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Marcin Gortat hat in den diesjährigen Playoffs 29 von 42 Würfen verwandelt © getty

Wechselpläne um Dwight Howards Ersatzmann: Ein Ost-Konkurrent buhlt um den Polen. Und der erwidert das Liebeswerben.

Von Michael Spandern

München - In den NBA-Finals gegen die Los Angeles Lakers liegen die Orlando Magic mit 1:2 in der Best-of-Seven-Serie hinten, und auch beim Personal droht nun ein herber Verlust.

Marcin Gortat, bewährter Ersatzmann für "Superman" Dwight Howard, steht bei den New York Knicks offenbar weit oben auf dem Wunschzettel.

Die "New York Post" berichtet, dass die Knickerbockers ihre Ausnahmegenehmigung für einen Trade in Höhe von bis zu fünf Millionen Dollar für einen Center einsetzen werden. Und Gortat, der 2007 von den Köln 99ers nach Orlando kam, sei der Topkandidat.

Sympathien für D'Antoni und Gallinari

Und der schnörkellose 2,13-m-Mann schickt schon mal Liebesgrüße in den "Big Apple":

"Ich liebe New York, das kann ich Euch sagen", erklärte Gortat. "Dort ist vor fünf Jahren der Flieger gelandet, als ich erstmals in die USA kam. Ich liebe den Knicks-Coach Mike D'Antoni und kenne Danilo Gallinari aus Europa."

Der Italiener Gallinari wurde von den Knicks an sechster Stelle des Drafts 2008 verpflichtet ? und prompt von den bekannt gnadenlosen New Yorker Fans ausgepfiffen.

Unter den besten Reboundern

Vielleicht ahnten sie bereits, dass Gallinari keine Lösung für das Problem an den Brettern ist, das seit Patrick Ewings Abgang das stete Verpassen der Playoffs begünstigt. In den letzten beiden Spielzeiten blockte kein Team so wenig Würfe ab wie die Knicks. (STATISTIK: Der NBA-Playoffbaum)

Gortat verbuchte in dieser Spielzeit zwar neben 4,5 Rebounds auch nur 0,8 Blocked Shots, was aber vor allem an seiner knapp bemessenen Spielzeit von 12,6 Minuten pro Partie liegt - beim Heimsieg in Spiel 3 der Finals gegen L.A. (Mit Finals-Rekord zum Premierensieg) stand er nicht mal fünf Minuten auf dem Parkett.

Rechnet man die Spielzeit heraus, rangiert der "Hexenmeister" genannte Big Man bei den geblockten Würfen auf Platz 34 und bei den Rebounds sogar in den Top 10.

Tadellose Arbeitsauffassung

Und da klingt es fast ironisch, wenn Orlandos General Manager Otis schwärmt, wie angenehm kurz Gortats Arbeitstage sind: "Es hat den besten Job in Amerika, da er als Backup für meinen herausragenden Spieler acht bis zehn Minuten zum Einsatz kommt."

Zumal Gortat schon zu seiner Zeit in Köln für seinen Tatendurst bekannt war. Auch Smith weiß das: "Er geht aufs Feld und hat wahrscheinlich die beste Arbeitsauffassung von allen. Könnte er bei einem anderen Team ein Starter sein? Ja, das kann er", so der Manager.

Zwar behauptet er, bei jedem Angebot für den Free Agent mitgehen zu können, doch das letzte Wort bezüglich seines nächsten Arbeitgebers hat Gortat selbst.

Wenn er geht, dürfte die Angst von "Superman" Howard (113608DIASHOW: Trümmer pflastern ihren Weg) vor Foulproblemen wieder wachsen: Orlandos dritter Mann für die Fünfer-Position ist Tony Battie, der in den Playoffs bislang noch mal halb so wenig wie Gortat spielte.

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