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Joe Smith (M.) erzielte in seiner Karriere bisher 11,4 Punkte im Schnitt © getty

Atlanta brennt gegen die Raptors ein wahres Offensiv-Feuerwerk ab. Bei den Phoenix Suns ist im Moment der Wurm drin.

Von Matthias Fiedler

Atlanta/München - Riesenauftritt der Atlanta Hawks: Das Team von Trainer Mike Woodson meldete sich mit einem 146:115-Kantersieg gegen die Toronto Raptors eindrucksvoll zurück.

Nachdem der Saisonstart relativ erfolgreich verlaufen war, konnten die Hawks zuletzt aus vier Spielen nur einen Sieg holen und gingen dementsprechend ambitioniert in das Duell mit den Raptors. (DATENCENTER: Tabelle und Ergebnisse)

Dabei brannte Atlanta gegen Toronto ein wahres Offensiv-Feuerwerk ab. Gleich neun Hawks-Spieler punkteten zweistellig - das beste Ergebnis in 16 Jahren.

Horford glücklich - Johnson kritisch

"Das hat richtig Spaß gemacht. Es war eine dieser Nächte, in der du einfach alles triffst", erklärte Al Horford, der die Hawks mit 24 Punkten anführte.

"Ich denke, jeder weiß, dass wir ein explosives Team sind. Dennoch fehlt es uns im Moment noch an Konstanz. Statt immer nur zu Hause zu gewinnen, müssen wir auch auswärts in Zukunft etwas reißen", blickte Joe Johnson, der mit zwölf Punkten und elf Assists ein Double-Double verbuchte, allerdings kritisch auf die Leistung seiner Mannschaft.

Raptors in der Tahlsole

Von solchen Sorgen können die Toronto Raptors derzeit wohl nur träumen. Die Kanadier verloren ihre fünfte Partie in Folge und sind damit das sechstschlechteste Team der Liga. Nach der erneuten Auswärtspleite musste Raptors-Coach Jay Triano eingestehen:

"Atlanta hat uns heut zerstört und bis aufs Letzte deklassiert."

Bosh mit Totalausfall

Bereits zur Halbzeit lagen die Raptors mit 21 Punkten zurück.

Grund dafür war, dass vor allem Leistungsträger Chris Bosh gegen Atlanta einen katastrophalen Tag erwischte. Der Power Forward, der sonst durchschnittlich 25,2 Punkte erzielt, kam frühzeitig in Foulprobleme und insgesamt nur auf magere zwei Zähler.

"Was wir abgeliefert haben, war schlicht und ergreifend peinlich. 146 Punkte abzugeben ist unakzeptabel und verantwortungslos. Wir müssen zukünftig einfach mit mehr stolz und Überzeugung in die Spiele gehen. Sonst macht jede Mannschaft mit uns, was sie will", bemerkte Bosh.

Hawks dominieren

Die Hawks machten mit den Raptors in der Tat, was sie wollten und dominierten die Bretter mit einer Bilanz von 51:29 Rebounds nach Belieben. Hawks-Coach Woodson ließ im letzten Abschnitt deshalb vermehrt seine Zweite Garde ran und war mit der Leistung seiner Jungs zufrieden:

"Die letzten Tage waren etwas stressig für uns. Dieser Sieg war daher sehr wichtig. Insbesondere in der Verteidigungs- und Reboundarbeit konnten wir uns deutlich steigern."

Sport1.de hat das weitere Geschehen aus der NBA zusammengefasst.

Cleveland Cavaliers - Phoenix Suns 107:90

Obwohl die Suns mit gemeinsam mit den Dallas Mavericks hinter Meister Los Angeles noch das zweibeste Team im Westen sind, klemmt derzeit die Säge.

Nach der bitteren 99:126-Schlappe gegen New York reichte es nun auch gegen die Cavaliers nicht. Sieben Akteure der Cavs punkteten zweistellig.

Superstar Lebron James verpasste mit 12 Zählern, 10 Assists und 8 Rebounds knapp ein Triple-Double. Phoenix' Steve Nash markierte zwar 14 Punkte, verursachte allerdings 5 Ballverluste.

Los Angeles Clippers - Houston Rockets 85:102

Ebenfalls keinen Grund zur Freude hatte der deutsche Nationalspieler Chris Kaman, der mit den Clippers im heimischen Staples Center nach zuletzt zwei Siegen wieder als Verlierer vom Platz gehen musste.

Center Kaman bot mit zehn Punkten und fünf Rebounds eine allenfalls durchschnittliche Leistung. Aaron Brooks war mit 22 Punkten der treffsicherste Gästeakteur.

Die Clippers belegen nach der elften Niederlage im 19. Spiel nur den elften Platz in der Western Conference, Houston ist Achter.

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