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Derek Fisher (r.) geht seit 2007 wieder für die Lakers auf Korbjagd © getty

Für die Knicks ist L.A. eine Nummer zu groß. Washington behält bei den 76ers die Nerven. Die Nuggets feiern ihren zehnten Sieg.

Von Matthias Fiedler

Los Angeles/München - Obwohl Körpergröße im Basketball sicherlich nicht alles ist, war für die meisten Zuschauer in L.A.s Staples Center schon vor der Partie klar: Das kann eigentlich nur eine ganz klare Sache werden.

Denn seit Lakers-Star Gasol nach seiner überstandenen Sehnenreizung im rechten Knie wieder mit von der Partie ist, sind die Kalifornier vor allem unter den Brettern wieder eine Macht.

Und so konnte in den letzten drei Partien mit Gasol kein Team dem NBA-Champion der vergangenen Saison nur annähernd das Wasser reichen. (DATENCENTER: Tabelle und Ergebnisse)

Auch nicht die New York Knicks, die sich zwar einer 90:100-Niederlage einerseits ganz versöhnlich aus der Affäre zogen, zwischenzeitlich aber deutlich ihre Grenzen aufgezeigt bekamen.

Denn unterm Korb war für die Knicks, die in Eddy Curry ihren einzigen "richtig Großen" hatten, nichts zu holen - Gasol, Andrew Bynum und Lamar Odom dominierten nach Belieben und sorgten für ein klares 60:36-Reboundverhältnis.

Gasol und Bryant spielbestimmend

Gasol verbuchte insgesamt elf Punkte und griff sich 16 Abpraller, Teamkollege Bynum steuerte 17 Zähler bei, ebenso wie Ron Artest.

Und dann war da ja noch Kobe Bryant, der sowohl in der Offensive als auch in der Defensive machen konnte, was er wollte. Seine Ausbeute: 34 Punkte, 5 Rebounds, 4 Assists.

"Wir haben ganz gut gespielt. Es lief nicht alles so, wie wir es uns vorgenommen hatten, aber dafür sprang ein ordentlicher Sieg heraus", sagte Gasol.

Knicks mit schlechter Wurfquote

Dass es ein ordentlicher Sieg wurde, lag vor allem auch an den Knicks, die im Staples Center die Lampen ausschossen. Nur elf von 33 Dreipunktwürfen fanden ihr Ziel. Da halfen auch Wilson Chandlers und Nate Robinsons 15 Punkte nichts.

"Wenn du gegen L.A., die unter dem Korb so zwei 'Türme' stehen haben, irgendeine Chance haben willst, dann musst du von draußen gut treffen. Aber das ist uns nicht gelungen", nannte Knicks-Center David Lee eines der Hauptprobleme der Knicks, die zwischenzeitlich bis auf 24 Punkte ins Hintertreffen gerieten.

Lakers nachlässig

Doch vor allem im letzten Viertel ließen es die Lakers mächtig schleifen und verloren den Abschnitt deutlich mit 17:28, was Lakers Coach Jackson nicht gerade erfreute:

"Das darf nicht passieren. Es war ein mühseliger Sieg, der uns nicht unbedingt hundertprozentig zufrieden stellt. 25 Ballverluste sind einfach zu viel."

Sport1.de hat das weitere Geschehen aus der NBA zusammengefasst.

Philadelphia 76ers - Washington Wizards 107:108

Mit guten Nerven sicherten sich die Wizards bei den 76ers ihren ersten Sieg nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge.

An der Tabellensituation ändert sich für Washington jedoch vorerst nichts. Die Wizards belegen weiterhin den letzten Platz der Southeast Division. Bester Mann bei den Gästen war Antawn Jamison, der 32 Punkte erzielte. Nick Young kam auf 20 Zähler.

Für die Gastgeber waren Lou Williams mit 26 und Thaddeus Young mit 23 Punkten erfolgreich.

Denver Nuggets - New Jersey Nets 101:87

Die Nuggets fuhren vor heimischer Kulisse gegen die Nets den zehnten Sieg im 13. Spiel ein und stehen damit weiter an der Spitze der Northwest Division.

New Jersey konnte in dieser Saison bisher noch kein einziges Mal als Sieger vom Platz gehen und ist das Schlusslicht der Liga.

Superstar Carmelo Anthony verbuchte 27 Punkte für die Hausherren, Teamkollege Nene kam auf 17 Zähler. Die Nets hatten ihre Besten Werfer in Rafer Alston und Devin Harris, die jeweils 19 Punkte verbuchten.

Utah Jazz - Oklahoma City Thunder 94:104

Nach zuletzt drei gewonnen Partien in Serie patzten die Jazz zu Hause gegen Oklahoma. Bei Utah punkteten zwar gleich fünf Spieler zweistellig, doch am Ende reichte das nicht für einen Sieg.

Carlos Boozer war für die Gastgeber mit 26 Punkten am erfolgreichsten. Paul Millsap steuerte 19 Zähler bei.

Bei Oklahoma überragte Kevin Durrant mit 28 Punkten. Jeff Green erzielte 19 Zähler.

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