vergrößernverkleinern
Hier noch Gegner, künftig Partner: LeBron James (l.) und Shaquille O'Neal © getty

Die Cleveland Cavs und die Phoenix Suns einigen sich auf einen Blockbuster-Trade, der O'Neal und James zu Teamkollegen macht.

Von Martin Hoffmann

München - Gerüchte um den Blockbuster-Trade gab es schon seit einiger Zeit, nun ist er perfekt.

Star-Center Shaquille O'Neal wechselt von den Phoenix Suns zu den Cleveland Cavaliers und wird Teamkollege von Liga-MVP LeBron James.

Beide Teams bestätigten den Trade am Donnerstagabend. Die Suns erhalten im Gegenzug Power Forward Ben Wallace und den serbischen Shooting Guard Sasha Pavlovic.

Dazu erhält das Team aus Arizona 500.000 Dollar und den 46. Pick im diesjährigen Draft. 76464(DIASHOW: Shaqs beste Sprüche)

Schwachstelle ausgemerzt

Die Cavaliers haben damit einen weiteren Schritt gemacht, um ihren Superstar James ein Team zusammenzustellen, das reif für den Titel ist.

Die Center-Position hat sich spätestens in den Playoffs als Schwachstelle herausgestellt: Zydrunas Ilgauskas sah beim Ausscheiden gegen die Orlando Magic in der Verteidgung nicht gut aus gegen die Extraklasse von Dwight Howard.

Der 37-jährige O'Neal bringt dagegen nun als Arbeitsnachweis einen Schnitt von 17,8 Punkte und 8,4 Rebounds in der vergangenen Saison mit - und die Erfahrung von 15 All-Star-Games und vier Meistertiteln.

Noch ein Jahr Vertrag

Die Cavaliers übernehmen O'Neals noch bis 2010 laufenden Vertrag.

Sie müssen an ihn in dieser Saison 20 Millionen Dollar überweisen - und bekommen zur darauffolgenden Saison viel Platz im Salary Cap, um einen der hochkarätigen Free Agents zu verpflichten, die dann auf dem Markt sind.

Plan B hieß Chandler

Diese Konstellation ist für Cleveland ein Vorteil im Vergleich zu einem Alternativkandidaten zu O'Neal.

Laut "ESPN" hatten die Cavs als Plan B auch Tyson Chandler von den New Orleans Hornets im Visier.

Der wäre zwar billiger gewesen als Shaq, hätte den Finanzrahmen aber wohl länger belastet: Er hat in seinem Vertrag eine Option, um ein Jahr bis 2011 zu verlängern und dann noch 13 Millionen Dollar einzustreichen.

Cavs planen weitere Schachzüge

Laut "ESPN" sind die Kaderplanungen der Cavaliers mit dem Deal noch nicht abgeschlossen.

Cleveland will demnach noch Center Anderson Varejao, der per Option ein so genannter "Unrestricted Free Agent" werden könnte, mit einem neuen Vertrag ausstatten.

Außerdem sind die Cavs noch auf der Suche nach einem großen, athletischen Forward auf dem Free-Agent-Markt.

Phoenix profitiert finanziell

Für Phoenix bringt der Deal in erster Linie finanzielle Vorteile.

Wallace und Pavlovic kosten in der kommenden Saison fünf Millionen Dollar weniger als O'Neal gekostet hätte.

Hinzu kommt, dass der Deal auch die Luxus-Steuer vermindert, die die Suns zu zahlen haben - was die Ersparnis auf rund zehn Millionen erhöht.

Da Wallace seinen Rücktritt erwägt, könnten die Suns finanziell noch besser wegkommen.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel