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Josh Boone (l.) erzielte in 22 Minuten neun Punkte für die New Jersey Nets © getty

New Jersey droht nach der Niederlage bei den Lakers der alleinige Negativ-Rekord. Phoenix bleibt weiter Liga-Primus.

Von Matthias Fiedler

Los Angeles/München - Die New Jersey Nets befinden sich weiter im Abwärtsstrudel und stehen kurz davor, den Negativ-Rekord der Miami Heat aus dem Jahr 1988/89 sowie der L.A. Clippers von 1998/99 mit 17 verlorenen Spielen in Serie zu überbieten.

Nur Stunden nachdem New Jersey seinen Trainer Lawrence Frank gefeuert hatte, unterlagen die Nets bei den Los Angeles Lakers mit 87:106.

Für Lawrence war Assistant-Coach Tom Barrise eingesprungen, der fast das gesamte Spiel an der Linie stand, wild gestikulierte und versuchte, das Beste aus seinen Jungs herauszuholen - vergeblich.

"Es ist hart"

"Ich wünschte, ich könnte es erklären, aber mir fällt dazu nichts ein. Wir versuchen immer positiv zu bleiben, aber das ist sehr hart", erklärte ein enttäuschter Chris Douglas-Roberts.

Sein Teamkollege Devin Harris meinte: "Das ist ein Rekord, mit dem keiner in Verbindung gebracht werden will."

Bis zur Halbzeit war New Jersey schon bis auf 27 Punkte zurückgefallen, kämpfte tapfer, aber hatte gegen die Übermacht der Lakers nichts entgegenzusetzen.

Bryant hat Mitleid

Das schlechteste Scoring-Team der NBA kam bis Ende des dritten Viertels nur auf 60 Punkte und einer Wurfquote von 38,7 Prozent, bevor die Nets gegen die "Zweite Garde" der Lakers im letzten Abschnitt noch etwas Ergebniskosmetik betreiben konnten.

Selbst L.A.s Superstar Kobe Bryant taten die Nets leid: "So eine Serie wünscht du niemandem. Das ist echt verdammt hart."

Der Hallensprecher der Lakers wartete gar bis die Nets in der Kabine verschwunden waren, um den Zuschauern die desaströse Situtation der Nets vor Augen zu führen.

Sechster Sieg in Serie

Die Lakers hingegen hatten allen Grund zu Freude. Das Team von Head Coach Phil Jackson fuhr seinen sechsten Sieg in Folge ein. Bryant verbuchte 30 Punkte, Pau Gasol kam auf 20 Zähler und neun Rebounds.

Bei New Jersey überzeugte erneut Center Brook Lopez mit 26 Zählern. Sein Teamkollege Devin Harris steuerte 16 Punkte bei.

Dallas wartet

Im nächsten Spiel warten auf die Nets die Dallas Mavericks um Superstar Dirk Nowitzki. Es ist die letzte Chance für New Jersey, einen neuen Negativ-Rekord noch in letzter Sekunde abzuwenden.

Ob dann noch Interimscoach Tom Barrise das Ruder in der Hand hält ist fraglich.

Nach Informationen von "ESPN.com" gelten Nets-General-Manager Kiki Vandeweghe und Assistent John Loyer als heißeste Anwärter auf den vakanten Trainerstuhl.

Sport1.de hat das weitere Geschehen aus der NBA zusammengefasst.

Toronto Raptors - Phoenix Suns 94:113

Die Phoenix Suns sind weiterhin das beste Team der NBA. Das Team von Trainer Alvin Gentry gewann bei den Toronto Raptors und verbesserte seine Bilanz auf 14:3 Siege.

Spielmacher Steve Nash erzielte 20 Punkte und 16 Assists, bester Werfer der Suns war Jason Richardson mit 22 Zählern. Auf Seiten der Raptors sammelte Chris Bosh 30 Punkte und holte 17 Rebounds.

In der Tabelle der Western Conference liegen die Suns, die den zweiten Sieg im zweiten von vier aufeinanderfolgenden Auswärtsspielen feierten und als einziges NBA-Team in jedem Spiel mindestens 100 Punkte erzielt haben, nun knapp vor Titelverteidiger Los Angeles Lakers (13:3).

Detroit Pistons - Atlanta Hawks 94:88

Die Detroit Pistons beendeten ihre Negativserie nach sieben Niederlagen mit einem 94:88-Sieg gegen die Atlanta Hawks, rangieren allerdings immer noch auf dem fünften und letzten Platz der Central Division.

Nach einem erfolgreichen Saisonstart war es für die Hawks die dritte Pleite in den letzten vier Partien.

Erfolgreichster Werfer der Pistons war Rodney Stuckey mit 23 Zählern, Center Ben Wallace unterstützte den Point Guard mit 18 Rebounds. Atlantas Josh Smith kam auf die gleiche Ausbeute wie Stuckey und blockte fünf Würfe.

Denver Nuggets - Minnesota Timberwolves 100:106

Die T-Wolves feierten gegen die Nuggets ihren zweiten Saisonsieg. 15 Spiele musste Minnesota darauf warten. Der letzte Erfolg geht auf den ersten Spieltag zurück, an dem Minnesota sich gegen die New Jersey Nets durchsetzte.

Gleich fünf Spieler der T-Wolves punkteten zweistellig. Dabei ragte Ryan Gomes mit 27 Punkten heraus.

Denvers Denvers Superstar Carmelo Anthony brachte es auf 32 Zähler. Sein Teamkollege Kenyon Martin steuerte mit 16 Zählern und 14 Rebounds einen Double-Double bei.

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