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Über die Baseline: Jason Richardson zieht gegen Eddie House (l.) zum Korb © getty

Nach sechs Siegen in Folge finden die Celtics ihren Meister in den Phoenix Suns. Jason Richardson ist nicht zu bremsen.

Von Felix Götz

München - Nach sechs Siegen in Folge haben nun auch die Boston Celtics bei der 103:110-Niederlage gegen die Phoenix Suns ihre erste Saisonpleite kassiert - damit hat kein Team mehr eine weiße Weste. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse).

Die Gründe für den Misserfolg im heimischen TD Garden: Die Defense der Celtics, die nicht wie gewohnt funktionierte, und Suns-Guard Jason Richardson, der einen Sahnetag erwischte.

Erstmals in dieser Saison ließ der Champion von 2008 über 90 Punkte zu, so dass auch der starke Auftritt von Kevin Garnett in der Offensive, der in dieser Spielzeit erstmals auf 26 Zähler kam, nichts mehr nutzte.

Richardson deckte die seltenen Schwächen der Celtics-Defense schonungslos auf. Der 28-Jährige war mit 34 Punkten Topscorer der Partie und pflückte zudem zehn Rebounds vom Ring.

Sperre wegen Trunkenheit

"Nach dem ersten Viertel war bereits klar, dass ich einen Lauf habe. Irgendwann hat es sich so angefühlt, als ob diesmal alles gelingt", sagte "J-Rich".

Dabei hatte die Saison für den 1,98-Meter-Mann nicht sonderlich gut begonnen.

Er wurde von der Liga wegen Trunkenheit am Steuer für zwei Spiele gesperrt und blieb in seiner letzten Partie gegen Orlando ohne jeglichen Punkt.

"Ein toller Spieler"

"Er ist ein toller Spieler. Wir werden ihm alle Möglichkeiten geben, um erfolgreich zu sein", lobte Teamkollege Steve Nash, der mit 16 Zählern und 12 Assists ebenfalls eine starke Vorstellung bot.

Zweitbester Scorer bei den Suns, die 13 ihrer 24 Dreier versenkten, war Amare Stoudemire mit 22 Punkten.

Die NFL wäre schlimmer

Sonderlich sauer war auf Seiten der Celtics angesichts der ersten Niederlage niemand.

"Wenn wir jetzt in der NFL wären, dann müssten wir jetzt eine ganze Woche warten. So können wir aber unsere Fehler bald wieder vergessen machen", sagte Ray Allen.

Der Guard kam auf 16 Punkte, sieben Rebounds und vier Assists.

Taktisches Fehlverhalten

Auch Bostons Trainer Doc Rivers war milde gestimmt. Auch wenn er bei seinem Team taktisches Fehlverhalten erkannt hatte, als die Celtics dreieinhalb Minuten vor Ende die Chance um wieder ranzukommen hatten.

"Das war das einzige, was mir nicht gefallen hat. Anstatt einen freien Wurf aus der Halbdistanz herauszuspielen, haben wir es mit einem Dreier versucht", monierte der 48-Jährige.

Und weiter: "Das war aus meiner Sicht völlig untypisch für meine Mannschaft.

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