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Dirk Nowitzki (r.) verwandelte gegen Atlanta zwei von sechs Dreipunktewürfen © getty

Die Mavs verlieren gegen Atlanta das zweite Spiel in Serie. Nowitzki erhält wenig Unterstützung und verstolpert selbst den Ball.

Von Matthias Fiedler

Dallas/München - Vielleicht war es kein gutes Vorzeichen, dass Jason Terry, bester Bankspieler der Mavericks, das erste Mal in der zum siebenten Mal veränderten Starting Five stand.

Denn gegen sein ehemaliges Team der Atlanta Hawks (1999-2004) kassierten die Mavs mit 75:80 ihre zweite Pleite in Serie (gegen Memphis 82:98) - die erste aufeinanderfolgende Niederlage in dieser Saison. (DATENCENTER: Tabelle und Ergebnisse)

Weniger Punkte hatten die "Mavs" zuletzt im April 2006 gegen die Los Angeles Clippers (71:85) erzielt.

Verteidigung der Schlüssel

"Gegen die Defensive von Atlanta war heute einfach kein Durchkommen. Die Hawks sind athletisch und haben uns oft aus der Zone herausgehalten", analysierte ein leicht geknickter Terry.

Dabei war die Verteidigung der Schlüssel zum Erfolg der Falken. Atlanta zwang die Gastgeber zu 16 Ballverlusten, einer Feldwurfquote von 37 Prozent und holte sich 16 Offensiv Rebounds. (Dallas: 7)

Nach zuletzt nur zwei Siegen aus sechs Spielen sind die Hawks damit wieder auf dem rechten Weg. "Das war definitiv die richtige Reaktion meiner Mannschaft", erklärte Atlantas Trainer Mike Woodson.

Johnson bester Hawk

Der hatte in Joe Johnson seinen besten Spieler. Der Shooting Guard erzielte 31 Punkte und griff sich 7 Rebounds. Josh Smith kam auf 12, Al Horford auf 11 Zähler.

"Wir hatten keine leichte Zeit in den vergangenen Tagen und haben mit dem Sieg gegen die Mavs richtig Charakter gezeigt", war Johnson zufrieden mit dem Auftritt seiner Truppe.

Nowitzki fast Alleinunterhalter

Bei den Mavericks konnte Nowitzki zwar mit 32 Punkten, 9 Rebounds und 4 Blocks überzeugen, erhielt aber außer von Jason Terry, der als einziger Dallas-Spieler zweistellig warf (17) wenig Unterstützung. Jason Kidd verbuchte nur 3 Punkte, Center Erick Dampier blieb gar ohne Korberfolg.

Bereits zu Beginn des vierten Abschnitts zogen die Hawks mit 74:65 davon und zwangen die Mavericks zu acht erfolglosen Wurfversuchen, ehe Nowitzki mit einem Layup 3:22 Minuten vor Ende den 73:76-Anschlusstreffer markierte.

Bitterer Ballverlust

Doch symptomatisch für die Unkonzentriertheit der Mavs an diesem Abend: Statt 9,8 Sekunden vor Schluss nochmals die Möglichkeit für einen Dreipunktewurf zum Ausgleich zu nutzen, verlor Nowitzki, dem an diesem Abend wohl niemand einen Vorwurf machen konnten, den Ball und stieß ihn mit dem Fuß ins Aus.

Joe Johnsons verwandelte Freiwürfe in den letzten zwei Sekunden der regulären Spielzeit besiegelten die Dallas-Pleite.

"Schlotternde Knie"

"Uns schlottern derzeit irgendwie ein bisschen die Knie. Wenn du deinen Gegner nur bei 36 Prozent Wurfquote hälst, dann musst du das nutzen. Aber wir haben einfach kein Kapital daraus schlagen können", befand Dallas' Shawn Marion, der mit nur acht Zählern weit unter seinen Möglichkeiten blieb.

Entsprechend sauer war Mavs-Trainer Rick Carlisle: "Wie schon gegen die Memphis Grizzlies haben wir nicht gut geworfen. So gewinnst du keine Spiele."

Trotz der Pleite stehen die Mavericks weiter an der Spitze der Southwest Division. Atlanta belegt Platz zwei der Southeast Division.

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