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Dirk Nowitzki (r.) machte gegen die 76ers sein 13. Spiel in Folge mit mehr als 20 Punkten © getty

Jason Terry sorgt für Philadelphias siebente Niederlage in Folge. Die 76ers liebäugeln mit der Verpflichtung ihres Ex-Stars.

Von Matthias Fiedler

Dallas/München - Es war nicht das erste Mal in dieser Saison, dass es die Dallas Mavericks für ihr Heimpublikum mehr als spannend machten.

Jason Terry sei Dank sicherten sich die Mavs zu Hause 1,4 Sekunden vor Spielende gegen die Philadelphia 76ers mit 104:102 ihren 13. Sieg im 18. Spiel und verhinderten nach der Pleite gegen die Cavaliers die zweite Niederlage in Folge. (DATENCENTER: Tabelle und Ergebnisse)

Terry, der bis auf den alles entscheidenden Wurf an diesem Abend mit sieben Punkten eher unauffällig geblieben war, kam Sekunden vor dem Ende an der Grundlinie frei und verwandelte nach einer Drehung um Willie Green im Rückwärtsfallen.

"Wichtiger Wurf"

"Das sind die Aktionen, die ich liebe", erklärte Terry: "Ich habe es mit einer Finte versucht, aber er ist nicht drauf reingefallen. Also bin ich hochgegangen. Der Rest ist Geschichte."

Auch Dallas Trainer Rick Carlisle war nach dem glücklichen Ausgang erleichtert:

"Das war ein großartiger Wurf und ein großer Sieg, auch wenn wir wieder einmal eine Führung verspielt haben. Aber die Jungs haben super gekämpft und sich ein gutes Ende erarbeitet."

76ers kampfstark

Bis auf 17 Zähler waren die Mavericks im zweiten Viertel schon davongezogen. Doch die Sixers gaben nicht auf.

Insbesondere Willie Green (23 Zähler), Thaddeus Young (21), Elton Brand (21) und Andre Iguodala (19) sorgten dafür, dass es am Ende noch mal eng wurde.

Iguodala mit dem Ausgleich

Iguodala war es auch, der mit einem Dreipunktewurf 5,6 Sekunden vor Spielende ausglich.

Aber Terry machte mit seinem "Game-Winning-Shot" alle Bemühungen der Gäste zunichte. Iguodalas letzter Wurfversuch blieb erfolglos. Philadelphia musste damit die siebente Niederlage in Serie einstecken.

Nowitzki führt - Dampier zurück

Dirk Nowitzki führte seine Mavericks mit 28 Zählern an. Jason Kidd überzeugte mit einer Saisonbestleistung von 22 Punkten, davon fünf Dreier, und elf Assists.

Sein Teamkollege Drew Gooden markierte mit 15 Zählern und zehn Rebounds einen Double-Double. Center Erick Dampier kehrte nach seiner Viruserkrankung erstmals wieder auf den Platz zurück und steuerte drei Punkte bei.

Kommt Allen Iverson?

Für die Sixers war die Pleiten-Serie offenbar Grund genug über eine Nachverpflichtung nachzudenken.

Nach Informationen von "ESPN.com" hatten sich der zurzeit vereinslose Allen Iverson und dessen Agent sowie 76ers-Manager Ed Stefanski und Trainer Eddie Jordan bereits vor dem Spiel gegen Dallas getroffen, um erste Details zu klären.

"Ich werde hier noch nichts ausplaudern. Allen ist ein super Typ und wir haben uns hervorragend verstanden", bestätigte Trainer Jordan.

Publikumsliebling

Der zehnmalige All Star und Publikumsliebling Iverson wurde 1996 von den Sixers verpflichtet und spielte zehn Jahre für Philadelphia, bevor es ihn, aufgrund von Meinungsverschiedenheiten mit dem damaligen 76ers-Coach Jim O'Brien, zu den Denver Nuggets zog.

"Tank noch nicht leer"

Noch vor einer Woche hatte Iverson, nach drei glücklosen Partien für die Memphis Grizzlies, seinen Rückzug aus der NBA angekündigt, allerdings betont, dass "sein Tank noch lange nicht leer sei".

Für Philadelphia würde ihr "verlorener Sohn" genau zur richtigen Zeit kommen, suchen die 76ers doch dringend Ersatz für den am Kiefer verletzten Spielmacher Lou Williams.

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