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Ricky Rubio debütierte schon mit 14 Jahren in der spanischen Liga ACB © getty

Das Super-Talent bleibt mindestens zwei weitere Jahre in Spanien und wechselt nach Barcelona. Die Timberwolves blitzen ab.

Von Matthias Becker und Björn Seitner

München - Der Transfer-Poker um Supertalent Ricky Rubio ist entschieden.

Wie Rubios bisheriger Klub, Joventut Badalona, am Dienstag bekannt gab, wechselt der 18 Jahre alte Point Guard von Joventut Badalona zum FC Barcelona.

Für den Transfer zahlt Barca angeblich 3,7 Millionen Euro an Badalona.

Schon zuvor hatte die Sporttageszeitung "Marca" vermeldet, dass nach einem Treffen zwischen Rubios amerikanischem Agenten Dan Fegan, Joventut-Präsident Jordi Villacampa und David Kahn, General Manager der Minnesota Timberwolves, nur noch letzte Details zu klären waren.

Badalona war mit Timberwolves einig

Damit haben sich auch die Hoffnungen der Timberwolves erledigt, den im Juni als Nummer fünf gedrafteten Rubio schon zur kommenden Saison in die NBA zu holen.

Badalona erklärte in diesem Zusammenhang, mit Minnesota bereits eine Einigung über den sofortigen Wechsel Rubios in die NBA erreicht zu haben. Dann habe allerdings der Spieler selbst auf einem Wechsel nach Barcelona bestanden.

Und das, obwohl Rubio sich zuvor noch sehr angetan davon gezeigt hatte, dass David Kahn sich am Wochenende extra auf den Weg nach Spanien gemacht hatte:

"Ich bin sehr stolz, dass die Timberwolves nach Spanien kommen um mich zu holen. Ich weiß, dass es ein Treffen gab und dass es Chancen für beide Seiten gibt", sagte Rubio "El Mundo Deportivo".

Wechsel 2011 möglich

Der Spielmacher, der bei Joventut noch einen gültigen Vertrag mit einer festgeschriebenen Ablöse von 5,7 Millionen Euro besaß, hat sich trotzdem für den Verbleib in Spanien entschieden.

In Barcelona soll er einen Sechs-Jahres-Vertrag erhalten, der es ihm frühestens 2011 ermöglicht, in die NBA zu wechseln.

Die Timberwolves konnten das finanzielle Angebot von Barca nicht mitgehen, da sie aufgrund der NBA-Regularien maximal 500.000 Dollar nach Badalaona hätten überweisen dürfen.

Lieber in die NBA als zum Konkurrenten

Der Ausgang des Transfer-Pokers dürfte auch Joventut nicht unbedingt schmecken.

Schließlich hatte der Verein schon klar gemacht, dass man Rubio lieber in die NBA ziehen lassen würde, als ihn an einen Liga-Konkurrenten abzugeben.

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