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Kobe Bryant war 2006 sowie 2007 bester NBA-Korbjäger und elfmal Allstar © getty

Der Finals-MVP schwört den Lakers seine Treue, Meistertrainer Jackson zögert dagegen. Wie weit gehen Clevelands China-Pläne?

Zusammengestellt von Michael Spandern

München - Kobe Bryant hat den Los Angeles Lakers seinen Verbleib zugesichert, Coach Phil Jackson zögert dagegen noch.

Den zehnmaligen Meistercoach (Zigarre für Auerbach - Lob von Shaq) plagen erneut gesundheitliche Probleme, die er vor einer Zusage für 2009/10 ausgeräumt wissen möchte.

Der 63-Jährige hatte in der abgelaufenen Saison zwei Partien wegen einer Sehnenscheiden-Entzündung verpasst, die Schmerzen und Schwellungen an den Unterschenkeln hervorrief, und führt dies auch auf die nächtlichen Flüge zurück.

Jackson weiß den Klub hinter sich

Trotzdem sagte Jackson am Freitag in der "Tonight Show": "Ich fühle mich gut". Und er setzte sich den Juli als Frist für eine Entscheidung.

Der "Zen-Master", der nach zwei Hüftoperationen zeitweise am Stock ging, hatte 2008 eine Vertragsverlängerung um zwei Jahre unterschrieben und hat die Option, bis 2011 weiterzuarbeiten.

General Manager Mitch Kupchak betonte, er werde Jackson genügend Zeit zugestehen, um Ärzte zu konsultieren. "Der Klub steht hinter mir", sagte Jackson - und denkt, das dies auch für die Spieler gelte: "Sie wissen zu schätzen, was ich umzusetzen versuche und wie ich das tue." 119298(DIASHOW: Heiße Feuerwehr, hinterhältiger Titelpogo)

Kobe: 47,8 Millionen für zwei Jahre

Da kommt es nicht von ungefähr, dass Bryant seine Wechselchancen in den Wind schlägt. Der Finals-MVP, der im Juli die Ausstiegsoption aus seinem bis 2011 gültigen Vertrag ziehen kann, versicherte: "Ich werde nirgendwo hingehen. Weiterhin darüber zu reden, ist eine Verschwendung unseres Atems."

Nach 13 Jahren in L.A. spielt womöglich nicht nur die Verbundenheit mit den Lakers, sondern auch die Finanzkrise in seine Entscheidung hinein:

Es ist fraglich, ob er als Free Agent anderswo mehr bekommt als die 47,8 Millionen, die dem 30-Jährigen in den nächsten zwei Jahren beim Titelverteidiger zustehen.

Wollen neue Cavaliers-Eigner Yao?

Während sich bei den Lakers die Fronten klären, regiert in Cleveland völlige Ungewissheit. Dass demnächst ein chinesisches Konsortium als Minderheiteneigner bei den Cavaliers einsteigt, heizt neue Gerüchte an. (Shaq und die Cavs: Was läuft da?)

So soll es Ziel der Investoren sein, All-Star-Center Yao Ming nach Cleveland zu lotsen. Doch der sagt, ihm seien solche Pläne unbekannt.

In einem Interview mit einem Fernsehsender in Shanghai sagte der 2,27-m-Mann, er fühle sich "eng verbunden" mit den Houston Rockets, die ihn 2003 mit dem ersten Draftpick verpflichteten.

Etwas neidisch auf Sun

Der Zweitrundeneinzug der Rockets mache ihm Mut, dass er mit Houston den Titel holen könne: "Diese Saison war sehr erfolgreich und lässt mich Hoffnung erkennen." ("T-Mac" im Schaufenster)

Etwas neidisch sei er durchaus auf Sun Yue, der mit den Lakers in dieser Woche die Trophäe gewann.

Yao hat noch ein Jahr Vertrag bei den Rockets und kann diesen um eine Spielzeit verlängern. Allerdings dementierte er die Wechselgerüchte auch nicht.

Offenbar wieder Flirt mit Carter

Nicht ausgeschlossen ist zudem, dass die Cavs sich Altstar Vince Carter angeln. Wie "Yahoo Sports" berichtet, haben die Cavaliers erneut Gespräche mit den New Jersey Nets geführt.

Die Nets sind offenbar bestrebt, ihr Gehaltsgefüge zu entlasten, und da wären die 33,6 Millionen US-Dollar, die dem ehemaligen Dunking-Champ Carter in den nächsten beiden Jahren zustehen, ein dicker Batzen.

Allerdings müsste New Jersey im Gegenzug wohl die bis 2010 laufenden Verträge von Ben Wallace und Sasha Pavlovic übernehmen, damit der Trade zustande kommt.

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