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Josh Howard kommt in dieser Saison auf einen Schnitt von 12,7 Punkten © getty

Dallas zittert sich zu einem Sieg gegen die Phoenix Suns. Nowitzki überragt. Howard spielt eine glänzende zweite Hälfte.

Von Matthias Fiedler

Dallas/München - Dirk Nowitzki hatte mit 33 Zählern und acht Rebounds sicherlich den größten Anteil am 102:101-Erfolg gegen die Phoenix Suns und dem ersten gewonnen Spiel nach zuletzt zwei Pleiten gegen Atlanta und Memphis. (DATENCENTER: Tabelle und Ergebnisse)

Doch im Rampenlicht stand diesmal ein anderer Spieler. Josh Howard kehrte nach einer Operation am linken Knöchel und 13 verpassten Spielen zurück aufs Parkett.

Einfach war es nicht und Howard musste ordentlich auf die Zähne beißen, schmerzte sein Fuß doch noch immer. "Das wird sich auch den Rest der Saison nicht ändern", warnte er seine Teamkollegen schon mal vor.

Howard eingerostet

Auch Trainer Carlisle traute der Fitness seines ehemaligen All-Stars und ließ den Small Forward deshalb vorsichtshalber zunächst auf der Bank.

Nach seiner Einwechslung sprangen für Howard in der ersten Hälfte lediglich vier Punkte durch Freiwürfe heraus. Im zweiten Viertel setzte er den Ball bei einem Wurfversuch ungeschickt ans Brett und passte zu einem Mitspieler, der nicht damit rechnete - die Kugel rollte ins Aus.

Leistungsexplosion in Hälfte zwei

Doch im dritten Spielabschnitt beim Stand von 66:66 explodierte Howard regelrecht, erzielte bis Mitte des vierten Viertels 16 Punkte und half den Mavs, sich auf 88:79 abzusetzen.

"Er hat uns in dieser Phase des Spiels wirklich am Leben gehalten und bewiesen, wie wichtig er für unser Team ist. Josh hat richtig Charakter bewiesen und gekämpft, obwohl deutlich zu sehen war, dass er noch nicht wieder ganz der Alte ist", lobte Mavericks-Coach Carlisle.

Nowitzki mit Respekt - Stoudemire überrascht

"Wenn wir einmal ins Laufen kommen, wird es für jede Mannschaft schwer, uns zu stoppen", befand Dirk Nowitzki, der Dallas mit seinen Punkten im Spiel gehalten hatte, bevor Howard zu seinem Höhenflug ansetzte.

Howards Auftritt nötigte selbst dem Gegner Respekt ab: "Ich bin überrascht, dass er in seinem ersten Spiel nach der Verletzung so gut drauf war", sagte Phoenix' Amare Stoudemire.

Suns machen es spannend

Die Suns hatten bis zur Halbzeit größtenteils geführt und es vor allem in der letzten Minute des vierten Viertels noch mal spannend gemacht.

In den verbleibenden 47,9 Sekunden verwandelten Steve Nash und Jason Richardson zusammen drei Dreipunktwürfe, und die Gäste kamen bis auf 99:100 heran.

Terry verteidigt Führung

Jason Terry besorgte mit seinen verwandelten Freiwürfen einen Vorsprung von drei Punkten. Steve Nashs Treffer von der Linie reichten nicht mehr aus.

"Die bisher 15 Auswärtsspiele (dagegen nur sieben Heimspiele, d. Red.) zehren an den Kräften. Aber da müssen wir durch. Denn Mitleid wird niemand für uns übrig haben", übte sich Nash in Durchhalteparolen, nachdem die Suns die letzten vier von fünf Partien verloren hatten.

Nash und Nowitzki Topscorer

Neben Steve Nash, der insgesamt auf 27 Punkte und acht Assists kam, waren Jason Richardson mit 25 und Amare Stoudemire die korbgefährlichsten Akteure der Gäste.

Bei Dallas überzeugten neben Nowitzki und Howard vor allem Jason Terry mit 15 Zählern und Jose Juan Barea mit 14 Punkten.

Die Mavericks müssen nach zuletzt zwei Heimspielen am Freitag bei den Miami Heat antreten und beweisen, dass der Sieg gegen die Suns nicht nur ein Strohfeuer war.

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