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Mit 28,3 Punkten pro Spiel ist LeBron James derzeit drittbester Scorer der Liga © getty

Clevelands LeBron James macht trotz seiner 34 Punkte gegen die Wizards keine gute Figur - und verletzt sich auch noch.

Von Matthias Fiedler

München - Eigentlich hatt der Abend für die Cleveland Cavaliers und ihren Superstar LeBron James gut begonnen, zum Schluss stand dann aber doch eine ernüchternde 91:108-Niederlage bei den Washington Wizards zu Buche.

Und noch viel schlimmer: James verletzte sich beim Dunking am Handgelenk. Der MVP biss jedoch auf die Zähne und spielte die Partie zu Ende.

"Ich bin ziemlich blöd gegen den Ring geknallt", beschrieb James nach der Partie seine Verletzung am Handgelenk, das er mit Eis kühlte. "Es hat sich angefühlt, wie wenn man sich den Musikantenknochen stößt. Das ist nicht sehr angenehm."

Shaq bleibt zu Hause

Dabei begann für den Tabellenersten der Central-Division alles so gut: Die Cavs führten nach dem ersten Viertel mit zehn Punkten und zogen bis Mitte des zweiten Abschnitts sogar bis auf 17 Zähler davon.

Das Fehlen von Shaquille O'Neal und Anderson Varejao hinterließ zu Beginn kaum Spuren. Für Shaq war es bereits das dritte Spiel in Folge, das er wegen einer Schulterverletzung verpasste. Auch die Auswärtsreise nach Indiana nimmt der Center nicht auf sich.

Unglücksrabe James

Erst in der Schlussphase machte sich die Abwesenheit der beiden "Big Men" bemerkbar, doch am Ende war James der Unglücksrabe des Abends.

Zu Beginn des vierten Abschnitts unterliefen dem MVP der vergangenen Saison gleich mehrere Patzer in Folge.

Beim Stand von 78:87 verhalf er erst mit einem schlechten Pass Caron Butler zum Steal, warf dann einen Airball und foulte wenig später DeShawn Stevenson, der sich bedankte und beide Freiwürfe verwandelte.

LeBrons Nachlässigkeiten waren jedoch nur das Tüpfelchen auf dem i, denn die Cavs hatten die hohe Führung schon im dritten Viertel verspielt. (DATENCENTER: Tabelle und Ergebnisse)

Jamison mit Riesencomeback

Vor allem Antawn Jamison, der 31 Punkte für die Wizards erzielte, lief Ende des zweiten Abschnitts heiß und brachte Washington Punkt um Punkt heran.

Für den Power Forward war es das erste reguläre Saisonspiel gewesen, nachdem er sich im Vorbereitungsspiel gegen die Detroit Pistons an der Schulter verletzt hatte.

"Ich habe lange genug aussetzen müssen. In dieser Zeit konnte ich ordentlich Kraft tanken. Deshalb wusste ich, dass ich heute Akzente setzen kann", erklärte Jamison hoch erfreut und sein Trainer Flip Saunders lobte:

"Er lässt unsere Offense so viel besser aussehen."

Wizards beenden Durststrecke

Neben Jamison glänzten Caron Butler und Gilbert Arenas mit 19 und 18 Zählern für die Wizards. Bei den Cavs kam James zwar auf 34 Punkte, doch blieb der Rest seines Teams eher blass.

Die Wizards beenden mit dem Sieg über Cleveland eine lange Durststrecke von sechs Pleiten in Serie. Für die Cavaliers ist die Niederlage in Washington die erste seit fünf Partien.

Sport1.de fasst weiteres Geschehen aus der NBA zusammen:

Atlanta Hawks - Miami Heat 105:90

Die Atlanta Hawks sind weiterhin nicht zu stoppen. Das Team von Trainer Mike Woodson gewann vor heimischer Kulisse gegen die Miami Heat sein fünftes Spiel in Folge.

Die Hawks erarbeiteten sich bis zum Ende des zweiten Abschnitts eine 19-Punkte-Führung, von der sich die Heat nicht mehr erholten und stehen in der Eastern Conference nur auf Platz eins vor Boston.

Joe Johnson glänzte für Atlanta einmal mehr und brachte es auf 30 Zähler. Miami hatte in Michael Beasley mit 21 Punkten seinen Besten.

Philadelphia 76ers - Charlotte Bobcats 86:84

In einer ganz engen Partie verloren die Bobcats in den letzten 30 Sekunden gegen Phily und damit ihr sechstes Spiel in Folge.

Andre Iguodala hatte zuerst mit zwei Freiwürfen ausgeglichen, bevor er den entscheidenden Pass auf Lou Williams zum Siegtreffer spielte.

Iguodala war mit 25 Zählern bester Werfer seines Teams. Charlottes Neuzugang Stephen Jackson erzielte 26 Punkte.

Indiana Pacers - New York Knicks 103:110

Die Knicks fuhren gegen die Pacers nach sechs aufeinanderfolgenden Pleiten den ersten Erfolg ein.

Dabei machten Al Harrington, der auf 26 Zähler kam, und Chris Duhon in den letzten 85 Sekunden den Sieg klar.

Bei Indiana überragte Danny Granger mit 33 Zählern. Dabei hielten sich die siegreichen Knicks nicht lange mit dem Erfolg auf und diskutierten nach dem Spiel lieber über die mögliche Verpflichtung von Allen Iverson.

"Er könnte uns definitiv helfen. Iverson kann punkten, und das ist es, was wir im Moment brauchen", erklärte Harrington.

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