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Aaron Brooks wurde 2007 in der ersten Runde von den Houston Rockets verpflichtet © getty

Der Rockets-Spielmacher legt gegen L.A. mächtig los. Phoenix fährt einen Zittersieg ein. Den Clippers glückt eine Revanche.

Von Matthias Fiedler

München ? Es schien, als hätten die Houston Rockets die knappe 102:103-Pleite gegen die Los Angeles Lakers zu Beginn der Saison richtig angestachelt. (DATENCENTER: Tabelle und Ergebnisse)

Mit einem 101:91-Erfolg revanchierten sich die Texaner eindrucksvoll und fügten den Lakers so die zweite Niederlage in Folge zu.

Dabei schien vor allem Trevor Ariza, der vor der Saison nach Houston gewechselt war und an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrte, seine Mannschaft noch einmal extra zu motivieren.

Denn Ariza bekam von den Lakers-Spielern Kobe Bryant und Derek Fisher vor Anpfiff der Partie noch nachträglich seinen Meisterschaftsring überreicht, was Wunder wirken sollte.

"Ich habe noch nie zuvor einen NBA-Ring gesehen", gestand Arizas Teamkollege Aaron Brooks: "Das hat uns einen richtigen Push gegeben."

Brooks legt los

Brooks legte auch sofort los wie die Feuerwehr, warf insgesamt fünf Dreier und erzielte 33 Punkte - Karriere-Bestleistung.

Seine zehn aufeinander folgenden Zähler im dritten Viertel verhalfen den Rockets zu einem 76:68-Vorsprung, von dem sich die Lakers nicht mehr erholten.

Brooks wurde daher im vierten Viertel kaum noch gebraucht und konnte sich den Großteil der Zeit auf der Bank ausruhen.

Ariza und Bryant schwach

Einen nicht so glänzenden Tag erwischte hingegen Trevor Ariza, der mit nur neun Punkten weit unter seinem Durchschnittswert von 19,4 Zählern blieb.

Allerdings hätte es einen gut aufgelegten Ariza im Staples Center gar nicht gebraucht. Denn Lakers-Superstar Kobe Bryant blieb mit "nur" 18 Punkten für seine Verhältnisse eher blass, was vor allem an seiner Leistenverletzung lag, die er sich vor einer Woche gegen New Orleans zugezogen hatte.

"Ich fühlte mich schon besser. Es war in Ordnung und ich will hier keine Ausreden erfinden", sagte Bryant und befand: "Sobald du einer Mannschaft Selbstvertrauen schenkst, trifft sie auch schwierigere Würfe. Wir hätten sie besser verteidigen müssen. Aber in den nächsten Spielen werden wir das besser machen. Schließlich wissen wir, was auf dem Spiel steht."

Houston dominiert die Bretter

Ron Artest, der in der Sommerpause von Houston nach L.A. gewechselt war, kam auf 22 Punkte, Teamkollege Andrew Bynum erzielte 21 Zähler und elf Rebounds für die Lakers.

Doch trotz Bynums Bemühungen unter dem Korb, dominierte Houston mit 60:38 Rebounds deutlich die Bretter, was wohl nicht zuletzt auch am Fehlen von Center Pau Gasol lag, der schon seit zehn Spielen aufgrund einer gezerrten Kniesehne ausfällt.

Als Ausrede wollte das Lakers-Coach Phil Jackson nicht gelten lassen: "Die Rockets sind dem Ball richtig gut hinterher gegangen und haben sich vor allem im zweiten Viertel immer bessere Wurfchancen erarbeitet", urteilte er und ergänzte:

"Wir hätten uns den Scouting-Report wohl etwas besser durchlesen sollen. Dann hätten wir gewusst, dass David Andersen auch werfen kann."

Andersen top

Der Australier, der bei Houston von der Bank kam, überraschte und streute 19 Zähler ein, was seinem Team zum sechsten Saison-Sieg verhalf.

"Wir haben die Führung im Spiel gut verteidigt und einen großen Schritt nach vorn gemacht. Das müssen wir so beibehalten", resümierte Aaron Brooks, der zuversichtlich auf die nächste Partie am Dienstag gegen Phoenix schaut.

Sport1.de fasst das weitere Geschehen in der NBA zusammen:

?Phoenix Suns - Toronto Raptors 101:100

Einen echten Zittersieg fuhren die Suns vor heimischer Kulisse gegen die Toronto Raptors ein. 51 Sekunden vor Ende besorgte Torontos Hedo Turkoglu noch die 100:98 Führung.

Doch die Raptors hatten die Rechnung ohne Steve Nash gemacht, der mit einem Layup und anschließendem Bonusfreiwurf aufgrund eines Fouls das 101:100 erzielte.

Glück für die Suns: Turkoglu vergab in den letzten 32 Sekunden noch zwei Mal, und Phoenix rettete sich so über die Zeit.

Stoudemire feiert schon eher

Amare Stoudemire, der seinen Geburtstag mit dem Sieg schon vorzeitig feiern konnte, hatte mit 30 Punkten großen Anteil am neunten Saison-Erfolg, ebenso wie Spielmacher Steve Nash, der 23 Zähler erzielte.

"Jedes Spiel, das so endet ist einfach gigantisch", freute sich Stoudemire nach dem Spiel diebisch.

Bei den Raptors glänzten Chris Bosh mit 25 Treffern und Turkoglu, der 20 Punkte sammelte. "Wir wollten den Punkt, aber er fiel einfach nicht. Das ist unglücklich", sagte Torontos Trainer Jay Triano.

?Oklahoma City Thunder ? L.A. Clippers 93:101

Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge, unter anderem einer Heimpleite gegen Oklahoma vor vier Tagen, haben die Clippers wieder Fahrt aufgenommen und sich revanchiert.

Mit dem Erfolg klettert L.A. zudem in der Tabelle nach oben und liegt nun auf Platz vier der Pacific Division.

Der deutsche Nationalspieler Chris Kaman bestätigte erneut seine derzeit hervorragende Form und kam auf 25 Punkte. Baron Davis unterstützte ihn mit 24 Zählern.

"Jeder Sieg ist wichtig"

"Im Moment ist für uns jeder Sieg eine große Sache. Die Niederlage gegen Oklahoma City zuletzt war sehr frustrierend. Deshalb ist es gut, dass wir die Punkte hier entführen konnten", erklärte Kaman.

Auf Seiten der Thunder glänzte Kevin Durant mit 40 Punkten. Russell Westbrook war mit 17 Treffern dem überragenden Durant die größte Hilfe.

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