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Dirk Nowitzki wurde 2007 zum MVP der NBA gewählt © getty

Die Mavericks haben ihren Kader komplett umgekrempelt und wollen den Titel. Sport1.de stellt die erweiterten Favoriten vor.

Von Robert Gherda

München - Neben den Topfavoriten haben weitere Teams Titelambitionen. Auch die Dallas Mavericks um Dirk Nowitzki wollen endlich die begehrte Trophäe nach Texas holen.

In der Nacht auf Mittwoch (ab 1.30 Uhr LIVESCORES) starten die Mavs ihre Saison gegen die Washington Wizzards. (DATENCENTER: Der Spielplan)

Die Konkurrenz in der Western Conference ist jedoch sehr groß.

Ob Dallas den Sprung in die Finals schafft, erscheint mehr als fraglich.

Sport1.de wagt eine Prognose und stellt den erweiterten Favoritenkreis für den Titel vor.

Der erweiterte Kreis:

San Antonio Spurs:

Wichtigste Neuzugänge: Richard Jefferson (Milwaukee Bucks), Antonio McDyess (Detroit Pistons)

Wichtigste Abgänge: Bruce Bowen (Karriereende), Drew Gooden (Dallas Mavericks)

Das Dreigestirn der Spurs um Emanuel Ginobili, Tony Parker und Tim Duncan konnte in der vergangenen Saison verletzungsbedingt nur selten zusammenspielen.

Als Resultat daraus waren die Spurs zu einfach zu durchschauen und flogen bereits früh aus den Playoffs. Trainer Gregg Popovich hat seine Lehren daraus gezogen und das Team zur neuen Runde gezielt verstärkt.

Mit Richard Jefferson wurde ein neuer Scorer aus Milwaukee verpflichtet, und mit Antonio McDyess verfügt San Antonio über eine weitere Option unter dem Korb. McDyess, den die Detroit Pistons eigentlich unbedingt halten wollten, entschied sich vor allem auch deswegen für San Antonio, weil er den Titel holen will.

Und mit einer Starting Five aus Parker, Ginobili, Jefferson, McDyess und Duncan erscheint dieses Unterfangen durchaus möglich.

Zudem schnappten sich die Spurs mit DeJuan Blair im Draft noch einen weiteren herausragenden Spieler, der 2008 unter den College-Brettern beinahe nach Belieben dominierte. Bleiben die Spurs von Verletzungen verschont, ist ihnen alles zuzutrauen.

Sport1.de-Tipp: In den Conference-Finals ist gegen die Lakers Schluss.

Denver Nuggets:

Wichtigste Neuzugänge: Ty Lawson (Draft), Arron Afflalo (Detroit Pistons)

Wichtigste Abgänge: Dahntay Jones (Indiana Pacers)

Die Nuggets gehen beinahe unverändert in die kommende Saison. Starter Dahntay Jones ließen die Nuggets zu den Pacers ziehen und verpflichteten als Ersatz Afflalo aus Detroit.

Als Shooting Guard soll jedoch J.R. Smith starten, nachdem er seine Sieben-Spiele-Sperre zu Saisonbeginn abgesessen hat.

Smith mangelte es in der vergangenen Saison an Konstanz, aber der junge Guard verfügt über ein enormes Potenzial und könnte neben Carmelo Anthony dauerhaft zur zweiten Offensivoption werden.

Vom Talent her sind die Nuggets überhaupt ganz weit oben anzusiedeln, und seit Chauncey Billups in einem der besten Trades der letzten Jahre aus Detroit kam, hat die Mannschaft auch einen Lenker.

Das Problem in Denver ist jedoch die mangelnde Tiefe im Kader. Bereits in der vergangenen Playoffs scheiterte das Team an den Lakers, da diese eine tiefere Bank hatten und besser auf Ausfälle reagieren konnten. Dieses Problem wurde im Winter nicht behoben.

Sport1.de-Tipp: Denver hat das Potenzial für den Titel, aber San Antonio und L.A. sind dieses Jahr noch besser. Aus in Runde zwei.

Dallas Mavericks:

Wichtigste Neuzugänge: Shawn Marion (Toronto Raptors), Drew Gooden (San Antonio Spurs)

Wichtigste Abgänge: Jerry Stackhouse (ohne Verein), Brandon Bass (Orlando Magic)

Kaum ein Team hat seinen Kader im Winter so durcheinandergewirbelt wie die Mavericks 157259(DIASHOW: Die neuen Mavs). Mit Shawn Marion kam ein Lieblingsspieler von Besitzer Mark Cuban, der unter den Körben weiterhelfen wird und auch ein guter Scorer ist.

Als Resultat wird wohl Dirk Nowitzki oftmals als Center auflaufen und Coach Carlisle wird "Small Ball" spielen lassen.

Jason Kidd wird auch in der kommenden Saison den Takt angeben, und mit Josh Howard verfügen die Mavericks über eine weitere starke Option in der Offensive. Als Starting Center hat Erik Dampier ausgedient. Der phlegmatische Riese wird seinen Posten zur neuen Saison wohl an Drew Gooden abgeben müssen.

Und genau hier liegt das Problem der Mavericks. Dallas kann eine Reihe erstklassiger Forwards aufbieten, aber eine richtige Präsenz unter den Körben fehlt den Mavs. Wunschkandidat Gortat musste in Orlando bleiben und so müssen die Mavericks mehr auf Geschwindigkeit als auf Physis setzen.

Dallas hat sich als Team zweifelsohne verbessert im Vergleich zur letzten Saison, aber die Spitzenteams im Westen erscheinen momentan noch zu weit weg.

Sport1.de-Tipp: In Playoff-Runde zwei ist Schluss.

Portland Trail Blazers:

Wichtigste Neuzugänge: Andre Miller (Philadelphia 76ers)

Wichtigste Abgänge: Channing Frye (Phoenix Suns)

Portland gilt als das Team der Zukunft der NBA. Mit Brandon Roy, LaMarcus Aldrige, Rudy Fernandez, Travis Outlaw, Martell Webster und dem ehemaligen Nummer-Eins-Pick Greg Oden verfügen die Blazers über eine große Anzahl starker Nachwuchsspieler, die bereits zu Stars in der Liga gereift sind oder das Potenzial dazu haben.

Zusätzlich wurde im Winter auch noch Miller aus Philadelphia geholt, der in Portland von der Bank kommen wird und neben Steve Blake für den Spielaufbau verantwortlich sein soll.

Das Team wird 2009 weitere wichtige Erfahrungen sammeln. Und sollte Oden über einen längeren Zeitraum fitbleiben, könnte auch die ganz große Überraschung möglich sein.

Wahrscheinlicher ist jedoch, dass die Blazers in den Playoffs noch Lehrgeld bezahlen müssen.

Sport1.de-Tipp: Trotz großem Potenzial: Im Westen sind vier Teams noch stärker. Playoff-Aus in Runde eins.

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