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Gilbert Arenas hat einen Karriere-Schnitt von 22,8 Punkten pro Spiel © getty

Die Washington Wizards müssen ohne Gilbert Arenas in die neue Saison starten. Das Knie des Spielmachers macht weiter Probleme.

Von Martin Hoffmann

München - Als Gilbert Arenas im Juli einen neuen Vertrag bei den Washington Wizards unterschrieb, gab er ein Versprechen ab: Er gelobte, dass sich sein Team in der kommenden Saison ein Meisterschafts-Banner ins Stadion hängen würde.

Ein gewagtes Versprechen - und das Fragezeichen, ob Arenas es für Washington einlösen kann, ist am Mittwoch noch größer geworden.

Denn der Star-Point-Guard des Hauptstadtklubs hat sich an diesem Tag erneut einem Eingriff an seinem bereits zweimal operierten Knie unterzogen.

Damit ist Gewissheit geworden, dass "Agent Zero" die gesamte Saisonvorbereitung verpassen wird - und wohl auch mindestens einen Monat der am 29. Oktober beginnenden Spielzeit.

"Keine große Sache"

Arenas ließ am Mittwoch eine Arthroskopie an seinem vorgeschädigten linken Knie vornehmen.

"Es haben sich Ablagerungen gebildet, die mich behindert haben", erklärte Arenas der "Washington Post": "Sie haben das Knie gereizt und darum haben wir uns entschieden, da ranzugehen und sie zu entfernen."

Der prominente Patient bezeichnet den Eingriff als "keine große Sache". Er hätte "ohnehin erwartet, noch ein paar Monate auszufallen". Arenas hat sein Comeback für Anfang Dezember eingeplant.

Eineinhalb Jahre Leidenszeit

Die erneute Knie-OP ist das neueste Kapitel einer Verletzungsgeschichte, die sich nun schon fast eineinhalb Jahre hinzieht.

Alles begann am 4. April 2007, als sich Arenas bei einem Zusammenstoß mit Charlottes Gerald Wallace einen Meniskusriss zuzog.

Die Saison war für Arenas vorbei und auch den Großteil der Spielzeit darauf verpasste er. Nach acht Saisonspielen musste er nach Komplikationen wieder unters Messer.

Zum Ende der Saison kehrte er wieder aufs Feld zurück, offensichtlich jedoch nicht mit 100-prozentiger Fitness. Während der ersten Playoff-Runde gegen Cleveland zog er die Notbremse und entschloss sich, nochmals auszusetzen.

"Wir schauen aufs große Ganze"

Trotz der chronischen Verletzungsprobleme entschlossen sich die Wizards im Sommer, den zum Free Agent gewordenen Arenas mit einem 111 Millionen Dollar schweren Sechs-Jahres-Vertrag auszustatten.

Die Frage, ob er dies angesichts der neuen Probleme jetzt bereuen würde, wischt Teampräsident Ernie Grunfeld allerdings beiseite.

"Er ist 26 Jahre alt und wir schauen aufs große Ganze - nicht auf einen Monat", wiegelt er ab: "Wir erwarten, dass er für einen langen Zeitraum ein herausragender Spieler für uns sein wird."

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