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Dirk Nowitzki überzeugte gegen die Lakers mit einem guten Händchen © getty

Den Texanern gelingt in LA ein überraschender Sieg gegen den Champion. Neben Nowitzki überzeugen vor allem Terry und Marion.

Von Matthias Fiedler

München/Los Angeles - Was für ein Comeback: Nach ihrem miserablen Saisonauftakt gegen die Washington Wizards machten es die Dallas Mavericks um Superstar Dirk Nowitzki beim Meister besser und bezwangen die Lakers in Los Angeles sensationell mit 94:80. (DATENCENTER: Der Spielplan)

Garant für den Erfolg war neben Topscorer Nowitzki mit 21 Punkten eine ausgeglichene Team-Leistung. Denn im Gegensatz zur Auftaktniederlage gegen die Wizards überzeugten ebenfalls Shawn Marion mit 18 und Jason Terry mit 16 Punkten.

"So stelle ich mir einen perfekten Auftritt vor. Egal, ob in der Offense oder Defense - das war eine richtig runde Teamleistung", resümierte Trainer Rick Carlisle, der vor allem mit der Verteidigung zufrieden sein konnte.

Die Mavericks gönnten dem Meister zu Hause nur 80 Punkte - ein Topwert.

Erster Sieg bei den Lakers seit März 2007

Der Erfolg gegen die Lakers kommt für die Texaner genau zum richtigen Zeitpunkt. Seit dem 11. März 2007 gelang den Mavericks kein Erfolg mehr im Staples Center.

"Wir haben hier ewig nicht mehr gewonnen, deshalb fühlt sich der Sieg gleich umso besser an", sagte eine überglücklicher Dirk Nowitzki und ergänzte:

"Die Pleite gegen Washington war uns ziemlich an die Nieren gegangen und hatte uns maßlos enttäuscht."

Sieg eine "Riesensache"

Nachdem die Mavs keine der letzten sechs Partien gegen die Lakers für sich entscheiden konnten, wog der Erfolg beim Meister gleich doppelt.

"Das war eine Riesensache und gibt uns vor allem für die nächsten Auswärtspartien richtig Selbstvertauen. Jetzt haben uns die Lakers auch auf dem Zettel", konstatierte Spielmacher Jason Kidd.

Der 36-Jährige führte glänzend Regie und verteilte 11 Assists. Auch an den Brettern dominierte Dallas, wobei sich Nowitzki und Erick Dampier zusammen gleich 20 Rebounds angelten.

Bryants 20 Punkte nicht genug

Bei den Gastgebern erwischte Superstar Kobe Bryant dagegen nur einen mäßigen Abend - 20 Punkte waren gegen die Carlisle-Truppe einfach zu wenig, auch wenn Andrew Bynum und ein gut aufgelegter Bankspieler Shannon Brown mit jeweils 14 und 12 Punkten Schützenhilfe leisteten.

Shannon blieb auch der einzige Lichtblick in einem sonst stotternden Lakers-Spiel, was viele Fans veranlasste, bereits Minuten vor Spielschluss die Halle zu verlassen.

Zu viele Lakers-Ballverluste

"Wir sind einfach nicht in unseren Rhythmus gekommen und fanden kein probates Mittel gegen die Mavericks-Offensive", analysierte Lakers-Coach Jackson.

Und Kobe Bryant mutmaßte: "Wir wollten heute wahrscheinlich etwas zu viel. Was rauskam waren dann nicht Punkte, sondern Ballverluste. Aber das wird schon wieder."

Lamar Odom, Josh Powell und Kobe Bryant vertändelten immer wieder den Ball, der verletzte All-Star Paul Gasol fehlte den Lakers an allen Ecken und Enden.

"Eine meiner längsten Nächte"

L.A. fand zu keinem Zeitpunkt in die Partie, rannte den Mavericks vier Viertel lang vergeblich hinterher. Im dritten Abschnitt enteilten die Gäste sogar auf 21 Punkte und verwandelte allein 25 von 32 Freiwürfen.

Eine nur durchschnittliche Wurfquote aus dem Feld und von der Dreierlinie sowie 19 Ballverluste taten ihr übriges.

"Das war eine meiner längsten Nächte in dieser Halle", gestand Lakers Coach Phil Jackson nach dem Spiel ein und erklärte: "Eigentlich müssten wir den Fans ihr Eintrittsgeld zurückgeben."

Für die mitgereisten Dallas-Fans war die Partie allerdings mit Sicherheit jeden Dollar wert.

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