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Chris Paul (l.) wurde 2008 hinter Kobe Bryant Zweiter bei der MVP-Wahl © getty

Nach der Niederlage gegen Boston brennen New Orleans' Superstar die Sicherungen durch. Erst die Co-Trainer können ihn besänftigen.

Von Christoph Haas

München/Boston - Die Boston Celtics haben nach dem 97:87-Erfolg gegen die New Orleans Hornets weiter Grund zum Jubeln.

Mit ihrem vierten Sieg im vierten Spiel bleibt das Team um Superstar Kevin Garnett ungschlagen und führt souverän die Atlantic Division in der Eastern Confernece an.

Paul Pierce war mit 27 Punkten erfolgreichster Werfer.

Ein Spieler der Hornets war so richtig angefressen: Point Guard Chris Paul. Nach Spielende stürmte er Richtung Kabine, um sich Bostons Rajon Rondo vorzuknöpfen und ihm an den Kragen zu gehen.(DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Chris Paul wütend

Der Hitzkopf war während des zweiten Viertels mit Rondo aneinander geraten. Nach einer Rangelei unter dem Korb kam es zu einem heftigen Wortgefecht, erst nach Eingreifen der Referees konnten die Spieler gebremst werden.

Der aufgebrachte Paul konnte vor der gegnerischen Kabine gerade noch von den dazwischen gehenden Assistent-Coaches der Celtics zurückgehalten werden.

"Rondo hat nur Glück, dass er mit Jungs wie Pierce, Ray Allen und Kevin Garnett zusammenspielen darf", sagte Paul sarkastisch über seinen Kontrahenten.

Er selbst machte 22 Zähler für die Hornets, die Niederlage konnte er aber nicht verhindern.

Vier Minuten Vollgas

Die Enttäuschung der Hornets war groß, da sie bis kurz vor Ende der Partie ebenbürtig auftraten.

Doch dann legte Boston beim Spielstand von 83:86 mit einem 11:3-Lauf in den letzten vier Minuten so richtig los und zog davon.

Allen steuerte 17 Punkte bei, Garnett gelangen 14 Zähler. Bei New Orleans war Peja Stojakovic mit 26 Punkten bester Werfer.

Nach dem überraschenden Erfolg im Season-Opener gegen Rivale Cleveland und deren Topstar LeBron James stehen die Celtics an der Spitze und werden auch die nächsten Partien mit breiter Brust bestreiten können. 167948(DIASHOW: Die Bilder der 1. Woche)

Sport1.de fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

Los Angeles Lakers - Atlanta Hawks 118:110

Nach der enttäuschenden Niederlage gegen Dirk Nowitzikis Mavericks zeigten sich die Los Angeles Lakers gut erholt.

Ein bärenstarker Auftritt von Kobe Bryant war der Grundstein zum 118:110-Erfolg über die Atlanta Hawks. 41 Zähler und acht Rebounds steuerte er bei, zum 97. Mal in seiner Karriere knackte er die 40-Punkte-Marke.

Im dritten Viertel entschied Los Angeles das Spiel und zog mit einem 18:0-Zwischenspurt davon.

Bei den Atlanta Hawks war Joe Johnson mit 28 Zählern punktbester Werfer.

Toronto Raptors - Orlando Magic 116:125

Beim 125:116 über die Toronto Raptors toppten die Orlando Magic mit 17 Dreiern ihren Bestwert aus dem ersten Saisonspiel und bleiben nach dem dritten Spiel ungeschlagen.

Mit 30 Treffern führte Jameer Nelson Orlando zum Sieg. Auch J.J. Redick hatte großen Anteil am Erfolg. Mit fünf Dreiern bei 27 Punkten schaffte er einen neuen persönlichen Rekord.

"Air Canada" Vince Carter war nicht mit von der Partie. Er verletzte sich am Freitag, hofft aber gegen die Detroit Pistons wieder dabei zu sein.

Die Raptors hatten in Chris Bosh ihren besten Spieler (35 Punkte, 16 Rebounds).

Miami Heat - Chicago Bulls 95:87

Beim 95:87-Sieg der Miami Heat über die Chicago Bulls überschritt Dywane Wade als 43. aktiver Spieler überhaupt die magische 10.000-Punkte-Grenze.

"Du musst einfach immer an dich glauben", sagte er überglücklich nach dem Spiel.

Seit der Saison 2004/05 gelang es Miami dieses Jahr erstmals wieder, mit drei Siegen in Folge in eine Spielzeit zu starten.

Das Spiel war eng. In einem wilden letzten Viertel wechselte die Führung siebenmal, doch Chicago vergeigte den Sieg, da sie ihre letzten sechs Versuche nicht verwandeln konnten.

Wade und Udonis Haslem punkteten mit jeweils 25 und 19 Punkten für Miami am besten.

Phoenix Suns - Minnesota Timberwolves 120:112

Channing Frye durfte sein Wurfkönnen beim 120:112 der Phoenix Suns über die Minnesota Timberwolves häufig von der Dreierlinie testen. Von zehn Versuchen traf er sechsmal und trug damit maßgeblich zum Sieg bei.

Für die Suns war es der dritte Sieg in Folge. Damit führen sie die Pacific Division an. Grant Hill stuerte 22 Punkte und 10 Rebounds bei.

Nach einer eher ausgeglichenen ersten Hälfte mir vielen Führungswechseln machte Phoenix die letzten sieben Punkte im zweiten Viertel und ging mit 67:61 in Führung.

In dritten Viertel bauten sie dann ihre Führung aus. Minnesota kam im letzten Abschnitt noch Mal bis auf fünf Punkte heran, doch die Suns ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen.

? Denver Nuggets - Memphis Grizzlies 133:123

Die Memphis Grizzlies machten es den Denver Nuggets bei der 123:133-Niederlag in Colorado nicht leicht.

Grizzly O.J. Mayo erzielte mit 40 Punkten einen persönlichen Rekord, und Denver musste hart für den Sieg kämpfen. Zur Pause führten die Gastgeber nur mit einem Punkt Vorsprung.

Danach wurden die Nuggets stärker, im dritten Viertel drehte vor allem Carmelo Anthony nochmal auf. Mit 42 Punkten insgesamt führte er die Nuggets zum Sieg.

Oklahoma City Thunder - Portland Trail Blazers 74:83

Trotz eines ausgepowerten Brandon Roy setzten sich die Portland Trail Blazers gegen Oklahoma mit 83:74 durch. Roy, der am Abend zuvor gegen Houston noch großartige 42 Punkte erzielte, war deutlich anzumerken, wieviel Kraft er in der vergangenen Nacht liegen lassen musste.

In diesem Spiel reichten 16 Punkte seinerseits, um den Sieg einzufahren.

Für Oklahoma traf Russel Westbrook (23 Punkte) am häufigsten, mit neun Turnovers schafft er allerdings einen negativen Karrierebestwert.

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