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Dirk Nowitzki (r.) und Ryan Hollins (M.) spielten letztes Jahr gemeinsam bei den Mavericks © getty

Ohne Josh Howard setzt sich Dallas in Minnesota durch. Dirk Nowitzki erzielt in der entscheidenden Phase 15 Punkte.

Von Rainer Nachtwey

München/Minneapolis - Es waren keine guten Vorzeichen, mit denen die Dallas Mavericks in die Partie bei den Minnesota Timberwolves gingen.

Josh Howard wird den Texanern für längere Zeit fehlen.

Die Mavericks gaben vor dem Spiel bekannt, dass Howard seine Reha wegen einer Sprunggelenks-OP im Sommer wieder aufnehmen wird, ohne dabei am Spielbetrieb teilzunehmen. (DATENCENTER: Tabelle und Ergebnisse)

Zeitpunkt steht nicht fest

"Die Entscheidung ist eine Entscheidung für meine Gesundheit", sagte Howard. "Ich möchte zu 100 Prozent fit sein. Für mich gibt es kein dazwischen, und das war es in den letzten Spielen definitiv. Das weder gut für mich, noch für das Team."

Besitzer Mark Cuban sagte zwar, dass es keinen Zeitpunkt für Howards Rückkehr gäbe - "Jeder der einen Datum nennt, rätselt nur. Es kann eine Woche oder ein Monat sein" - "ESPNDallas.com" berichtet aber, dass er voraussichtlich bis Ende Dezember ausfällt.

Ohne Howard, der letzte Saison wegen der Blessur am Sprunggelenk 30 Spiele verpasst hatte, kamen die Mavericks auf eine Bilanz von 17 Siegen bei 13 Niederlagen, mit Howard im Kader waren es 33 Erfolge bei nur 17 Pleiten.

Mavericks siegen in Minneapolis

Der Statistik zum Trotz setzen sich die Mavs bei den Timberwolves durch. Dank eines Zwischenspurts im dritten Viertel, als die Mavericks auf 72:53 davonzogen, siegte Dallas mit 89:77.

Großen Anteil am Erfolg hatte Dirk Nowitzki, der 15 seiner 20 Punkte in der entscheidenden Phase erzielte.

13 Punkte in sieben Minuten

Dafür war aber anscheinend ein Hallo-Wach-Erlebnis mit Ex-Maverick Ryan Hollins von Nöten.

Nowitzki geriet mit Minnesotas Center aneinander, erhielt ein technisches Foul und drehte anschließend auf.

"Hollins setzt immer wieder seine Ellbogen ein. So spielt er nun Mal", relativierte Nowitzki nach dem Spiel, "aber irgendwann hatte ich das Gefühl, dass es genug ist."

Nach dem technischen Foul sorgte er mit 13 Punkten, 5 Rebounds und 3 Blocks innerhalb von sieben Minuten für die Vorentscheidung.

Frühes Ende für Hollins

Für Hollins lief es dagegen weit aus weniger gut. Nicht nur, dass seine Mannschaft die neunte Niederlage im zehnten Spiel kassierte, er durfte das Ende der Begegnung von der Kabine aus verfolgen.

Als er erneut wegen einer Ellbogen-Aktion mit Drew Gooden aneinandergeriet, erhielt er sein zweites technisches und flog vom Court.

Nowitzki saß da bereits auf der Bank - wie das komplette Schlussviertel - und erholte sich von den Strapazen.

Unterstützung durch Marion und Terry

Neben Nowitzki trumpften bei den Mavericks Shawn Marion und Jason Terry auf. Marion war mit 15 Punkten nach Nowitzki bester Werfer und glänzte mit einem krachenden Dunk in der Anfangsphase zum 16:14.

Die Vorlage kam von Terry. Nach einem Steal lief er über den Court, ließ den zurückeilenden Oleksiy Pecherov alt aussehen, indem er Marion mit einem Pass hinter den Rücken bediente.

Insgesamt kam Terry auf 4 Assists, erzielte 12 Punkte, schnappte sich 6 Rebounds und klaute dreimal den Timberwolves den Ball.

Mitte des dritten Viertels setzte er erneut ein Ausrufezeichen, als er selbst einen Steal mit einem Dunk abschloss.

"Ritter" Flynn

Bei den Timberwolves war Rookie Jonny Flynn mit 11 Punkten bester Werfer. Allerdings machte der Frischling einen großen Fehler. Der 1,85-Meter-"Zwerg" eilte Hollins zur Hilfe, als der in das Scharmützel mit Nowitzki verwickelt war.

"Immer wenn einer meiner Teamkollegen in etwas verwickelt ist, werde ich ihm zur Seite stehen", sagte Flynn mit stolz geschwellter Brust.

Bei Nowitzki erntete der "heldenhafte Ritter" nur ein müdes Lächeln: "Ich weiß nicht was Flynn von mir wollte und warum er so erbost war. Darüber braucht man gar nicht reden. Was zwischen Hollins und mir passiert ist, passiert 10 Mal im Spiel."

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