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Greg Oden verbuchte in dieser Saison bisher 11,1 Zähler pro Partie © getty

Die Blazers verlieren gegen Houston Center Greg Oden - doch der bleibt nicht der einzige Ausfall. Denvers Carmelo Anthony glänzt.

Von Matthias Fiedler

Portland/München -Trotz eines hauchdünnen 90:89-Erfolges über die Houston Rockets und dem ersten Sieg nach zuletzt drei Pleiten in Folge gehen die Portland Trail Blazers schweren Zeiten entgegen.

Denn gleich im ersten Viertel der Partie verletzte sich Center Greg Oden bei dem Versuch im Springen einen Wurf von Aaron Brooks zu verteidigen an der Patellasehne und fällt für den Rest der Saison aus. (DATENCENTER: Tabelle und Ergebnisse)

Oden musste mit einer Trage vom Spielfeld gehievt werden und wird um eine OP nicht herumkommen.

"Wie ein Tiefschlag"

"Das fühlte sich an wie ein Tiefschlag", erklärte Portlands General-Manager Kevin Pritchard, der Oden beim Draft 2007 als Nummer eins ausgewählt hatte.

Doch am meisten enttäuscht war Oden selbst, der das Gefühl hatte, seine Blazers im Stich zu lassen, wie Teamkollege Brandon Roy bestätigte.

Portland mit Verletzungssorgen

Portland, das ohnehin schon auf Rudy Fernandez wegen einer Rückenverletzung und Travis Outlaw aufgrund eines gebrochenen Fußes verzichten musste, ließ sich gegen starke Rockets allerdings nicht entmutigen.

Obwohl Houston im zweiten Abschnitt schon auf 48:36 davongezogen war, kämpften die Blazers tapfer weiter und kamen bis zur Halbzeit bis auf 45:48 heran.

Miller und Roy top

Dank Andre Millers 16 Punkten im dritten Viertel und Brandon Roys alles entscheidendem Layup drei Sekunden vor Schluss hatte Portland trotz allen Übels noch das bessere Ende für sich.

Roy führte sein Team mit 28 Zählern an, Andre Miller erzielte insgesamt 24 Punkte.

"Konnten sie nicht stoppen"

"In den letzten zwei Minuten konnten wir die Blazers einfach nicht stoppen. Wir hatten alle Chancen zu gewinnen, haben es allerdings vergeigt", resümierte Houston-Trainer Rick Adelmann, der mit zuletzt drei Siegen im Rücken in den Rose Garden gekommen war.

Carl Laundry, der von der Bank kam, war mit 23 Punkten bester Werfer der Gäste. Luis Scola steuerte 21 Zähler bei.

Schwierige Aufgaben im Blick

Für die Portland Trail Blazers werden die nächsten vier Auswärtspartien in der Eastern Conference nicht einfacher.

Denn als wäre die Situation im Blazers-Lazarett (nur neun einsatzfähige Spieler) nicht schon kritisch genug, muss Portland demnächst auch noch auf Cheftrainer Nate McMillan verzichten, der sich einer Achillessehnen-Operation unterziehen muss.

McMillan hatte im Training ausgeholfen und sich dabei verletzt. Für ihn übernimmt Assistenz-Coach Dean Demopoulos.

Sport1.de hat weitere Spiele aus der NBA zusammengefasst:

Golden State Warriors - Orlando Magic 118:126

Orlando ist weiter nicht zu stoppen und siegte bei den Golden State Warriors mit 126:118 zum fünften Mal in Serie und bleibt damit weiter das Spitzenteam der Southeast Division.

"Wir hatten Glück, dass wir so lange im Spiel blieben, bis wir endlich die Courage fanden, mit der letzten Konsequenz zu agieren", urteilte Orlandos Coach Stan Van Gundy.

Bester Akteur der Magic war Vince Carter mit 27 Zählern und 7 Assists. Mickael Piertrus markierte 22, Rashard Lewis 20 Zähler.

Bei den Warriors stach Monta Ellis heraus, der 33 Zähler verbuchte. Sein Teamkollege Anthony Randolph glänzte von der Bank mit 28 Punkten.

San Antonio Spurs - Denver Nuggets 99:106

Die Denver Nuggets bescherten den Spurs die zweite Niederlage in Folge und bauten ihre Serie beim besten Saisonstart in der Geschichte des Klubs auf den dritten Sieg aus.

Bester Mann auf dem Platz war Carmelo Anthony mit 34 Punkten - sein 12. 30-Punktespiel der aktuellen Saison.

Bei den Spurs war Tony Parker mit 27 Zählern am erfolgreichsten und streute allein 15 davon im letzten Viertel ein.

Die Denver Nuggets müssen auf ihrem Auswärtstrip am Montag zu den Philadelphia 76ers, wo sie auf Ex-Nugget Allen Iverson treffen.

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