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Dirk Nowitzki (Ball) hat momentan einen Punkteschnitt von 26,5 © getty

Dallas liefert in Memphis eine schwache Vorstellung ab und verliert überraschend deutlich. Auch Dirk Nowitzki enttäuscht.

Von Sebastian Binder

München - Es war nicht der Tag von Dirk Nowitzki. Bei der überraschend deutlichen 82:98-Niederlage seiner Dallas Mavericks bei den Memphis Grizzlies gab es für den Würzburger nichts zu lachen: "Dirkules" kam nur auf magere 16 Punkte.

Damit riss auch seine Superserie von 14 Spielen, in denen Nowitzki immer 20 Zähler oder mehr erzielt hatte.

"Wir waren heute einfach nicht aggressiv genug", zeigte sich der Superstar nach der Partie enttäuscht.

Und Forward Shawn Marrion ergänzte: "Alles, was hier heute gezeigt haben, war irgendwie lethargisch."(DATENCENTER: Tabelle und Ergebnisse)

Miserable Trefferquote

Die Trefferquote der Mavs war gegen die Grizzlies beängstigend. Dallas versenkte nur 35,2 Prozent seiner Würfe, Saison-Minus-Rekord.

Auch Nowitzki reihte sich hier nahtlos ein. Er traf nur siebenmal den Korb, bei 22 Versuchen.

Zumindest holte er dafür zehn Rebounds. Dallas-Coach Rick Carlisle war nach der Niederlage mächtig angefressen: "Wir haben zu keinem Zeitpunkt des Spiels gut verteidigt. Wenn man so auftritt, gewinnt man in dieser Liga keinen Blumentopf."

Vor allem die Offensivleistung in der zweiten Hälfte des Spiels dürfte dem Trainer Kopfzerbrechen bereiten: Die Mavericks trafen nur 13 Würfe, setzten dafür den Ball 35-mal neben den Korb.

"Offensive war ein Alptraum"

Nowitzki weiß, dass auch er dafür verantwortlich ist: "Unsere Offensive war heute ein Alptraum. Auch ich muss einen besseren Job machen", merkte der Würzburger selbstkritisch an.

Point Guard Jason Kidd, der mit 13 Punkten und sieben Assists noch einer der besseren Mavs-Spieler war, fügte hinzu: "Wir haben heute schlichtweg nichts richtig gemacht."

Bester Werfer bei Dallas war Jason Terry, der auf 18 Zähler und zwei Steals kam. Marrion holte die meisten Rebounds (elf) und Erick Dampier gelangen bei den Mavericks die meisten Blocks (vier).

Randolph und Mayo stark

Trübe Stimmung bei den Mavs, eitel Sonnenschein in Memphis: Der Tabellenletzte der Southwest Divison freute sich maßlos nach dem Überraschungscoup gegen den Favoriten.

"Die Mavericks dachten, sie könnten uns mit einer Zonenverteidigung die Punkte wegnehmen. Aber wir hatten immer die richtige Antwort parat", gab ein gut gelaunter Memphis-Coach Lionel Hollins zu Protokoll.

Bei seinem Team ragten vor allem zwei Spieler heraus: Zach Randolph war mit 24 Punkten und 15 Rebounds der beste Akteur auf dem Parkett.

Topscorer der Partie war O. J. Mayo, der am Ende einen Zähler mehr als Randolph auf dem Konto hatte.

Auch Small Forward Rudy Gay lieferte mit 18 Punkten, sechs Rebounds und drei Assists eine mehr als überzeugende Vorstellung ab.

Mavs bleiben Erster

Memphis war und ist kein gutes Pflaster für die Mavericks. Es war bereits die dritte Schlappe in Folge für das Nowitzki-Team bei den Grizzlies.

Dennoch bleiben die Mavs Tabellenführer der Southwest Divison (14:6) vor den Houston Rockets (11:8). Memphis ist trotz des Sieges weiterhin Letzter (8:12), da es eine Niederlage mehr als die New Orleans Hornets auf dem Konto hat (8:11).

So bitter die Niederlage für die Mavericks im ersten Moment auch war, so kämpferisch gaben sie sich für die Zukunft. "Wir sehen uns in dieser Saison noch dreimal", schickte Kidd bereits eine Drohung Richtung Grizzlies.

Um vom Hollins-Team allerdings ernst genommen zu werden, müssen sich die Mavericks in den nächsten Spielen gewaltig steigern.

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