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Paul Pierce (l.) wurde 2008 zum MVP der Finals ausgezeichnet © getty

Boston beendet beim Auswärtserfolg bei den Cleveland Cavaliers eine lange Durststrecke. Auch die Lakers siegen zum Auftakt.

Von Robert Gherda

München - Die Boston Celtics haben ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Der Champion von 2008 gewann zum Saison-Auftakt bei den Cleveland Cavaliers um LeBron James und Shaquille O'Neal mit 95:89. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Die Celtics beendeten damit eine lange Durststrecke, denn bei den Cavs verlor Boston zuletzt acht Spiele in Serie. In der vergangenen Saison hatten die Cavs überhaupt nur zwei Heimspiele verloren.

Dennoch steckte Shaquille O'Neal die Niederlage schnell weg. "Man kann im ersten Spiel keine Meisterschaft gewinnen", erklärte der 14-malige Allstar.

"Natürlich wären wir lieber mit einem Sieg gestartet, aber es sind noch 100 Spiele zu absolvieren. Wir haben ein gutes Team. Der Start ist nicht entscheidend. Nichts ist entscheidend, bis du nicht den Titel gewinnst", sagte Shaq.

Der Center erzielte bei seinem Debüt für die Cavaliers ein Double-Double. Neben zehn Rebounds verbuchte er auch zehn Punkte - jedoch nur zwei in der zweiten Halbzeit.

Cavs suchen Rythmus

Die Cavaliers versuchten, O'Neal frühzeitig in die Offense zu integrieren, fanden jedoch trotz 38 Punkten von LeBron James niemals ihren Rhythmus. Auch ein Verdienst der starken Gäste, für die James nach der Partie nur lobende Worte fand.

"Boston ist ein großartiges Team", erklärte der MVP der vergangenen Saison, um gleich an eine Kampfansage abzugeben. "Ich denke, wir werden uns in den Playoffs wiedersehen. Wir werden da sein."

Celtics zufrieden

Die Celtics, die sich im Winter mit Marquis Daniels und Rasheed Wallace verstärkt hatten, waren mit der Leistung zufrieden.

"Es war ein guter erster Tag", sagte Bostons Paul Pierce. "Psychologisch ist es natürlich super, wenn du zum Auftakt bei einem Konkurrenten gewinnst. Besonders, weil wir hier lange nicht mehr siegen konnten."

Pierce selbst war mit 23 Punkten Topscorer der Celtics und sicherte sich elf Rebounds. In den letzten 1:03 Minuten bewies Pierce zudem mit zwei wichtigen Sprungwürfen und zwei Freiwürfen seine Nervenstärke.

Bankspieler machen den Unterschied

Es war aber insgesamt eine starke Mannschaftsleistung und die tiefere Bank der Celtics, die den Sieg sicherte.

Die Bankspieler um Rasheed Wallace erzielten 26 Punkte und somit 16 mehr als die Ersatzspieler der Cavs. "Mir hat gut gefallen, was ich heute gesehen haben, weil jeder etwas beigesteuert hat", äußerte sich Coach Doc Rivers zufrieden.

Lakers starten mit Sieg

Einen gelungenen Saisonstart feierten auch die Los Angeles Lakers. Der Titelverteidiger tat sich bei seinem 99:92-Auftakterfolg gegen den Lokalrivalen Los Angeles Clippers allerdings schwer. 167948(Die Bilder)

Das Team von Trainer Phil Jackson bekam vor dem Spiel die Ringe als Champions verliehen und legte im Spiel zunächst flott los. Doch nachdem die Lakers zur Pause bereits deutlich geführt hatten, ließen sie die Clippers im dritten Viertel bis auf einen Punkt heranrücken.

Nach einem 10:2-Lauf zu Beginn des Schlussabschnitts war die Partie jedoch entschieden.

Jackson nahm sein Team in Schutz: "Es ist immer schwer, nach solchen Zeremonien ein Spiel zu bestreiten", sagte Jackson, der bereits den zehnten Ring entgegennahm. "Die Spannung ist schwer über das komplette Spiel hochzuhalten."

Bryant Topscorer

Kobe Bryant, mit 33 Punkten der Topscorer der Partie, schien ebenfalls zufrieden mit der Leistung des Teams: "Ich hatte das Gefühl, dass wir immer die Kontrolle über das Spiel hatten, auch als wir nur mit einem Punkt führten", erklärte der Shooting Guard.

Neben Bryant zeigte vor allem Center Andrew Bynum an seinem 22. Geburtstag mit 26 Punkten und 13 Rebounds eine starke Vorstellung.

Neuzugang Ron Artest erzielte zehn Punkte, und Lamar Odom, der für den verletzten Pau Gasol auflief, verbuchte 16 Punkte und 13 Rebounds.

Starker Kaman reicht nicht

Die Gäste, die ohne den verletzten Nummer-Eins-Pick Blake Griffin antreten mussten, schöpfen trotz der Pleite Hoffnung.

Spielmacher Baron Davis: "Wir hatten das Gefühl, dass wir das Spiel hätten gewinnen können. Aber wir haben ein paar Fehler gemacht und das reicht gegen ein starkes Team wie die Lakers."

Topscorer der Clippers war Eric Gordon mit 21 Punkten. Der deutsche Nationalspieler Chris Kaman zeigte mit 18 Punkten und 16 Rebounds ebenfalls eine starke Vorstellung.

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