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Seit drei Jahren ist Monta Ellis für die Warriors in der NBA im Einsatz © getty

Die Verletzung von Monta Ellis bleibt rätselhaft. Sie könnte seinen Deal mit den Warriors platzen lassen.

Von Michael Spandern

München -Der 24. Juli war ein Feiertag für Monta Ellis. Der 2007 zum meist verbesserten Spieler der NBA gewählte Guard unterzeichnete einen Sechsjahresvertrag über 66 Millionen Dollar. Ein großer Vertrauensvorschuss für einen 22-Jährigen.

Der 21. August hingegen könnte als Tiefpunkt in seine Vita eingehen. Und das nicht einmal wegen der Schwere seiner Knöchelverletzung dritten Grades, nach der er wohl bis zum Dezember ausfällt.

Strafe, Sperre oder mehr?

Einiges deutet darauf hin, dass der Topscorer seinen Arbeitgeber belogen hat, als er angab, sich die Blessur - eine Verstauchung und einen eher seltenen Riss des Deltamuskels auf der Innenseite des Beins - bei der Saisonvorbereitung zugezogen zu haben.

Wie "ESPN" unter Berufung auf verschiedene Quellen in der NBA berichtet, hat Ellis auch einige Schnittwunden und Abschürfungen am Bein - Blessuren, die Spekulationen über einen Motorrad- oder Ski-Unfall Tür und Tor öffnen.

Sollte er sich bei einer derart riskanten und vertragswidrigen Aktivität verletzt haben, droht dem Außenspieler eine empfindliche Geldstrafe, eine Sperre oder sogar die Annullierung seines Monstervertrags.

Letzteres wäre jedoch wohl nur denkbar, wenn der Scharfschütze nicht vollständig genesen würde. Durchschnittlich 20,2 Punkte, 5,0 Rebounds und 3.9 Assists in der Vorsaison belegen seinen Wert.

Athletiktrainer rückt an

Ellis, der sich seither nicht öffentlich äußerte, präzisierte gegenüber den Warriors, dass er sich beim Basketball-Spielen in seiner Heimatstadt Jackson in Mississippi verletzt habe.

Selbst Chris Mullin, General Manager des Viertelfinalisten von 2007, räumt ein, dass der Vorfall nicht genau klar ist.

Einen Zeitungsbericht, dass Athletiktrainer Tom Abdenour nach Mississippi abbestellt worden sei, um Ellis näher zu untersuchen, dementierten die Warriors.

Die offizielle Sprachregelung lautet, Abdenour habe Ellis auf seine OP am vergangenen Mittwoch vorbereitet.

Faule Ausrede von Radmanovic

Würde Ellis wegen einer vertragswidrigen Aktivität, bei der er sich verletzt hat, abgestraft, wäre er nicht der Erste.

Vladimir Radmanovic, Forward des Vizemeisters L.A. Lakers, zog sich im Februar 2007 eine Schulterverletzung beim Snowboarden zu.

Seine Ausrede, er sei auf vereister Straße ausgerutscht, während er einen Kaffeebecher hielt, kauften die Lakers dem Serben nicht ab. Er musste eine halbe Million Dollar zahlen.

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