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Dirk Nowitzki wurde als erster Europäer zum "Most Valuable Player" gewählt © getty

Die Mavericks siegen in Miami und bauen eine lange Serie aus. Dwyane Wade verletzt sich bei einer Kollision mit Dirk Nowitzki.

Von Christoph Haas

Miami/München - Die Dallas Mavericks bleiben in der Regular Season ein rotes Tuch für die Miami Heat. Das Team von Dirk Nowitzki, das in den Finals 2006 eine schmerzliche 2:4-Pleite gegen die Heat kassierte, siegte im NBA-Topspiel souverän mit 106:93.

Damit haben die Texaner die vergangenen elf Saisonspiele gegen die Heat gewonnen.

Die Gastgeber um Superstar Dwyane Wade, der 28 Punkte erzielte, waren am Freitagabend chancenlos - und das lag vor allem an zwei Mavs-Akteuren.

Nowitzki legte mit 25 Punkten und fünf Rebounds den Grundstein. Zudem macht Center Erick Dampier ein ganz starkes Spiel, knackte mit 20 Punkten seine Saisonbestmarke und fischte 17 Rebounds. (DATENCENTER: Tabelle und Ergebnisse)

Dallas auswärts eine Macht

Dampier profitierte davon, dass sich die Heat-Verteidigung meist auf Nowitzki konzentrierte. "Sie doppelten Dirk heute häufig. Das gab mir und den anderen Spielern mehr Raum und häufiger die Chance zu punkten", sagte Dampier nach dem Spiel.

Durch den Erfolg ist Dallas nun das auswärtsstärkste Team in der Western Conference, bereits neunmal siegten die Mavericks vor gegnerischer Kulisse. In der Southwest Division bleiben sie weiterhin Tabellenführer und liegen im Westen mit den zweitplatzierten Denver Nuggets (16:7) gleichauf.

"Die Mavs haben ein gutes Team, so einfach ist das", brachte es Wade auf den Punkt, der auch noch elf Rebounds holte.

Dominanz über weite Strecken

Im ersten Viertel führte Dallas zeitweise mit 24:7 und jedes Mal, wenn die Heat näher herankam, drückten die Mavs aufs Gas, um wieder davon zu eilen.

Zur Halbzeit verkürzte Miami auf 53:46. "Sie hatten im zweiten Viertel einen kleinen Lauf, als unsere Defensive etwas nachließ. In der zweiten Hälfte hatten wir das Spiel jedoch unter Kontrolle", erklärte Nowitzki.

Doch im dritten Viertel trat sein Team wieder ähnlich konzentriert wie im ersten auf und erhöhte den Vorsprung durch einen 10:4-Lauf. Die Dominanz ließ nie wirklich nach.

Als Drew Godden von der Mavericks-Bank ins Spiel kam, folgte der endgültige K.o. der Heat. Mit fünf Punkten in den ersten 1:33 Minuten des letzten Viertels baute Dallas die Führung auf 17 Zähler aus.

"Einfach guter Basketball"

Neben Dwyane Wade machte Udonis Haslem auf Seiten von Miami mit 22 Punkten und zehn Rebounds auf sich aufmerksam. Seine ersten acht Versuche landeten alle im Korb.

Insgesamt zeigte sich Miami aber zu unkonzentriert und glücklos im Abschluss. "Wir hatten Glück, dass Miamis Spieler viele Würfe nicht trafen, die sie im Normalfall sicher reinmachen", analysierte Dallas-Coach Rick Carlisle.

Miamis Trainer Erick Spoelstra war vollen Lobes für das gegnerische Team: "Am heutigen Abend spielten sie einfach guten Basketball. Dallas ließ den Ball laufen und jeder spielte uneigennützig. 30 Assists sprechen eine deutliche Sprache."

Wade leicht verletzt

Für Nowitzki machte die hohe Konzentration des Teams während des gesamten Spiels den Unterschied. "Wir wussten, dass sie zurückschlagen würden. Immer wenn du einen Spieler wie Wade und talentierte Spieler um ihn rum hast, lassen diese sich nicht so einfach unterkriegen", sagte Nowitzki.

Einen Aufreger gab es aber: In einem Zweikampf mit Nowitzki prallte Wade hart auf dem Boden auf.

Er verletzte sich leicht an der rechten Hand und kam nach dem Spiel mit einer Bandage aus der Kabine.

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