vergrößernverkleinern
Mavericks-Star Dirk Nowitzki schied mit dem deutschen Olympia-Team in der Vorrunde aus © imago

Immer mehr NBA-Stars zieht es über den großen Teich. Und auch Dirk Nowitzki liebäugelt offenbar mit einer Rückkehr nach Europa.

Von Andreas Kloo

München -Seit nunmehr zehn Jahren spielt Dirk Nowitzki in der NBA für die Dallas Mavericks, entwickelte sich zum Star der Mannschaft. Nur der NBA-Titel fehlt ihm noch als Krönung.

Stellt sich die Frage, wie lange Nowitzki den Mavericks noch treu bleibt. Selbst eine Rückkehr nach Deutschland scheint momentan nicht mehr ausgeschlossen.

"Vor ein paar Jahren hätte ich gesagt, das ist undenkbar. Aber jetzt bin ich 30. Mal sehen, wo in ein paar Jahren mein Lebensmittelpunkt liegt", blickt der NBA-Star in der Münchner Zeitung "tz" vielsagend in die Zukunft.

"Vielleicht sage ich auch mit 35, es macht mir noch Spaß, aber 82 Spiele müssen nicht mehr sein, aber mir fehlt der Wettkampf. Dann könnte es schon sein, dass ich in Europa angreife", so Nowitzki weiter.

Russische Klubs locken mit Millionen

Auch finanziell bieten sich die europäischen Ligen mehr und mehr als Alternative zu einem Engagement in der NBA an, allen voran die russischen Klubs.

Der Erstligist Khimki BC eiste Carlos Delfino und Jorge Garbajosa von den Toronto Raptors los.

Aber auch in anderen Ländern investieren die Vereine kräftig in Stars aus Nordamerika. Josh Childress wechselte im Sommer von den Atlanta Hawks zu Olympiakos Piräus. 20 Millionen Euro in drei Jahren verdient Childress in Griechenland.

"Die NBA muss aufpassen"

Auch Nowitzki ist der Meinung, dass die Konkurrenz zwischen Euroleague und der NBA immer größer werde: "Einige gute NBA-Spieler sind ja schon hier. Kobe Bryant und Lebron James haben gesagt, dass sie nach dem Ende ihrer Verträge Europa in Erwägung ziehen. Die NBA muss aufpassen."

Kobe Bryant und LeBron James als Top-Stars in Europa, vielleicht auch Dirk Nowitzki? Das scheint mehr als nur ein Wunschtraum zu sein.

Optimistisch nach Trainerwechsel

Noch hat der derzeit beste deutsche Basketballer aber große Ziele mit den Dallas Mavericks. Nach dem frühen Aus in den Play-Offs in den letzten beiden Jahren will Nowitzki unter dem neuen Trainer Rick Carlisle noch einmal richtig angreifen.

Vom Trainerwechsel erwartet der MVP von 2007 einen positiven Schub. "Er wird neuen Wind reinbringen. Ich hoffe, dass er unsere Offensive auflockert, wir mehr laufen, nicht so berechenbar sind, aber in der Defensive genauso gut stehen wie unter Coach Avery Johnson", sagt Nowitzki zum neuen Coach.

Das deutsche Nationalteam streicht der 2,13-Meter-Riese dagegen erst einmal aus seinem Betätigungsfeld. "Bei der EM in Polen zu spielen, kann ich mir im Moment nicht vorstellen. Möglich, das ich 2012 noch mal bei Olympia angreife, nachdem Peking so ein Riesenerlebnis war. Nächsten Sommer will ich mal gar nichts machen."

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel