald wieder vereint? Shaq und Kobe gewannen bei den Lakers drei NBA-Titel © getty

O'Neal will wohl wieder zu den Lakers und bemüht sich, sein Verhältnis zu Kobe zu kitten. Phoenix wehrt sich gegen einen Trade.

Von Robert Gherda

München - Immer wieder kamen in der Vergangenheit Gerüchte auf, dass Shaquille O'Neal zurück zu den Los Angeles Lakers will.

Jetzt verdichten sich die Anzeichen, dass es der 15-malige All-Star ernst meint.

Wie "Yahoo Sports" meldet, denken verschiedene NBA-Quellen, dass sich der 37-Jährige nur aus diesem Grund neuerdings bemüht, sein gestörtes Verhältnis zu Lakers-Superstar Kobe Bryant zu reparieren (Kobe entzaubert die Magic) .

Besonders während des All-Star-Spiels, als beide zum ersten Mal seit Shaqs Abschied aus Los Angeles wieder im gleichen Team spielten, suchte der Center der Phoenix Suns Kobes Nähe. Die ehemaligen Teamkollegen wurden nach dem Spiel zu Co-MVPs gewählt.

Aussöhnung mit Phil Jackson

Für eine Rückkehr des schwergewichtigen Kolosses würde sprechen, dass sich O'Neal längst mit Lakers-Coach Phil Jackson ausgesprochen hat und in dieser Phase seiner Karriere auch keine wirkliche Bedrohung für Bryant darstellt.

Dennoch ist es fraglich, ob Kobe einer Rückkehr Shaqs an die Westküstenmetropole zustimmt. Zu tief sitzt beim 30-Jährigen immer noch die Enttäuschung über "Diesels" Anfeindungen in den vergangenen Jahren. 114503(DIASHOW: Die High Society zu Gast bei den Lakers)

Shaq: "Kobe ist ein Clown"

Immer wieder verhöhnte O'Neal den MVP von 2008, dass dieser immer versagen würde, wenn es darauf ankam und bezeichnete Kobe als "Clown".

Im Juni 2008 trieb Shaq es mit einem selbst geschriebenen Rap dann auf die Spitze. Darin beschuldigte er Bryant, dass dieser der Hauptgrund für die gescheiterte Ehe des bulligen Centers sei.

Zudem reimte er ausgelassen darüber, dass der Lakers-Star ohne ihn niemals einen Titel holen würde, während er dies andersherum mit der Meisterschaft 2006 mit den Miami Heat bereits bewerkstelligt hätte.

Noch unter Vertrag bei den Suns

Doch zuletzt betonte er, all die Fehden seien nicht nur Vergangenheit gewesen, sondern nur ein Marketing-Trick.

Und vor den NBA-Finals verkündete O'Neal per Twittermeldung, dass er seinem alten Weggefährten den vierten Meisterring wünscht. (STATISTIK: Der NBA-Playoffbaum)

Free Agent im Sommer 2010

Andererseits aber stellt O'Neals vertragliche Situation bei den Phoenix Suns ein Hindernis dar, da er dort noch bis 2010 gebunden ist. Somit müssten die Lakers für O'Neal traden, und dies erscheint beim momentanem Erfolg des Teams eher unwahrscheinlich.

Auch aus Phoenix kam direkt ein Dementi, dass das Team aus Arizona derzeit keinen Gedanken daran verschwende, seinen Center abzugeben.

Vielleicht wird es aber nach der kommenden Saison dann doch noch etwas mit einer Wiedervereinigung von Shaq und Kobe, denn dann wäre O'Neal ein Free Agent und könnte sich seinen Verein aussuchen - und bis dahin ist noch genügend Zeit, Bryant davon zu überzeugen, dass es ernst meint mit einer Aussöhnung.

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