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Im Jahr 2006 gewannen die New Jersey Nets noch den Division-Titel © getty

Nach der 15. Niederlage in Serie droht den Nets ein NBA-Negativrekord. Miami gewinnt durch einen kontroversen Last-Second-Dunk.

Von Matthias Fiedler

Portland/München - Da machte New Jerseys Center Brook Lopez gegen die Portland Trail Blazers nun schon sein bestes Saisonspiel, erzielte 32 Zähler - gereicht hat es trotzdem nicht.

Die Nets verloren mit 83:93 auch gegen die Blazers und damit ihr 15. Spiel in Serie - letzter Platz der Tabelle. (DATENCENTER: Tabelle und Ergebnisse)

"Wenn du fünf Partien in Folge verlierst, dann musst du reden. Wenn es zehn werden, holt man sich am besten Rat bei erfahrenen Leuten und Experten. Aber in unserer Situation nutzt all das nichts mehr. Jetzt liegt es nur noch an uns selbst, an jedem einzelnen", erklärte ein am Boden zerstörter Rafer Alston.

Negativrekord droht

New Jersey ist nur noch zwei Niederlagen davon entfernt mit dem NBA-Negativrekord der Miami Heat aus dem Jahr 1988/89 gleichzuziehen. Selbiges war bisher nur den Los Angeles Clippers 1999 gelungen.

"Diese Pleiten-Serie wirkt sich nicht nur mental sondern auch physisch auf uns aus. Egal wo du spielst, du hast es immer im Hinterkopf", sprach Alston seinem von Niederlagen gebeutelten Team aus der Seele.

Nets-Trainer Lawrence Frank drückte es noch etwas drastischer aus: "Wenn ich in unsere Kabine komme, dann fühlt es sich an wie in einem Leichenschauhaus. Die Jungs hängen niedergeschlagen auf ihren Plätzen - es ist einfach nur entmutigend."

Ausgleich im dritten Viertel

Dabei sah es gegen Portland gar nicht so schlecht aus, was sein Team ablieferte. Rafer Alston, der mit vier Punkten dennoch weit unter seinen Möglichkeiten blieb, glich Mitte des dritten Viertels sogar aus (54:54).

Doch Portlands Joel Przybilla hatte mit einem Slam Dunk gleich die passende Antwort parat, bevor Teamkollege Brandon Roy nachlegte. Die Blazers zogen davon und die Nets konnten daran nichts mehr ändern.

Oden zufrieden

Damit holte sich Portland den zehnten Sieg in den letzten zwölf Partien - Platz zwei in der Northwest Division.

"Wir haben eine gute Teamleistung gezeigt, vor allem im letzten Viertel. Unsere Jungs haben sich zusammengerissen und das Spiel souverän gewonnen", war Portlands Greg Oden, der mit 18 Zählern sein Team anführte, sichtlich zufrieden.

Gelingt der Befreiungsschlag?

Für New Jersey kann es nur besser werden. In den nächsten zwei Partien gegen Sacramento und die Lakers könnten die Nets das Ruder noch herumreißen, den Negativrekord abwenden.

Sollte das nicht gelingen, warten in der folgenden Begegnung die Dallas Mavericks. Dass Nowitzki und Co. gern mal gegen einen Underdog verlieren, haben sie zuletzt gegen die Warriors bewiesen.

Damit bleibt New Jersey zumindest ein Hoffnungsschimmer, wenn es mit den Siegen gegen L.A. und die Kings nichts wird. Ansonsten droht den Nets wohl der unrühmliche Titel des Teams mit dem schlechtesten Saison-Start in der Geschichte der NBA.

Sport1.de hat das weitere Geschehen aus der NBA zusammengefasst.

Orlando Magic - Miami Heat 98:99

Mit einem Last-Second-Slam-Dunk sicherte Michael Beasley den Miami Heat ihren zweiten Sieg in Folge.

Dwayne Wade hatte den spielentscheidenden Wurf 1,6 Sekunden vor Schluss verfehlt, aber Beasley war zur Stelle.

Orlando reklamierte zwar auf Goaltending, aber die Schiedsrichter wiegelten ab. Wade erzielte 24 Punkte für die Heat. Orlandos bester Mann war Jason Williams mit 25 Zählern.

Detroit Pistons - Cleveland Cavaliers 88:98

Die Cavaliers um ihren Superstar LeBron James bauten gegen die Pistons ihre Siegesserie auf drei gewonnene Partien aus.

Bereits in der ersten Halbzeit hatten die Cavs den Grundstein für ihren Erfolg gelegt und führten zur Pause 60:42.

James erzielte 34 Zähler. Detroits Rodney Stuckey kam auf 25 Punkte.

Boston Celtics - Philadelphia 76ers 113:110

Im Atlantic-Division-Duell zwischen Boston und Philadelphia behielten die Celtics knapp die Oberhand über die 76ers.

Den Sieg hatte Boston vor allem auch Spielmacher Rajon Rondo zu verdanken, der acht seiner insgesamt 18 Punkte im letzten Viertel erzielte.

Paul Pierce avancierte mit 27 Zählern zum Topscorer bei den Celtics. Philadelphias Andre Iguodala erzielte 25 Punkte.

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