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Marcin Gortat (l.) hat zwei, Shawn Marion (r.) zehn Jahre NBA-Erfahrung © getty

Das Nowitzki-Team baut den Kader aufwändig um. Sport1.de analysiert, woran es noch hapert. Ein Scorer muss ertauscht werden.

Von Robert Gherda

München - Großbaustelle Dallas: Statt auf 2010 zu warten, mischen die Mavericks ihren Kader bereits in diesem Sommer auf und investieren ihre letzten Mittel.

Nach dem frühzeitigen Playoff-Aus in den vergangenen drei Spielzeiten plant das Team von Dirk Nowitzki nun den Angriff auf den Titel - solange dies mit Spielmacher Jason Kidd noch machbar ist.

Mit Shawn Marion haben die Mavs einen viermaligen All-Star eingetauscht, mit Marcin Gortat einen aktuellen Vizemeister gekauft. Auf der Verlustseite ragt höchstens Shooting Guard Antoine Wright, der überwiegend in der Startfünf stand, heraus. (Acht-Spieler-Deal: "The Matrix" verstärkt die Mavs)

Sport1.de analysiert die Veränderungen im Kader (hier geht's zum Backcourt) und sagt, welche Baustellen noch offen sind. Um sie zu schließen, muss Mark Cuban nochmals Verhandlungsgeschick beweisen.

Center:

Unter dem Korb haben sich die Mavericks mit Marcin Gortat verstärkt. Doch vom Polen müssen für ein Jahresgehalt von rund sechs Millionen Dollar mehr erwartet werden als die 3,8 Punkte und 4,5 Rebounds pro Spiel, die er in Orlando ablieferte.

Zwar können die Magic noch bis zum 15. Juli mit dem Mavs-Vertragsangebot gleichziehen und den 2,13-m-Mann zum Bleiben zwingen, aber ihr General Manager Otis Smith deutete bereits an, das er dies nicht tun wird. (Polnischer Riese für die Mavs)

Die Statistiken von Gortat sind auf den ersten Blick zwar wenig imposant, aber er stand pro Spiel nicht mal 13 Minuten auf dem Parkett. Gortat selbst will unbedingt nach Dallas, da er in Orlando hinter Dwight Howard nur wenig Einsatzchancen sieht.

In Dallas würde sich Gortat, der von 2003 bis 2007 für Köln in der BBL auf Korbjagd ging, um einen Platz in der Starting Five mit dem phlegmatischen Erik Dampier streiten.

Der bald 34-Jährige kam 2004 mit großen Vorschusslorbeeren als Free Agent von den Golden State Warriors, aber konnte niemals seinen hoch dotierten Vertrag rechtfertigen. Zuletzt standen für Dampier 5,7 Punkte und 7,1 Rebounds zu Buche.

Im Acht-Spieler-Trade für Marion erhielten die Mavericks auch die Rechte an dem 22-jährigen Australier Nathan Jawai.

Der wuchtige Center, der 125 Kilo auf die Waage bringt, könnte dafür sorgen, dass Dampier Dallas verlassen muss, um andere Löcher im Kader zu stopfen. (Mavericks kriegen "Aussie-Shaq" dazu)

Fazit: Gortat und Jawai sind zwar jung, aber haben in Kurzeinsätzen in der NBA bereits ihr Talent demonstriert. Einen Abgang von Dampier wäre zu verkraften - erst recht, wenn Free Agent Ryan Hollins an Bord bleibt.

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Power Forward:

Dirk Nowitzki, der MVP des Jahres 2007, ist die Gallionsfigur des Teams und zählt zu den besten Forwards der gesamten Liga. Der achtmalige All-Star legte 2008/09 pro Partie 25,9 Punkte und 8,4 Rebounds hin.

Als Backup des Deutschen fungierte in der vergangenen Saison Brandon Bass (durchschnittlich 8,5 Punkte, 4,5 Rebounds pro Begegnung). Der athletische Forward soll allerdings bereits für vier Jahre bei den Orlando Magic unterschrieben haben. Seine Weiterverpflichtung wäre aber wichtig gewesen, um Nowitzki die nötigen Verschnaufpausen zu gewähren.

Fazit: Die erste zu schließende Baustelle! Bass ist so gut wie weg, und die Mavericks müssen sich nun einen neuen Mann suchen, der Nowitzki zumindest für zehn Minuten in jedem Spiel einigermaßen ersetzen kann.

>> Die Analyse der kleinen Positionen - hier geht's weiter

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