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Allen Iverson führte die Philadelphia 76ers 2001 bis in die NBA-Finals gegen L.A. © getty

Denver macht Allen Iversons erfolgreicher Rückkehr zu Philadelphia einen Strich durch die Rechnung. New York macht Boden gut.

Von Matthias Fiedler

Philadelphia/München - In Philadelphias ausverkauftem Wachovia Center war alles angerichtet für das große Comeback des verlorenen Sohnes der 76ers.

Schreiende Fans mit großen "Welcome back"-Plakaten, stürmischer Jubel und ein Allen Iverson, der eifrig in die Menge grüßte und das Team-Logo des Vereins küsste, für den er von 1996 bis 2006 spielte.

Allerdings hätte sich A.I. seine Rückkehr sicherlich anders vorgestellt. Denn die 76ers unterlagen den Denver Nuggets, für die Iverson von 2006 bis 2008 auflief, mit 83:93 - die zehnte Pleite in Serie. (DATENCENTER: Tabelle und Ergebnisse)

Bereits bei seinem Saisondebüt mit den Memphis Grizzlies am 2. November diesen Jahres bei den Sacramento Kings verlor sein Team mit 116:127.

Wie gegen die Kings erzielte Iverson gegen die Nuggets elf Punkte, nur das seine Erfolgsquote mit nur vier von elf verwandelten Würfen noch schlechter ausfiel als gegen Sacramento (5-9) - ein kurioses Deja Vu .

Iverson trotzdem happy

Doch so richtig vermiesen lassen wollte sich Iverson seinen Heimauftritt nicht.

"Es war eine super Gefühl, endlich wieder zu Hause zu sein. Die Fans haben es mir wirklich nicht leicht gemacht. Ich war richtig nervös", erklärte A.I., der immerhin sechs Assists verbuchte, fünf Rebounds holte und sich nur einen Ballverlust leistete.

Denver dreht die Partie

Auch so war Philadelphia gut in die Partie gestartet, führte die Partie - bis auf Denvers zwischenzeitlichen 15:15-Ausgleich im ersten Viertel - bis zur Halbzeit (44:41) an. Selbst Ende des dritten Viertels hatten die Sixers noch leicht die Nase vorn (65:63).

Doch mit einem 14:0-Lauf zu Beginn des vierten Spielabschnitts, von dem sich Philly nicht mehr erholen konnte, zogen die Nuggets davon und sicherten sich ihren vierten Erfolg in Serie.

Denvers Bilanz ist mit 16 Siegen bei fünf Niederlagen damit das exakte Spiegelbild der gebeutelten 76ers (5-16).

A.I. schöpft Hoffnung - Iguodala top

Iverson schöpfte dennoch Hoffnung: "So wie ich die Jungs heute Abend erlebt habe, kann ich mir nicht vorstellen, wie sie zuvor neun Partien in Folge verlieren konnten. Aber wir werden das hinbekommen. So viel steht fest."

Dass sich die 76ers gegen Denver trotz des unbefriedigenden Spielausgangs gut verkauften, lag vor allem an Andre Iguodala, der mit 31 Punkten bester Werfer Philadelphias war. Thaddeus Young steuerte 21 Zähler bei.

Billups kompensiert Anthonys Auftritt

Bei den Nuggets überragte Spielmacher Chauncey Billups, der wie Iguodala auf 31 Punkte kam und vier von sechs Dreipunktwürfen verwandelte.

Da störte es auch kaum, dass Superstar und NBA-Topscorer Carmelo Anthony mit "nur" 14 Zählern weit unter seinem Saisondurchschnitt (30,4) blieb.

Nächstes Ex-Team wartet

Den 76ers bleibt keine Zeit zum Trübsal blasen. Schon am Mittwoch wartet auf Iverson mit den Detroit Pistons ein weiteres Ex-Team (2008-2009) des Shooting Guards.

Und vielleicht ist der Spielausgang dann ein versöhnlicherer.

Sport1.de hat weitere Spiele aus der NBA zusammengefasst:

New York Knicks - Portland Trail Blazers 93:84

Die New York Knicks sind weiter auf dem Vormarsch und fuhren nach einem schlechten Saisonstart (4-15) gegen die Portland Trail Blazers ihren dritten Sieg in Serie ein.

Die Blazers mussten neben dem zuletzt ausgefallenen Greg Oden (Patellasehnenverletzung) auf Rudy Fernandez (Ischias-Schmerzen) Travis Outlaw (gebrochener linker Fuß) und Nicolas Batum (Verletzung an der rechten Schulter) verzichten.

Brandon Roy erzielte 27 Punkte für Portland. LaMarcus Aldridge steuerte 19 Zähler bei. Für New York war Larry Hughes mit 21 Punkten der erfolgreichste Werfer. David Lee markierte 17 Zähler.

Utah Jazz - San Antonio Spurs 104:101

Die San Antonio Spurs befinden sich weiter im Abwärtsstrudel und haben gegen die Utah Jazz ihr drittes Spiel in Folge verloren. Die Jazz hingegen verbesserten ihre Bilanz auf zwölf Siege bei acht Niederlagen.

Überragender Mann bei den Gastgebern war erneut Carlos Boozer. Der Power Forward erzielte 27 Punkte und griff sich sieben Rebounds.

Für die Spurs punktete Matt Bonner mit 28 Zählern am besten. Die Superstars Tim Duncan und Tony Parker markierten 23 und 22 Punkte.

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