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Dirk Nowitzki machte zwölf der letzten 14 Punkte der Mavs in der regulären Spielzeit © getty

Der deutsche Superstar bringt die Mavericks gegen Charlotte erst in die Verlängerung und wirft sie kurz vor Schluss zum Sieg.

Von Christoph Haas

Dallas/München - Die Charlotte Bobcats haben den Dallas Mavericks mehr Probleme bereitet als erwartet. Erst in den letzten Sekunden der Verlängerung entschied das Team von NBA-Superstar Dirk Nowitzki die Partie im heimischen American Airlines Center zu seinen Gunsten.

Nach einer schwachen ersten Hälfte demonstrierte "Dirkules" im zweiten Durchgang seine Ausnahmefähigkeiten und ebnete den "Mavs" den Weg zum hauchdünnen 98:97-Erfolg.

Mit einem bemerkenswerten Finish und am Ende 36 Punkten riss der Deutsche seine Teamkollegen mit und drehte das Match praktisch im Alleingang.

Dramatische Verlängerung

Die Overtime war an Spannung kaum zu überbieten, die Führung wechselte allein in der letzten Spielminute sechsmal. (DATENCENTER: Tabelle und Ergebnisse)

Doch 1,8 Sekunden vor Ende der Verlängerung versenkte Nowitzki den entscheidenden Versuch im Korb und verhalf den Texanern somit zum elften Sieg gegen die Bobcats in Folge.

Seit dem Liga-Beitritt 2004 schaffte es Charlotte noch nie, Dallas zu bezwingen.

Nowitzki zunächst schwach

"Bei uns lief am Anfang nicht viel zusammen. Ich habe viele aussichtsreiche Möglichkeiten vergeben, das passiert mir normalerweise nicht", resümierte Nowitzki hinterher.

"Ich habe insgesamt enorm viele Würfe genommen und bin froh, dass am Ende doch einige von ihnen ins Ziel gingen."

Nach dem souveränen Sieg am Vorabend gegen die Miami Heat waren die anfänglichen Probleme bei Dallas unverkennbar, gerade beim Würzburger funktionierte zunächst nicht viel.

Nowitzki im Alleingang

Nowitzki versenkte nur drei seiner 13 Wurfversuche in der ersten Halbzeit. Selbst von der Freiwurflinie hatte der sonst so sichere Schütze Probleme. Folge: Im ersten Viertel lag Dallas noch mit 26:20 in Führung, zur Hälfte übernahm dann Charlotte mit 46:43 die Oberhand.

Doch der deutsche Riese ließ den Kopf nicht hängen und fand in bemerkenswerter Manier zu alter Abschlussstärke zurück. Im letzten Viertel begann dann die große Nowitzki-Show:

18 seiner Gesamtpunkte erzielte er im letzten Abschnitt, mit seinen letzten sechs Zählern erzwang er die Verlängerung. Und: In 89 Sekunden holte er im Alleingang einen 79:85-Rückstand auf.

Carlisle: "Einer der Besten der Geschichte"

Mavericks-Coach Rick Carlisle zeigte sich hinterher erleichtert - und war voll des Lobes: "Ein Führungsspieler wie Dirk übernimmt die Verantwortung über Sieg oder Niederlage. Er setzt alles daran, einen Weg zu finden das Spiel zu gewinnen. Deshalb wird Dirk einer der Besten Spieler der Geschichte werden."

Auch Shawn Marion würdigte seinen deutschen Teamkollegen: "Je mehr Möglichkeiten man ihm lässt, desto besser sieht er aus und desto besser kommt er in seinen Rhythmus und beginnt, die Bälle zu versenken."

Jackson Charlottes Bester

Neben Nowitzki war Marion mit 15 Punkten zweitbester Werfer des Teams. Wie auch am Vorabend machte zudem Erick Dampier ein gutes Spiel und steuerte 14 Zähler bei. Zusätzlich fischte er 18 Rebounds.

Auf Seiten der Bobcats ragten Stephen Jackson mit 28 Punkten heraus, Gerald Wallace mit 23 sowie Raymond Felton mit 20.

"Wir hätten einen Sieg verdient gehabt. Wir waren mehr als konkurrenzfähig und haben alles getan, um das Spiel zu gewinnen. Aus welchen Gründen auch immer sollte es heute nicht klappen", sagte der enttäuschte Jackson.

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