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Wohin führt der Weg der Dallas Mavericks mit Dirk Nowitzki (l.) und Jason Kidd? © getty

Neue Besen kehren gut - oder doch nicht? Kurz vor Beginn der Vorbereitung herrscht bei den Dallas Mavericks Aufbruchstimmung.

Von Patrick Freiwah

München/Dallas - Dirk Nowitzki Co. starten einen neuen Anlauf! In Kürze beginnen die Dallas Mavericks die Vorbereitung auf die kommende Saison.

Nachdem die Mannschaft in den vergangenen Jahren stets zum engen Favoritenkreis auf den Titel zählte, wurden die Erwartungen - zumindest im Umfeld - nach unten geschraubt.

Schließlich schaffte es das mit etlichen Stars gespickte Team, sich in den vergangenen beiden Spielzeiten stets in Runde eins aus den Playoffs zu verabschieden.

Carlisle und die Motivierten

Ein Umbruch steht an ? denn Chefcoach Avery Johnson musste seinen Hut nehmen und wurde durch Rick Carlisle ersetzt. Der 48-Jährige hat nun einen Monat bis zum Saisonstart Zeit, um ein Team zu bilden das nach wie vor den Anspruch hat, nach dem Titel zu greifen.

"Es liegt an uns Spielern zu beweisen, dass die vergangenen beiden Jahre Ausrutscher waren. Keiner außer uns glaubt, dass wir Champion werden können und genau darin liegt unsere Motivation", meint Point Guard Jason Terry.

Kidd unter der Lupe

Besondere Hoffnungen liegen auf Jason Kidd. Der Rückkehrer wurde bei den Mavs zum bestbezahlten Point Guard der Liga und hatte das Vorhaben, endlich seinen ersten NBA-Titel einzuheimsen.

Dass der Plan nicht aufging, liegt unter anderem daran, dass es Ex-Coach Johnson nicht schaffte, das Angriffsspiel auf den Superstar zuzuschneiden. Genau dies wird nun von Carlisle erwartet.

Hatte sein Vorgänger dafür vielleicht zu wenig Zeit, so werden von nun an die Karten neu gemischt ? und die Plätze in der Starting Five sind vakant wie zu keinem anderen Zeitpunkt.

"Ein bisschen Frieden"

Neben dem Chefcoach sorgen auch drei neue Co-Trainer für frischen Wind in Texas. Einer davon, Dwane Casey, sagt: "Ich habe das Gefühl, dass es an der Zeit war, frischen Wind reinzubringen. Ich bin überzeugt, dass Rick den Jungs mehr Frieden und Taktik beibringen kann."

Terry, ein Altgedienter und damit einer, der es wissen muss, pflichtet ihm bei: "Unser System in den vergangenen Jahren war wirklich ausgetüftelt, doch mit neuen Spielern ist man eben auch gezwungen, die Spielweise anzupassen", so der 31-Jährige.

Baustellen Kidd Howard

Nachdem Kidd unter Johnson nicht wie erwartet zum Zug kam, liegt die Hauptaufgabe des "Neuen" darin, den Superstar an die Form zu bringen, die er einst bei den New Jersey Nets (zwei Finaleinzüge) an den Tag legte.

Überschattet wurden die Schlagzeilen jüngst um die Entgleisungen von Josh Howard , doch nach dessen öffentlicher Entschuldigung geht es nun, so hofft der Klub, nur noch um's Sportliche.

Terry nimmt seine Mitstreiter in die Pflicht: "Ich finde, jeder Einzelne in diesem Team hat der Öffentlichkeit etwas zu beweisen."

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