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Muskelspiele: LeBron James erzielte gegen die Mavericks 25 Punkte © getty

Böser Absturz gegen den Meisterschaftsfavoriten: Nowitzkis Mavericks verlieren die Partie gegen Cleveland in der Defensive.

Von Marc Ellerich

München - Der Höhenflug der Dallas Mavericks hat ein jähes Ende gefunden. (DATENCENTER: Tabelle und Ergebnisse)

Samstagnacht ging das Team um den deutschen Nationalspieler Dirk Nowitzki mit 95:111 bei den Cleveland Cavaliers unter.

Es war zwar erst die zweite Niederlage in den letzten neun Partien, ein Sieg hätte den sechsten Erfolg in Serie bedeutet.

Doch einen Tag nach der Gala gegen die Indiana Pacers dürfte der Absturz gegen den Meisterschaftskandidaten um dessen Superstars LeBron James und Shaquille O'Neal deshalb umso mehr schmerzen. Wurden den Mavs doch sehr deutlich die Grenzen ihrer Ambitionen aufgezeigt. "Sie haben uns kräftig in den Hintern getreten", stellte Jason Terry nachher ernüchtert fest.

Ohne Howard und Dampier

Zwar funktionierte die Offensive bei Dallas weiter recht passabel -Nowitzki erzielte 27 Punkte und war bester Werfer der Mavs, sein Teamkollege Terry erzielte 25 Punkte. Doch brachte die schwache Defensive die Texaner um ein besseres Resultat.

Die Mavericks, die ohne Josh Howard und Eric Dampier angetreten waren, holten nur 24 Rebounds (zum Vergleich: die Cavs 39) - der Schlüssel der Niederlage.

"Die Defensive hat uns das Spiel gekostet", stellte Nowitzki fest. "Wir haben fast 100 Punkte gemacht. Das reicht manchmal sogar, um zu gewinnen. Aber wir haben keine Stops bekommen und auch zu viele Korbleger vergeben. Wenn du die Korbleger machst, fühlt sich jeder besser."

Carlisle: "Bitterer Beigeschmack"

Sein Trainer Rick Carlisle pflichtete ihm bei. "Ich fand es klasse, wie wir in Houston und Indiana gespielt haben, aber das hier war Mist. Wir müssen defensiv besser spielen, so simpel ist das."

Carlisle weiter: "In der ersten Hälfte haben wir die schlechteste Defensivleistung in dieser Saison gezeigt. Das kann man sich gegen so einen heimstarken Gegner einfach nicht erlauben. Dass wir eine Trefferquote von nahezu 60 Prozent zugelassen haben, hinterlässt einen zusätzlichen bitteren Beigeschmack."

James mit 25 Punkten

Beim Gegner aus Cleveland war LeBron James mit 25 Treffern bester Schütze, er holte fünf Rebounds und leistete zwölf Assists. Gigant O'Neal gab gegen die Mavericks ein eher holpriges Comeback im Team der Cavaliers. Er schaffte nur neun Punkte.

Kompensiert wurde das Leistungsminus des Centers durch den starken Auftritt von Mo Williams, der Clevelands zwei Superstars fast in den Schatten stellte.

Der Point Guard traf alle sieben seiner Drei-Punkte-Versuche und erzielte an diesem Abend insgesamt 25 Punkte. "Ich fühle mich selten unwohl von jenseits der Linie, und heute war wieder mal so eine spezielle Nacht", kommentierte Williams sein treffsicheres Spiel.

Der All Star hat angeblich kein Problem damit, im Schatten der beiden Superstars zu stehen: "Ich mag es, nicht auf dem Radar aufzutauchen, ich bin lieber der stille Mörder. Ich brauche die ganze Publicity nicht."

Vierte Niederlage in Folge

Doch obwohl die Cavs in der Offensive derart glänzten, wurden sie Dallas erst gegen Ende des Schlussviertels los.

Die ersten beiden Viertel sicherte sich das Heimteam mit 35:26 und 33:29, das dritte Viertel ging mit 24:19 sogar an Dallas. Den letzten Durchgang riss Cleveland dann mit 24:16 an sich.

Die vierte Niederlage in Folge gegen Cleveland war für die Mavericks besiegelt.

Weiter an der Spitze

Die Mavs bleiben zwar Spitzenreiter der Southwest Division, konnten in der Western Conference aber an Mitkonkurrent Denver Nuggets nicht vorbeiziehen.

Momentan ist Dallas mit 12 Siegen und 5 Niederlagen viertbestes Team der Conference.

Mit der momentan besten Zwischenbilanz (13 Siege, 3 Niederlagen) aller Mannschaften belegen die Phoenix Suns nach dem ungefährdeten 120: 95-Sieg bei den Minnesota Timberwolves Platz eins in der Western Conference.

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