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Stephon Marbury (l.) und Allan Houston bringen es gemeinsam auf vier All-Star-Nominierungen © getty

Eine gute und eine schlechte Nachricht für die New York Knicks: Ein Troublemaker und eine Legende nehmen am Training Camp teil.

Von Rainer Nachtwey

München/New York - Am Dienstag starten die New York Knicks in die Saisonvorbereitung.

Zwei altbekannte Gesichter werden dann mit dabei sein. Über das eine werden die Knicks-Fans hocherfreut sein, beim zweiten weniger.

Denn die Rückkehr von einem Troublemaker und einer Knicks-Legende stehen bevor.

"Persona Non Gratabury"

Knicks-Präsident Donnie Walsh gab bekannt, dass Unruhestifter Stephon Marbury am Training Camp der Knickerbockers teilnehmen wird.

Und das, obwohl der Point Guard in New York zur "Persona Non Gratabury" erklärt wurde.

Seit letztem Jahr ist das Verhältnis zwischen den New York Knicks und Marbury zerrüttelt.

Zerwürfnis mit Isiah Thomas

Der Aufbauspieler überwarf sich mit dem damaligen Trainer und Präsidenten Isiah Thomas, als er während eines Auswärtsspiels aus Phoenix einfach abreiste.

Thomas hatte ihn nur von der Bank bringen wollen, worauf sich Marbury mit dem Coach ein Wortgefecht in den Medien lieferte. Er soll Thomas gedroht haben, pikante Informationen über ihn an die Öffentlichkeit preiszugeben. Thomas war zu jener Zeit in einen Fall wegen sexueller Belästigung verwickelt.

Die Knicks versuchen nun, den unerwünschten Spieler loszuwerden. Aber der versucht es erst gar nicht, einen neuen Klub zu finden.

"Sie müssen mich bezahlen"

"Es wird keine Verhandlungen geben. Sie müssen mir all mein Geld geben", sagt der 31-Jährige.

Einzige Möglichkeit für die Knicks wäre, den Point Guard aus seinem Vertrag herauszukaufen. Allerdings gibt es dabei ein Problem: Sie müssten Marbury die 21,9 Millionen Dollar bezahlen, die ihm vertraglich für die Saison 2008/09 zustehen.

Zudem könnte er dann für ein Minimum-Gehalt von 1,3 Millionen für eine andere Mannschaft auflaufen und im Zweifelsfall auch noch Erfolg auf Kosten der Knicks haben.

Kein Comeback im Knicks-Trikot

Sollte Walsh bis zum Start der Saison keinen Trade-Partner finden, der zumindest einen Teil des Gehalts abnimmt oder sich mit Marbury auf eine Vertragsauflösung zu günstigeren Konditionen einigen, wird "Starbury" weiterhin auf der Kaderliste der Knicks zu finden sein.

Mehr allerdings nicht. Denn Walsh gab bereits bekannt, dass Marbury nicht mehr im Trikot der Knicks auflaufen wird.

Die Teilnahme am Training Camp konnten sie ihm aufgrund von vertragsrechtlichen Grundlagen nicht verweigern.

Houston plant ein Comeback

Nach der schlechten nun die gute Nachricht: Allen Houston plant nach einer verletzungsbedingten Pause von drei Jahren ein erneutes Comeback bei den Knickerbockers. Der Shooting Guard, der die Knicks 1999 in die NBA-Finals führte, versucht sich bereits das zweite Jahr in Folge für den Kader der Knicks zu empfehlen.

Die letztjährige Saisonvorbereitung musste der mittlerweile 37-Jährige aufgrund erneuter Knieprobleme abbrechen.

Karriere-Ende wegen Kniebschwerden

Houston erzielte in seiner Zeit bei Knicks von 1996 bis 2005 die viertmeisten Punkte in der Geschichte der Knicks.

Im Oktober 2005 hatte "H2O" aufgrund chronischer Kniebeschwerden seine Karriere beendet.

Erfolgreiche Krebs-OP

Eine weitere Nachricht sorgte am Montag für Erleichterung bei den Knicks. Präsidenten Walsh wurde bereits Ende Juni erfolgreich ein Tumor aus der Zunge entfernt, wie erst jetzt bekannt wurde.

"Zum Glück wurde der Krebs erkannt, bevor er sich ausbreiten konnte", sagte der 67-Jährige der "New York Post". Die Krankheit war bei einer Routineuntersuchung im April festgestellt worden, kurz nachdem die Knicks Walsh ins Amt geholt hatten.

Walsh gab sofort nach der Operation das Rauchen auf - nach über 50 Jahren.

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