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Der Siegtreffer: Dirk Nowitzki wirft über Luc Richard Mbah a Moute (r.) hinweg © getty

Dirk Nowitzki schießt die Mavs in den letzten Sekunden der Verlängerung zum Sieg. Shawn Marion verletzt sich und muss raus.

Von Matthias Fiedler

Milwaukee/München - Die Partie bei den Bucks war an Spannung wohl kaum zu überbieten. (DATENCENTER: Tabelle und Ergebnisse)

Erst sicherte Jason Terry mit seinem erfolgreichen Baseline-Jumper 32 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit den Mavs die Verlängerung ? und dann wurde es noch mal brenzlich.

Denn in den folgenden fünf Minuten konnte sich keines der Teams annähernd absetzen. Bis Jason Kidd nach Brandon Jennings vergebenen Dreipunktewurf 3,1 Sekunden vor Schluss in der gegnerischen Hälfte Einwurf hatte.

Kidd schaute, suchte Nowitzki und fand den Würzburger schließlich gut einen Meter über der Freiwurflinie.

Nowitzki mit der Erlösung

Der fackelte nicht lange, drehte sich und schloss im Rückwärtsfallen ab. Der Ball sprang zuerst auf den Ring, dann ans Brett und fiel schließlich mit dem Ertönen der Shot-Clock rein. Ende, Aus, die Mavericks entführen mit 115:113 die Punkte aus Milwaukee.

Nowitzki sicherte seinen Mavs nach dem Erfolg über Detroit damit erneut den Sieg und war mit 32 Punkten und elf Rebounds der überragende Mann auf dem Parkett.

Nach dem erlösenden Wurf gab es für die Gäste kein Halten mehr. Nowitzki stürmte zur Bank und sprang auf und ab, freute sich wie ein kleiner Junge.

"Ich dachte, der Ball würde sofort reingehen. Dass er hochsprang war Glück. Es fühlte sich allerdings an wie eine Ewigkeit, bis er wieder runter kam. Aber das haben wir gebraucht", sagte ein überglücklicher Nowitzki, der allein in der Verlängerung sieben Punkte erzielte.

Kidd fast mit Triple-Double

"Den Ball so zu fangen war extraklasse. Und dann hat Dirk einfach das gemacht, was er immer macht. Körbe. Er macht das jetzt schon seine ganze Karriere für uns. Unglaublich", konnte Jason Kidd das irre Finish kaum in Worte fassen.

Der Spielmacher schrammte nur knapp an einem Triple-Double vorbei, markierte neun Punkte, zehn Rebounds und 17 Assists.

Jennings vergibt

Zu Beginn des dritten Viertels war Dallas schon bis auf 18 Punkte davongezogen. Doch die Bucks kämpften sich heran und gestalteten die Partie bis zum Ende eng.

Allen voran Rookie Brandon Jennings, der nach seinem 55-Punkte-Auftritt gegen die Warriors am vergangenen Samstag wieder glänzte, 25 Punkte, sieben Rebounds und acht Vorlagen einsammelte.

Aber Jennings wollte zuviel, schloss sowohl in der Schlussphase als auch in der Verlängerung zu überhastet ab und gab den Mavs dadurch die Chance, das Spiel zu ihren Gunsten zu entscheiden.

Gooden glänzt - Marion verletzt

Drew Gooden stand erneut für den immer noch geschwächten Erick Dempier in der Startaufstellung von Dallas und überzeugte mit 22 Zählern und 14 Rebounds.

Pech für die Mavericks: Im zweite Viertel verletzte sich auch Shawn Marion am linken Knöchel und musste raus. Dallas-Besitzer Marc Cuban gab aber Entwarnung und meinte, es sei nicht allzu schlimm.

"Wichtiger Sieg für uns"

Mavericks-Coach Rick Carlisle war mit dem Auftritt seiner Jungs und dem dritten Sieg in Folge rundum zufrieden: "Wir sind glücklich, dass es so ausgegangen ist. Beide Teams hätten den Sieg verdient gehabt. Das ist ein wichtiger Erfolg für uns."

Mit dem Spiel in Milwaukee endet für die Mavericks vorerst eine Auswärtsserie von vier Partien. Am Mittwoch warten im heimischen American Airlines Center die San Antonio Spurs.

Die Bucks erhalten nach zuletzt vier Siegen in Folge einen Dämpfer, können ihre Fans in der nächsten Begegnung gegen die New Jersey Nets aber wieder versöhnen.

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