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Rick Carlisle tritt in Dallas seine dritte Trainerstation in der NBA an © getty

Der neue Mavericks-Coach Rick Carlisle hat drei Gesetzte in der Starting Five. Die Center zählen nicht dazu, erhalten jedoch großes Lob.

Von Michael Spandern

München - Der Countdown läuft: Am 29. September beziehen die Dallas Mavericks ihr Training Camp.

Und mit Rick Carlisle wird ein neuer Coach versuchen, das Ruder nach zwei Erstrunden-Pleiten in Folge herumzureißen.

Als Tabellensiebter zogen Dirk Nowitzki und Co. 2008 nur hauchdünn in die Playoffs ein - trotz 51:31 Siegen. Doch Carlisle ist dafür bekannt, Teams umgehend zu einem Aufschwung zu führen.

2001 holten die Detroit Pistons in seinem ersten Amtsjahr 18 Siege mehr als in der Vorsaison, 2004 steigerten sich die Indiana Pacers unter Carlisle um 13 Erfolge.

Ein Trio als Trumpf

Doch um die Anzahl der Siege in der Regular Season geht es dem 48-Jährigen nicht. "Es geht für uns darum, um die Meisterschaft mitzuspielen", sagte er der Tageszeitung "Dallas Morning News".

Große Änderungen plant er dafür nicht: "Unsere Stärke wird offensichtlich das Trio Nowitzki, Jason Kidd und Josh Howard sein. Ich erwarte, dass diese Jungs groß aufspielen werden".

Diese Drei seien auch in der Anfangsfünf gesetzt. Das Rennen auf der Center-Position und bei den Shooting Guards werde dagegen erst im Training Camp entschieden.

Dampier ist "verdammt gut"

Allerdings scheint Jason Terry den Vorzug auf der Außenposition zu haben, da Jerry Stackhouse sich "als einer der besten sechsten Männer der Liga" bewährt hat. "Und ich weiß, dass er auch weiterhin dazu bereit ist."

Die Center aber hält er für den Schlüssel im Titelkampf, da noch kein Team Champion geworden sei, das ausschließlich auf kleine Spieler setzt.

Mit Erick Dampier und Rückkehrer DeSagana Diop sei Dallas in der Mitte zudem erstklassig besetzt. "Dampier ist ein verdammt guter Starting Center in dieser Liga", lobt Carlisle den oft lethargischen Riesen und beteuert: "Das ist er wirklich." Auch Diop hätte jedoch die Klasse, bei vielen Teams zu starten.

Das Wasser kocht - "ein wenig heißer"

Ein Rivale in der Southwest Division hat sich jedoch hochkarätiger verstärkt. Das weiß auch Carlisle.

Dass die Houston Rockets Ron Artest geholt haben, "ist ein bedeutsamer Transfer, da dieser Spieler einen Unterschied macht." Dementsprechend hoch seien aber auch die Erwartungen an die Rockets, die mit Yao Ming und Tracy McGrady schon zwei Superstars hatten.

Der Kampf im Westen werde dadurch noch heißer, aber Carlisle ist dies egal: "Wenn man das Wasser von 105 auf 115 Grad erhitzt, kocht es doch nach wie vor - nur ein wenig heißer."

Deutschland "einfach nicht gut genug"

Wichtiger ist dem "Coach of the Year" von 2002, dass seine Akteure weitgehend fit sind.

Nur J.J. Barea plagt sich noch mit leichten Rückenschmerzen herum. Nowitzkis Ersatzmann Brandon Bass hingegen habe eine Verletzung seiner rechten Schulter auskuriert.

Und Nowitzki habe bei den Olympischen Spielen "eine großartige Erfahrung" gemacht. Zwar hätten die Deutschen gerne besser gespielt, "aber sie waren einfach nicht gut genug".

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