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Kobe Bryant wurde 2008 als wertvollster Spieler ausgezeichnet © getty

Der Starspieler führt seine Lakers mit einem unglaublichen Wurf zum Sieg über die Thunder. Phoenix heißer Saisonstart hält an.

Von Rainer Nachtwey

München/Los Angeles - Eigentlich war das Gesprächsthema für die Zeit nach dem Spiel der Los Angeles Lakers gegen die Oklohoma City Thunder vorprogrammiert.

Baseballstar Alex Rodriguez und Fergie von den Black Eyed Peas saßen beim Spiel der Lakers in der ersten Reihe. Zwar waren auch Fergies Bandmitglieder dabei, aber das war in dem Moment wo beide nebeneinander Platz nahmen egal.

Doch nach dem Spiel war das Thema nicht Fergie und A-Rod, sondern nur eine Szene des Spiels.

Vor den Augen der Sängerin und des Yankees-Third-Baseman bot der Meister der Basketball-Unterhaltung Kobe Bryant einmal mehr eine Show vom Feinsten.

Beim 101:85-Sieg seiner Los Angeles Lakers erzielte der Shooting Guard gegen die Oklahoma City Thunder einen Korb der Marke "gibt es nicht".

Über das Brett in den Korb

2:03 Minuten noch zu spielen im ersten Viertel. Lamar Odom passt auf Bryant, der postet am Korb gegen James Harden auf. Der Thunder-Rookie verteidigt gut und drängt Bryant Richtung Baseline.

Bryant dreht sich außen um Harden herum, steht hinter dem Korb, steigt hoch und wirft den Ball von hinten über das Brett in den Korb - Treffer! 27:10 für die Lakers.

Harden starrt vor sich hin, seine Augen weit aufgerissen. Kopfschütteln bei Thunder-Coach Scott Brooks. Das Publikum johlt.

Basketball wie Golf

"Ich habe versucht, möglichst hoch zu werfen, dass er über das Brett drüber geht", beschrieb Bryant die Flugkurve seines Balles und ging dann zum Vergleich mit Golf über. "Das war wie beim Putten. Da musst du auch den Weg des Balles berechnen."

Dennoch war Bryant mit den zwei Punkten nicht zufrieden: "Da war natürlich jede Menge Glück dabei. Aber ich hätte schon noch gerne den Bonus-Freiwurf gehabt. Harden hat mich nämlich versucht, mich mit einem Hüftcheck aus dem Spielfeld zu drängen."

Das Unmögliche erwarten

Während die Zuschauer fasst ausrasteten und die Gegner fassungslos versteinerten, blieb einer ganz gelassen: Lamar Odom. "Im Training veräppelt er uns immer wieder mit solchen verrückten Würfen", sagte der L.A.s Power Forward.

"Bei ihm musst du das Unmögliche erwarten, denn er nimmt Würfe, die können noch so unmöglich sein. Und dann springt so etwas bei raus."

Phoenix vor den Lakers

Für die Lakers sprang am Ende ein ungefährdeter Sieg raus, der zehnte im 13. Spiel. Damit liegt der Champion in der Pacific Division aber nur auf Platz zwei.

Vor L.A. rangieren noch die Phoenix Suns, die bei einem Spiel mehr auch ein Sieg mehr aufweisen (DATENCENTER: Tabelle und Ergebnisse).

Sport1.de hat das weitere Geschehen aus der NBA zusammengefasst.

Phoenix Suns - Detroit Pistons 117:91

Die Suns setzen ihren starken Saisonstart gegen die Pistons fort. Beim 117:91 war Amare Stoudemire mit 21 Punkten und 5 Rebounds bester Akteur. Steve Nash steuerte 20 Zähler und 9 Assists bei.

Den Pistons war das Fehlen von Richard Hamilton und Tayshaun Prince anzumerken. Sie blieben weit hinter ihren Möglichkeiten zurück.

Charlie Villanueva und DaJuan Summers waren mit 13 Punkten noch die besten Werfer. Für Ben Gordon und Rodney Stuckey reichte es lediglich zu 10 bzw. 8 Zähler.

Charlotte Bobcats - Indiana Pacers 104:88

Nach sieben Niederlagen in Serie fuhren die Charlotte Bobcats wieder einen Sieg ein. Dank Nazr Mohammeds 18 Punkten setzten sich die Rotlüchse 104:88 durch und der Center ließ den Ausfall von Tyson Chandler vergessen.

Der etatmäßige Center musste das zweite Spiel in Folge wegen Rückenbeschwerden pausieren.

Bei den Gästen fand Starspieler Danny Granger nicht zu gewohnter Form. Der Flügelspieler traf nur 5 seiner 14 Würfe und kam Ende auf lediglich 18 Zähler. Bester Werfer bei Indiana war Dahntay Jones mit 19 Punkten.

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