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Derek Fisher erzielt 12 Punkte in Spiel vier gegen die Orlando Magic © getty

Los Angeles steht kurz vor dem Gewinn des NBA-Titels. Beim 99:91-Sieg in Spiel vier ist Derek Fisher der entscheidende Mann.

Von Nikolai Kube

München/Orlando - Die Los Angeles Lakers stehen kurz vor dem Gewinn des NBA Titels 2009 und dürfen den Sekt schon mal kalt stellen.

Das Team von Trainer Phil Jackson besiegte in Spiel vier der Finals die Orlando Magic auswärts mit 99:91 nach Verlängerung und führt nun in der "Best-of-seven"-Serie mit 3:1 (STATISTIK: Der NBA-Playoffbaum).

Bei einem weiteren Erfolg in Spiel fünf in der Nacht auf Montag (ab 2 Uhr LIVESCORES) ist die Meisterschaft L.A. nicht mehr zu nehmen.

Entscheidender Mann auf Seiten der Lakers war Oldie Derek Fisher 116901(Die Bilder zu Spiel 4).

Fisher wird zum Scharfschützen

Zunächst versenkte der Point Guard zum Entsetzen der Zuschauer in Orlando 4,6 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit einen Dreier über Jameer Nelson hinweg zum 87:87-Ausgleich (DATENCENTER: Ergebnisse).

"Nelson hat mir viel Platz gelassen. Ich mag solche Würfe und ich war mir sicher, dass ich diesen Dreier treffen werde", beschreibt der Matchwinner die Szene.

In der anschließenden Verlängerung schnappte sich Fisher erneut den Ball und brachte die Gäste mit einem weiteren Drei-Punkt-Wurf auf die Siegesstraße.

Magic mit deutlicher Pausenführung

Der Held bedankte sich nach der Partie bei seinen Mitspielern:

"Meine Mannschaftskollegen und die Trainer haben mir das Vertrauen gegeben. Sie meinten, ich muss an mich glauben. Ich wollte das Spiel für meine Jungs gewinnen", so Fisher.

Lange Zeit sah es nach einer klaren Sache aus - für die Magic allerdings.

Orlando dominierte die Partie und lag zur Pause mit 49:37 in Front.

Howard versagen die Nerven

Dwight Howard war am Brett nicht zu stoppen und schnappte sich allein im ersten Viertel elf Rebounds. Am Ende kam er auf 21, erzielte 16 Punkte und blockte neun Würfe der Lakers - ein neuer Finals-Rekord.

Doch als es darauf ankam, versagten dem Center die Nerven.

Beim Stand von 87:84 wurde der "Superman" nach einem schönen Pass des Türken Hedo Türkoglu gefoult. Er ging an die Freiwurflinie, doch er konnte keinen seiner beiden Würfe versenken. Erst dadurch konnte die Stunde von Derek Fisher überhaupt schlagen.

Bryant knackt die 30-Punkte-Marke

Howards Fehlwürfe hatten sich allerdings schon abgezeichnet: Der Muskelprotz traf nur sechs seiner 14 Freiwürfe - eine katastrophale Quote.

Neben Howard punkteten bei den Magic Türkoglu mit 25, Mickael Pietrus mit 15 und Point Guard Rafer Alston mit elf Zählern im zweistelligen Bereich.

Die Lakers hatten erneut in Superstar Kobe Bryant ihren besten Scorer.

Der Shooting Guard beendete die Partie mit 32 Punkten, acht Assists und sieben Rebounds.

Ariza läuft im dritten Viertel heiß

Für Pau Gasol und Trevor Ariza standen jeweils 16 Zähler zu Buche. Ariza drehte vor allem in dritten Viertel mächtig auf. Dort brachte er die Lakers mit 13 Punkten zurück ins Spiel.

Dass die Lakers wieder einmal Nervenstärke bewiesen, ist nichts neues in den diesjährigen Playoffs:

Bereits zum siebten Mal siegten Bryant und Co., nachdem sie im Spiel davor eine herbe Niederlage ("Supermans" Comeback - Rückkehr der Hoffnung) hinnehmen mussten.

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