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Shaquille O'Neal wechselte im Februar 2008 von den Heat zu den Suns © getty

Amerikanischen Medienberichten zu Folge sind die Cavaliers an einer Verpflichtung des Stars der Phoenix Suns interessiert.

Von Nikolai Kube

München - Shaquille O'Neal saß in der ersten Reihe der Amway-Arena, schaute sich genüsslich Spiel fünf der NBA-Finals an (99:86! Lakers holen die Meisterschaft) und gratulierte anschließend seinem Ex-Team fair zum Titel:

"Klasse gemacht, Jungs." 117761(Die Bilder zu Spiel fünf)

Doch dass der bullige Center der Phoenix Suns nach der Partie selbst in den Mittelpunkt der Journalisten rücken würde, hatte er eigentlich nicht erwartet.

Ein Gerücht machte nämlich die Runde: Die Cleveland Cavaliers scheinen an einer Verpflichtung des 2,16-Meter-Riesen interessiert zu sein.

"Es gibt keine Vorverträge"

Zwei Insider bestätigten nun gegenüber dem Nachrichtensender "ESPN": "Es gibt Gespräche zwischen den Phoenix Suns und den Cavaliers."

Im gleichen Atemzug stellten sie aber klar: "Der Deal ist auf keinen Fall in trockenen Tüchern. Es gibt keinerlei Vorverträge oder sonst irgendwelche fixen Vereinbarungen."

Auch auf der Homepage der Cavs ist zu lesen, dass Cleveland mit vielen Teams über mögliche Trades rede, keiner aber bisher konkret sei.

Bereits im Februar dieses Jahres hatte es jedoch Gespräche zwischen den Teams gegeben.

Bereits im Februar Gespräche

Demnach dachten die Cavaliers darüber nach, O'Neal im Tausch für Ben Wallace und Sasha Pavlovic an die Ostküste zu holen. Damals lehnte Phoenix ab.

Der Grund: Die Suns wollten Wallace nicht und hätten lieber Wally Szczerbiak oder Delonte West im Gegenzug erhalten. Diese beiden wollten die Cavs aber auf keinen Fall ziehen lassen.

Eines ist definitiv klar: Ein Shaq würde den Cavaliers auf der Position des Centers sicherlich gut zu Gesicht stehen. Und auch für den Ex-Lakers-Star, der als einer der besten Basketballspieler aller Zeiten gilt, wäre es noch einmal eine große Herausforderung.

An der Seite von LeBron James?

In Cleveland hätte er an der Seite des diesjährigen MVP LeBron James beste Chancen zum Ende seiner Laufbahn noch einmal einen Titel zu holen.

Auch aus finanzieller Sicht wäre ein Wechsel von O'Neal durchaus realistisch.

Der Center verdient etwas über 20 Millionen Dollar, während Wallace mit 14 und Pavlovic mit knapp fünf Millionen zusammen in etwa auf die gleiche Summe kommen.

Ferry und Kerr gute Freunde

Außerdem sind Cavs-Manager Danny Ferry und der Präsident der Suns Steve Kerr aus ihrer gemeinsamen Zeit bei den San Antonio Spurs gute Freunde. Die beiden führen oft Gespräche und haben einen O'Neal-Deal schon länger im Hinterkopf.

Mit seinen 37 Jahren ist O'Neal allerdings nicht mehr der Jüngste. Seine Leistungen in den vergangenen Saisons waren sehr schwankend.

Während er diese Spielzeit immerhin 75 Partien absolvierte, die meisten seit 1999/2000, und 17,8 Punkte im Schnitt erzielte, machte er vor drei Jahren nur 40 Spiele und konnte nicht mehr an seine großartigen Leistungen aus früheren Jahren anknüpfen.

Negatives Zeichen an die Konkurrenz

Phoenix will im Sommer jedoch den Vertrag mit Steve Nash verlängern, um auf kurz oder lang wieder ein konkurrenzfähiges Team auf die Beine zu stellen.

Der Verlust eines Leistungsträgers wäre demnach kein positives Zeichen an die Konkurrenz.

Doch ob aus dem Gerücht demnächst eine Vollzugsmeldung wird, bleibt abzuwarten.

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