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Chris Kaman (r.) wurde 2003 in der ersten Runde von den L.A. Clippers ausgewählt © getty

New Orleans beendet die Seigesserie von Chris Kamans Clippers. San Antonios Manu Ginobili erwischt gegen Toronto einen Sahnetag.

Von Matthias Fiedler

Es ist wie ein Fluch: Der deutsche Nationalspieler Chris Kaman und seine Los Angeles Clippers können gegen die New Orleans Hornets einfach nicht gewinnen.

Bei der 84:112-Pleite waren Kamans 14 Punkte einfach zu wenig. In den letzten sechs Partien hatte er jeweils mindestens 20 Punkte verbucht.

"Meine Jungs wollten heute Abend einfach zu viel", resümierte Clippers-Trainer Mike Dunleavy nach der bitteren Niederlage.

Bereits zum zehnten Mal in Folge unterlagen die Clippers den Gästen aus dem "Big Easy". Das heimische Staples Center scheint dabei nicht das beste Pflaster für eine Trendwende zu sein, denn allein sechs Niederlagen hagelte es dort. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Paul verletzt sich

Nach zuletzt drei Siegen hat die Erfolgsserie L.A.s damit vorerst ein Ende gefunden. Und dabei wäre ein Erfolg durchaus drin gewesen.

Denn Hornets-Superstar Chris Paul verletzte sich Ende des ersten Viertels am Knöchel und musste raus.

Bis dato hatte der Wirbelwind sein Gegenüber Baron Davis ziemlich alt aussehen lassen. Sieben seiner elf Wurfversuche fanden das Ziel, was den Gästen zu einer 35:28-Führung verhalf.

Brown und Stojakovic stark

Paul konnte sich außerdem auf seine Teamkollegen Devin Brown und Peja Stojakovic verlassen, die allein im ersten Viertel mit sechs von acht verwandelten Dreiern für einen guten Start sorgten.

In den nachfolgenden Vierteln rannte L.A. den Hornets weiter hinterher. 14 Punkte betrug der Rückstand bereits zur Halbzeit.

Wohl auch, weil Paul zu Beginn des zweiten Abschnitts überraschend aufs Feld zurückkehrte. Insgesamt erzielte der Spielmacher 24 Punkte und 10 Assists. Schützenhilfe bekam er von Devin Brown, der 25 Zähler markierte.

"Haben gut verteidigt"

"Wir haben wirklich gut verteidigt, was bisher nicht immer so war. Aber das wird nötig sein, um in den nächsten Partien siegreich vom Platz zu gehen", erklärte ein kritischer Chris Paul.

Für die Clippers ist gegen Oklahoma am Mittwoch Wiedergutmachung angesagt. Kamans Team belegt derzeit den 4. Rang in der Pacific-Division.

Ebenfalls auf Platz vier rangieren die Hornets in der Southwest-Division. Die Mannschaft von Coach Byron Scott muss am Mittwoch bei den Phoenix Suns ran.

Sport1.de fasst das weitere Geschehen in der NBA zusammen:

San Antonio Spurs - Toronto Raptors 131:124

Der vierfache Meister San Antonio ließ trotz des verletzungsbedingten Ausfalls von Leistungsträger Tim Duncan und Tony Parker gegen Toronto nichts anbrennen.

Einen zwischenzeitlichen Zehn-Punkte-Vorsprung der Gäste im zweiten Viertel glichen die Texaner bis zur Pause aus.

Bester Mann auf dem Platz der Hausherren war Manu Ginobili, der 36 Punkte einstreute. Bei den Raptors ragte Chris Bosh mit 32 Zählern und neun Rebounds heraus.

New York Knicks - Utah Jazz 93:95

Die Utah Jazz behielten bei den New York Knicks die Oberhand. Carlos Boozer und Andrei Kirilenko erzielten dabei jeweils 23 Punkte für die Gäste.

Für die Gastgeber waren Wilson Chandler mit 17 Punkten und Larry Hughes sowie David Lee mit jeweils 12 Treffern erfolgreich.

Philadelphia 76ers - Phoenix Suns 115:119

Die Philadelphia 76ers unterlagen zu Hause den Phoenix Suns nur denkbar knapp. Herausragend bei den Suns waren Jason Richardson mit 29 Punkten und Spielmacher Steve Nash, der 21 Zähler einstreute.

Philadelphia hatte in Andre Iguodala und Mareese Speights mit jeweils 24 und 20 Punkten ihre Besten.

Entscheidend zum dritten aufeinanderfolgenden Auswärtserfolg des Teams aus Arizona trug vor allem die Dreierquote bei - 15 von 30 Versuchen fanden ihr Ziel.

Golden State Warriors - Minnesota Timberwolve 146:105

Die Golden State Warriors feierten zu Hause gegen die Minnesota Timberwolves einen Kantersieg.

Besonders gut aufgelegt bei den Gastgebern war Kelenna Azubuike, der mit 31 Punkten seine bisher beste Saisonleistung ablieferte.

Für die T-Wolves war Jonny Flynn mit 20 Punkten, fünf Rebounds und sechs Assists am auffälligsten.

Warriors-Coach Don Nelson war mit seiner Truppe nach zuletzt zwei verlorenen Spielen gegen die L.A. Clippers und Sacramento Kings zufrieden:

"Mein Team hat viele Sachen richtig gemacht, die wir zuvor im Training verstärkt geübt hatten."

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