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Nathan Jawai (l.) kam 2008/09 in der D-League für Idaho auf 11,1 Punkte und 6,4 Rebounds © getty

Abrundung des Shawn-Marion-Deals: Nach Dallas kommt auch ein junger Center, der bereits MVP war. Folgt noch ein Top-Trade?

Von Michael Spandern

München - Der spektakuläre Acht-Spieler-Trade, der den viermaligen All-Star Shawn Marion von den Toronto Raptors nach Dallas schickt, ist von der NBA abgenickt. (Acht-Spieler-Deal: "The Matrix" verstärkt die Mavs)

Doch um den Deal abzurunden, wurde eine für die Mavericks günstige Modifikation nötig: Außenspieler Quincy Douby wechselt nicht wie berichtet von den Raptors zu den Memphis Grizzlis. Stattdessen schickt Toronto Nathan Jawai nach Dallas.

Und dieser Jawai hat es in sich: Der 22-jährige Australier hat sich aufgrund seiner Statur den Beinamen "Aussie-Shaq" verdient und wurde in der heimischen NBL 2007 zum MVP des All-Star Games gewählt.

Lange Sportpause wegen eines Herzfehlers

Doch nachdem die Indiana Pacers den 125-Kilo-Klotz im Vorjahr an 41. Stelle gedraftet und dann in einem Tausch nach Toronto abgaben, musste Jawai erst mal mit jeglichem Sport pausieren.

Grund dafür war ein Herzfehler, die genaue Diagnose gab der Center nicht preis. Doch am 17. Dezember gaben die Ärzte grünes Licht. "Es wird einige Zeit dauern, bis er einigermaßen in Form ist", dämpfte Head Coach Jay Triano sofort jede Euphorie.

Neben 14 Spielen in der zweitklassigen D-League kam Jawai nur sechsmal für die Raptors zum Einsatz - nie länger als fünf Minuten.

Ist Dampier nun entbehrlich?

Dennoch sehen Experten die Chance, dass die Neuzugänge Marcin Gortat (Polnischer Riese für die Mavs) und Nathan Jawai den Centerjob beim Team von Dirk Nowitzki zu zweit erledigen können. (Kidd bleibt an Nowitzkis Seite)

So spekuliert "Hoopsworld" bereits über einen neuerlichen Top-Trade, bei dem die Mavericks ihren Mittelmann Erick Dampier abgeben.

Gerade weil die zwölf Millionen Dollar für die kommende Saison viel zu viel sind für einen 33-Jährigen, der durchschnittlich 5,7 Punkte und 7,1 Rebounds pro Spiel abliefert, könnte er für andere Teams attraktiv sein.

"Rip" Hamilton im Gespräch

Denn sein Vertrag läuft im Sommer 2010 aus: Just dann stünden Teams, die ihn nun gegen einen ähnlich bezahlten Akteur mit längerem Kontrakt eintauschen, diese Millionen für hochkarätige Free Agents zur Verfügung. 122892(DIASHOW: Die NBA-Wechselbörse)

Da die Mavs auf der Position des Shooting Guards nach Antoine Wrights Weggang wohl nachlegen müssen, bringt "Hoopsworld" Richard Hamilton von den Detroit Pistons und Jason Richardson von den Phoenix Suns ins Gespräch. Richardson erzielte in seiner besten Saison 2005/06 über 26 Punkte pro Partie in Golden State.

Noch interessanter (und wegen des Großreinemachens bei den Pistons wahrscheinlicher) ist aber "Rip" Hamilton: Der 31-Jährige dreimalige All-Star ist seit sieben Jahren ein verlässlicher Scorer in Detroit und beansprucht dennoch nicht das Rampenlicht für sich.

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