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Mark Cuban (r., hier mit Dirk Nowitzki) besitzt geschätzte 2,6 Milliarden Dollar © getty

Mark Cuban sorgt in einer Rede für Wirbel: Der Mavs-Besitzer befürwortet den Einsatz von auf der Dopingliste stehenden Substanzen.

Von Sebastian Binder

München - Mark Cuban hat in der NBA und der Doping-Debatte allgemein für einigen Wirbel gesorgt.

Der Boss der Dallas Mavericks sagte, dass er den kontrollierten Einsatz von Steroiden bei den Athleten gutheißen würde.

Vor allem bei der Behandlung von verletzten Spielern könnten die Medikamente zum Einsatz kommen.

"Ich bin nicht so sehr gegen Steroide. Wenn man Steroide legal macht, könnte man ernsthafte Nebenwirkungen ausschließen, wenn die Einnahme unter Aufsicht der Ärzte geschieht", sagte Cuban laut einem Bericht der Zeitung "Pittsburgh Tribune Review".

"Menschenverstand spricht für diese Vorgehensweise"

Ins Rollen gekommen war die Geschichte, als Cuban bei einer Veranstaltung der Pittsburgh University sprach. Dort wurde er nach Orlando-Magic-Forward Rashard Lewis gefragt, der während der letzten Playoffs wegen eines Dopingvergehens für zehn Spiele gesperrt wurde.

"Wir beschäftigen uns die ganze Zeit mit leistungsfördernden Dingen, nur nicht mit Steroiden", meinte der Milliardär.

"Man könnte sie fair einsetzen und strenge Grenzen ziehen. Immer vorausgesetzt, es gibt keine negativen Langzeitnebenwirkungen. Ich weiß, dass ich dafür bestimmt getötet werde, aber ich glaube auch, dass der gesunde Menschenverstand für eine solche Vorgehensweise spricht."

Vier Dopingkontrollen pro Jahr

Im Gespräch mit Reportern fügte er danach hinzu: "Man muss natürlich erst an den Punkt kommen, wo man jedes Risiko ausschließen kann, und da sind wir noch nicht."

Derzeit sieht das Reglement in der NBA vor, dass ein Spieler bei erstmaligem Steroid-Missbrauch für zehn Partien gesperrt wird. Bei einem erneuten Verstoß drohen 25 Spiele und bei einem dritten Vergehen schließlich ein Jahr Sperre.

Das Dopingprogramm der NBA schreibt vor, dass ein Spieler mindestens vier Mal pro Jahr unangemeldet kontrolliert wird (DATENCENTER: Der Spielplan).

"Cuban ist für Steroide"

Cuban gab zwar zu, dass er beim Thema Steroide "kein Experte" sei, doch wie man einen Medien-Hype kreiert, weiß der Mavericks-Boss dafür umso besser:

"Wenn jemand denken sollte, dass meine Aussagen streitbar sind, schön. Ich sehe schon die Schlagzeilen vor mir: 'Cuban ist für Steroide'."

Mit dieser Aussage dürfte er gar nicht so unrecht haben.

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