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2,08-Meter-Mann Jordan Hill (l.) spielt erst seit vier Jahren organisierten Basketball © getty

Bei den Mavericks müssen zwei Akteure der Big 4 um ihren Job bangen, da Arizonas College-Talent Jordan Hill offenbar her soll.

Von Michael Spandern

München ? Die vermeintlich größte Baustelle der Dallas Mavericks ist die Spielmacher-Position.

Aufgrund des 2010 auslaufenden Vertrags des alternden Jason Kidd muss das Team von Dirk Nowitzki vor oder während der nächsten Saison Ersatz beschaffen, mit dem ein Angriff auf den Titel realistisch ist.

Einige junge Talente spielten daher bereits im American Airlines Center vor. (Dallas holt Kidd Konkurrenz ins Haus)

Doch nun sind die Mavericks angeblich bereit, sich für einen Power Forward zu entkernen.

Zwei der Big 4 wackeln

So halten sich Gerüchte, dass die Texaner den Nummer-5-Pick der Washington Wizards im Draft 2009 haben wollen, um Jordan Hill von der Universität Arizona zu rekrutieren.

Und dieses frühe Draftrecht wäre den Mavericks sogar Jason Terry oder Josh Howard wert, berichtet die Tageszeitung "Washington Post".

Terry, 2009 zum besten sechsten Mann der NBA gewählt, und Howard waren in der abgelaufenen Saison die besten Scorer nach Nowitzki und zählen zusammen mit dem Würzburger und Kidd zu den Big 4 in Dallas. (Westphal heuert in Sacramento an)

Den "Poeten" als Zugabe?

Zudem müssten die Mavs einen der auslaufenden Verträge der Wizards-Akteure Mike James oder Etan Thomas übernehmen.

James ist ein 33-jähriger Point Guard, Thomas, den die Hauptstädter wegen seiner literarischen Versuche den Poeten nennen, ein Center, der verletzungsbedingt 2008/09 nur 26 Partien bestritt.

Den Wizards würde der Deal helfen, wertet die "Washington Post". Schließlich brauche ein Team, das zuletzt nicht mal ein Viertel seiner Spiele gewann, einen fertigen Spieler und kein 21-jähriges Talent. (STATISTIK: Der NBA-Playoffbaum)

Einer wie Brandon Bass

Ein solches ist Hill, der in seiner dritten Saison für die Arizona Wildcats 18,3 Punkte, elf Rebounds und 1,7 Blocked Shots pro Partie verbuchte.

Doch in der Offensive ist sein Repertoire begrenzt: Der drahtige Athlet warf in seiner gesamten NCAA-Karriere keinen Dreier und verwandelte nicht mal zwei Drittel seiner Freiwürfe.

Zudem haben die Mavericks mit ihrem Energizer Brandon Bass einen ganz ähnlichen Spielertypen als Nowitzki-Backup auf der Bank.

Wieder ein Deal mit den Wizards?

Dallas dürfte zudem zu Denken gebe, dass Hill nach dem Reebok Eurocamp in den Prognosen der Draftexperten tiefer rutschte, wie "Draftexpress" schrieb.

Doch die Mavs taten Washington schon zweimal mit Trades einen Gefallen: Zunächst übernahmen sie 2001 den Vertrag des kaum noch produktiven Juwan Howard, drei Jahre später tauschten sie Antawn Jamison für Jerry Stackhouse, Christian Laettner und einen Draftpick weg.

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