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"Schau mir in die Augen Kleiner", scheint Kevin Garnett (r.) zu George Bush zu sagen © imago

Anlässlich des 17. NBA-Titels empfängt US-Präsident George W. Bush das Team. Ein Celtics-Akteur hat ganz andere Sorgen.

Von Andreas Kloo

Boston/München - Der mächtige US-Präsident wirkte ein wenig verloren, als sich die großen Jungs um ihn scharten.

Anlässlich des 17. NBA-Titels der Boston Celtics hatte George Bush die Mannschaft ins Weiße Haus eingeladen. Doch das unwohle Gefühl bei Bush verflog rasch, als ihn die NBA-Stars reichlich beschenkten.

Ein Celtic-Trikot mit der Nummer 43 (Bush ist der 43. US-Präsident) hatte die Mannschaft ebenso im Gepäck wie einen Ball mit Autogrammen und einen 100.000-Dollar-Scheck für die Opfer von Hurrikan "Ike".

Da strahlte selbst George Bush, der eher als Baseball-Fan bekannt ist.

Lob von höchster Stelle für Pierce

Bei seiner Rede hob der Präsident ganz besonders die Leistung des Kapitäns Paul Pierce hervor, der von Knieschmerzen geplagt sein Team zum Titel führte.

"Verletzt in einem Meisterschaftsfinale anzutreten, ist das ultimative Zeichen für Führungsstärke", lobte Bush den MVP der Finalserie gegen die L.A. Lakers.

Der Hochgerühmte selbst meinte hinterher, ein Besuch beim Präsidenten sei nervlich anstrengender als ein NBA-Finale.

Doping-Sperre für Miles

Weniger erfreut dürfte sein Mitspieler Darius Miles sein. Denn die Zwangspause des 26-jährigen Forward wird sich wegen einer Sperre weiter verlängern.

Miles schlägt sich seit zwei Jahren mit Knieproblemen herum und hat in dieser Zeit kein NBA-Match mehr bestritten. Nun bestrafte ihn die Liga auch noch mit einer 10-Spiele-Sperre, da er gegen die Bestimmungen des Anti-Doping-Programms verstoßen hat.

In der letzten Saison wurde bei Miles das Amphetamin Phentermin festgestellt, der Wirkstoff eines Appetitzüglers. In Deutschland ist Phentermin bereits seit den 70er Jahren nicht mehr zugelassen,

Die Strafe für Miles wird aber erst fällig, wenn er physisch wieder in der Lage wäre zu spielen.

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