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Dirk Nowitzki erzielte zum Saisonauftakt 34 Punkte gegen Washington © getty

Nach der Auftaktpleite gegen Washington stehen die Mavs bei den Los Angeles Lakers unter Druck. Nowitzki vermisst Josh Howard.

Von Robert Gherda

München - Die Vorfreude auf die neue NBA-Saison war groß in Dallas. Und auch Dirk Nowitzki sehnte den Saisonstart so sehr herbei "wie seit der Rookie-Saison nicht mehr.

"Ich habe den ganzen Sommer nicht gespielt, nur Einzel- und Konditionstraining gemacht", erklärte der Superstar.

"Deswegen hatte ich mich sehr auf den Saisonstart gefreut."

Doch bereits nach einem Spiel ist mussten die Mavs einen herben Dämpfer hinnehmen. Die überraschende Heimniederlage gegen das letztjährige Kellerkind Washington Wizards traf die Mavs hart.

Nowitzki rechnete fest mit Sieg

"Natürlich bin ich sehr enttäuscht", sagte Nowitzki. "Die Niederlage kam für mich sehr überraschend und eigentlich hatte ich mit einem Sieg gerechnet."

Die Pleite gegen Washington schmerzt vor allem auch deswegen, weil die Mavericks ein sehr schweres Auftaktprogramm vor sich haben. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Wir hätten den Sieg wirklich gut gebrauchen können, denn wir wollten einen besseren Saisonstart als letztes Jahr hinlegen", haderte der 31-Jährige.

2008 hatten die Mavericks sieben ihrer ersten neun Spiele verloren und kamen nur schwer in Tritt.

Erschwerend kommt in dieser Phase hinzu, dass den Mavericks mit Josh Howard und Neuzugang Tim Thomas zwei wichtige Spieler fehlen.

"Man hat gesehen, wie wichtig Josh für unsere Mannschaft ist", klagte Nowitzki.

Howard fehlt an allen Ecken und Enden

"Er kann in der Offensive seinen eigenen Wurf kreieren und ist einfach ein explosiver, dynamischer Offensivspieler."

Howard trainiert zwar schon wieder, aber wird den Mavs auch bei den kommenden Aufgaben nicht zur Verfügung stehen.

In der Nacht auf Samstag (ab 3.30 LIVESCORES) müssen die Mavericks bei den Los Angeles Lakers mit dem bisherigen Personal auskommen.

Nowitzki will die Verletzungsmisere aber ohnehin nicht als Ausrede gelten lassen.

"Natürlich war das gegen Washington ein Griff ins Klo ohne die beiden", erklärte der Power Forward, um jedoch sofort zu betonen:

"Aber die ganze Liga hat Verletzungssorgen und das gehört auch dazu."

Sechs Pleiten in Serie gegen Lakers

Die Mavericks müssen auf jeden Fall gegen den Titelverteidiger eine deutliche Leistungssteigerung zeigen, wenn nicht auch das zweite Saisonspiel verloren gehen soll.

Hoffnungen setzen die Mavericks dabei vor allem in Jason Terry, der in den letzten sechs Partien gegen die Lakers auf durchschnittlich 23,5 Punkte bei 51 Prozent Trefferquote kam.

Die Mavericks haben jedoch alle sechs Spiele verloren, allerdings keines höher als mit sieben Punkten Differenz.

Klar ist somit, dass nicht nur Terry gegen den Titelverteidiger eine deutliche Leistungssteigerung zeigen muss, wenn nicht auch das zweite Saisonspiel verloren gehen soll.

Und die Statistik spricht nicht für Dallas. Die Mavericks verloren 33 ihrer letzten 36 Gastspiele in Los Angeles.

Die Lakers sind ohnehin auch in dieser Saison für die meisten Experten der Topfavorit auf den Titel. (Zum Sport1.de-Favoritencheck)

Auftaktsieg für Kobe Co.

Zum Auftakt gegen Chris Kaman und die Clippers zeigte der Titelverteidiger nach der Champion-Zeremonie zwar nur zeitweise sein Potenzial, gewann schließlich aber doch souverän.

Dabei mussten die Lakers sogar auf Pau Gasol verzichten, der gegen die Mavs jedoch wieder zurückkehren soll und Nowitzki das Leben unter dem Korb schwer machen wird.

Trainer Phil Jackson sah die ganze Sache ohnehin nicht so dramatisch:

"Es ist immer schwer, nach solchen Zeremonien ein Spiel zu bestreiten", sagte Jackson, der bereits den zehnten Ring entgegennahm. "Die Spannung ist schwer über das komplette Spiel hochzuhalten." 167948(DIASHOW: NBA, Woche 1)

Geht das "Artest-Experiment" gut?

Das große Thema in Los Angeles ist jedoch das "Artest-Experiment": In der Sommerpause wurde mit Ron Artest für Trevor Ariza nur ein Teil der Meistermannschaft verändert, doch diese Personalie birgt große Risiken.

Viele Experten bezweifeln, ob das Zusammenspiel der beiden Egozentriker Kobe Bryant und Ron Artest funktionieren kann und spekulieren, dass die "tickende Zeitbombe" Artest früher oder später hochgehen wird, wenn er nicht genügend Würfe bekommt.

Der Start gegen die Clippers sah jedoch viel versprechend aus. Artest erzielte zehn Punkte, fünf Rebounds und vier Assists und wirkte teilweise sehr darauf bedacht, sich ins Team zu integrieren.

Jackson zufrieden mit Debüt

Oftmals suchte der Small Forward den besser postierten Mitspieler, anstatt selbst die Punkte erzielen zu wollen, was die Medien in der "Stadt der Engel" als gutes Zeichen werteten.

Auch Jackson war zufrieden:

"Zwar hat er zeitweise in der Offensive seine Chancen nicht mit der letzten Entschlossenheit genutzt, aber er war immer im Spiel", lobte der Trainer.

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