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Chris Paul (l.) wurde 2005 an Position vier von den New Orleans Hornets gedraftet © getty

Dallas hat in New Orleans den vierten Sieg in Folge vor Augen, doch dann versagen die Mavs von der Linie. Nowitzki bleibt blass.

Von Robert Gherda

München - Sie waren so nah dran. Die Dallas Mavericks hatten den vierten Sieg in Serie bereits dicht vor Augen, doch am Ende musste sich das Team von Dirk Nowitzki bei den New Orleans Hornets mit 107:114 nach Verlängerung geschlagen geben. (DATENCENTER: Der Spielplan)

Dank eines überragenden Jason Terry, der 35 Punkte für die Mavs erzielte, führten die Texaner im "Big Easy" zehn Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit mit 97:94 und durften nach einem technischen Foul an die Freiwurflinie.

Doch dann ging für Dallas alles schief, was nur schiefgehen kann. Zunächst versagten Terry die Nerven, und nach dem Offensivrebound verwarf J.J. Barea zwei weitere Freiwürfe.

Mavericks versagen an der Linie

Im Gegenzug versenkte Peja Stojakovic einen Dreier und rettete die Hornets in die Verlängerung.

"Es ist eine verpasste Möglichkeit", kritisierte Terry: "Wir haben viel Herz und Willen gezeigt, aber viele Kleinigkeiten falsch gemacht und die Freiwürfe nicht getroffen."

Besonders ärgerte sich der Guard über die Tatsache, dass die Mavericks bei einer Dreipunkte-Führung nicht gefoult haben:

"Wir müssen in dieser Situation einfach foulen. Das hätte ein Meisterteam gemacht. Offensichtlich sind wir noch nicht dort, aber wir werden daraus lernen."

Die Schlussphase musste Dirk Nowitzki von der Bank aus verfolgen: Der Forward musste 2:38 Minuten vor dem Ende mit seinem sechsten Foul vorzeitig vom Platz.

Nowitzki schwach

Nowitzki kam einen Tag nach seiner herausragenden Leistung gegen die Utah Jazz in New Orleans lediglich auf zwölf Punkte und fünf Rebounds und traf dabei nur vier seiner 13 Wurfversuche. 170226(Die Bilder)

Ohne ihren Superstar hatten die Mavericks in der Overtime den Gastgebern nichts mehr entgegen zu setzen. New Orleans zog auf und davon und siegte letztlich dank eines überragenden Chris Paul souverän.

Der kleine Point Guard erzielte 39 Punkte und verteilte sieben Assists. David West unterstützte ihn mit 25 Zählern und zehn Rebounds.

Scott fordert sein Team heraus

Vor dem Spiel hatte Hornets-Trainer Byron Scott seinem Team nach zuletzt zwei Pleiten in Boston und New York Druck gemacht.

"Wir sind kein Team. Wir sind derzeit nur eine Ansammlung Individualisten", sagte Scott seinen Spielern am Mittwoch.

"Ich kann mich ganz gut zurückhalten, aber wenn es rauskommt, dann richtig", erläuterte der 48-Jährige seinen Wutanfall nach dem Erfolg gegen die Mavericks.

Paul selbst war nach dem zweiten Saisonsieg stolz auf das Team: "Unser Trainer hat uns vor dem Spiel herausgefordert, und wir haben heute sehr viel Entschlossenheit gezeigt."

Der Spielmacher warnt jedoch davor abzuheben:

"Nur weil wir gewonnen haben, heißt das noch lange nicht, dass alle Probleme gelöst sind", mahnte Paul.

"Das Lustige ist, dass wir das Spiel verlieren, wenn sie ein paar der Freiwürfe machen, und dann wäre wieder die Frage gekommen: 'Was läuft immer noch schief?'"

Beabois mit Debüt als Starter

Auch bei Dallas läuft noch Einiges schief, denn neben Terry zeigte nur Erik Dampier Normalform. Der Center verbuchte ein Double Double (16 Punkte, 14 Rebounds).

Rookie Rodrigue Beaubois kam bei seinem Debüt als Starter für den verletzten Quinton Ross genauso auf neun Punkte wie Jason Kidd, der im Spielmacherduell gegen Paul klar den Kürzeren zog.

Shawn Marion brachte es nur auf acht Zähler.

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