vergrößernverkleinern
Quinton Ross (l.) verbuchte 2008/09 für die Grizzlies 4,6 Punkte, 2,3 Rebounds pro Partie © getty

Die Mavs krempeln ihren Kader um: Bei den Small Forwards sieht es üppig, bei den Shooting Guards mau aus. Kommt noch ein Trade?

Von Robert Gherda

München - Die Zeit des Erfolgs soll für die Mavericks jetzt sein. Daher krempelt Klubbesitzer Marc Cuban das Team von Dirk Nowitzki aufwändig um.

Die Verpflichtung von Shawn Marion verleiht Trainer Rick Carlisle neue Möglichkeiten, aber womöglich muss der viermalige All-Star öfter im Frontcourt (hier zurück zur Analyse der großen Positionen) aushelfen, als ihm lieb ist. (Acht-Spieler-Deal: "The Matrix" verstärkt die Mavs)

Sport1.de analysiert im zweiten Teil die Veränderungen bei den Small Forwards sowie den Guards und erklärt, wer sich einen neuen Vertrag verdient hat.

Small Forward:

Shawn Marion galt lange als absoluter Wunschspieler von Mark Cuban. Durch einen Monster-Trade hat der Milliardär sein Ziel endlich erreicht und den Allrounder nach Texas gelotst.

In der vergangenen Saison (12,9 Punkte, 8,5 Rebounds pro Spiel) spielte "The Matrix" für die Miami Heat und die Toronto Raptors, oft auf der ungelernten Position 4 und daher unter Wert. Seine beste Zeit erlebte er bei den Phoenix Suns, als Ex-Mav Steve Nash das Tempo hoch hielt. Marion muss womöglich wieder als Power Forward aushelfen, doch das sollte nicht die liebste Variante von Trainer Rick Carlisle werden.

Denn mit Josh Howard, 2008/09 durchschnittlich für 18 Punkte und 5,1 Rebounds gut, steht noch ein überdurchschnittlicher Small Forward im Kader. In den letzten Jahren war der 29-Jährige meistens die zweite Offensiv-Option des Teams, aber 2010 könnte Howard auch von der Bank kommen. Spannend ist, ob eine Formation mit Howard auf der 3, Marion auf der 4 und Nowitzki als Center funktioniert.

Fazit: Kaum ein Team in der NBA hat zwei solche Kaliber wie Marion und Howard auf der Position 3. Hinzu kommt womöglich noch James Singleton, der in der Vorsaison durchschnittlich über 14 Minuten spielte und als Free Agent auf ein lukratives Angebot hofft. 122892(DIASHOW: Die NBA-Wechselbörse)

Shooting Guard:

Nach dem Abgang von Antoine Wright dürfte Jason Terry wieder in die Starting Five rutschen, nachdem er dank 19,6 Punkten pro Partie jüngst zum besten Sechsten Mann der Liga aufstieg. Terry kann als Point Guard ebenso wie als Shooting Guard spielen und verfügt über einen ausgezeichneten Sprungwurf.

Hinter Terry sieht es allerdings nach den Abgängen von Antoine Wright und Jerry Stackhouse eher duster aus - der Defensivspezialist Quinton Ross, der als Free Agent zu nicht bekannten Konditionen von den Memphis Grizzlies kam, kann dies nicht kompensieren.

Aus diesem Grund mehren sich Gerüchte, dass die Mavericks den auslaufenden Vertrag von Erik Dampier als Faustpfand einsetzen wollen, um einen weiteren Shooting Guard zu bekommen.

Im Gespräch sind vor allem zwei Namen: "Rip" Hamilton von den Detroit Pistons (in der Vorsaison 18,3 Punkte, 4,4 Assists pro Partie) und Jason Richardson aus Phoenix (16,8 Punkte, 4,8 Rebounds). Dafür spricht, dass beide Teams zur Zeit einen Neuaufbau vorantreiben.

Fazit: Die zweite zu schließende Baustelle, womöglich die wichtigere! Auch 2009/10 werden die Mavs keine Abwehrkünstler sein, sodass mehr Punktegaranten als die Forwards gebraucht werden. Zu hoffen ist außerdem, dass der Überathlet Gerald Green trotz Schwankungen einen neuen Vertrag erhält.

Point Guard:

Trotz seinen auf 9,0 Punkte, 6,1 Rebounds und 8,7 Assists gesunkenen Werten setzen die Mavericks weiterhin auf Jason Kidd. Der 36-Jährige erhielt überraschend einen Dreijahres-Vertrag über 25 Millionen Dollar. (Kidd bleibt an Nowitzkis Seite)

Als "Floor General" kann er eine schnelle, schlagkräftige Offensive hervorragend führen, der Wurf und mittlerweile auch das Penetrieren sind aber keine Konstanten des Olympiasiegers.

Als Backups stehen weiterhin J. J. Barea und Terry parat, dazu kommt womöglich Erstrunden-Draftpick Rodrigue Beaubois, der sich aber erst in der Summer League beweisen und körperlich zulegen muss. (Zwei Wundertüten für die Mavericks)

Fazit: Jetzt oder nie - für Kidd ist es wohl der letzte Titelanlauf. Wenn Beaubois aber mit seiner Schnelligkeit und seinen langen Armen defensiv seinen Mann steht, ist Dallas auch hier konkurrenzfähig.

>> Hier geht zurück zum ersten Teil

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel