vergrößernverkleinern
Kobe Bryant (r.) sammelte gegen die Millwaukee Bucks sieben Rebounds ein © getty

Kobe Bryant trifft gegen die Bucks in der Verlängerung den spielentscheidenden Wurf. Die Clippers feiern einen Kantersieg.

Von Matthias Fiedler

München - Was würden die Los Angeles Lakers nur ohne Kobe Bryant machen?

Nach seinem 42-Punkte-Auftritt bei den Chicago Bulls sicherte L.A.s Superstar trotz gebrochenem rechten Zeigefinger auch gegen die Milwaukee Bucks mit 107:106 den Sieg - wenn auch erst in der Verlängerung. Für die Lakers war es der 20. Erfolg im 24. Spiel.

Zwei Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit verpasste es Bryant noch aus halblinker Position am Gassenrand einen Sprungwurf zu verwandeln.

Im zweiten Anlauf klappt's

Doch dann erzielte der 31-Jährige in der Overtime aus fast exakt derselben Position den entscheidenden Treffer. Mit hochgerissenen Armen lief er anschließend zurück zur Bank, wo ihn seine Teamkollegen ausgiebig feierten.

"Ich hatte schon beim ersten Fehlversuch ein wirklich guten Blick auf den Korb und wollte es beim zweiten Mal von da aus unbedingt besser machen", schilderte Bryant die Situation.

Jackson "meckert"

Sein Trainer Phil Jackson bemängelte unterdessen schmunzelnd: "Ich verstehe Kobe nicht. Jedes Mal lässt uns der Kerl so lange auf den Siegtreffer warten und verschwendet damit kostbare Zeit unseres Lebens."

Bryant war mit 39 Punkten bester Scorer seines Teams, verschuldete allerdings auch sieben Ballverluste und warf nur 13 von 28 aus dem Feld - "dem Finger sei Dank".

Gasol mit Karrierebestleistung

Neben Bryant ragte bei L.A. vor allem Pau Gasol heraus. Der Spanier verbuchte 26 Punkte und angelte sich rekordverdächtige 22 Rebounds - Karrierebestleistung.

"Ich versuche immer so effektiv und gewinnbringend wie möglich zu spielen. Deswegen gehe ich dem Ball auch lieber hinterher, als nur darauf zu warten, dass er zu mir kommt", sagte Gasol.

Bucks kurz vor Schluss in Führung

Derek Fisher, der auf neun Punkte kam, hatte 31 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit die Lakers bereits mit 95:93 in Führung gebracht, bevor Andrew Bogut elf Sekunden später ausglich und Bryant, der den Spitznamen "Black Mamba" trägt, mit dem letzten Versuch scheiterte.

Bis 58 Sekunden vor Ende der Verlängerung lagen die Bucks sogar noch mit 106:102 in Front, als Bryant erneut seinen Turbo anschmiss und mit fünf Zählern in Folge die Entscheidung erzwang.

"Hasse es zu verlieren"

"Ich hasse es, gegen ihn zu verlieren", gab Milwaukees Michael Redd zu. Der war nach seiner Verletzung im linken Knie und sieben verpassten Partien erst das zweite Mal wieder dabei und avancierte mit 25 Zählern gleich zum Topscorer seines Teams.

Ersan Ilyasova markierte 24 Punkte für die Bucks. Andrew Bogut steuerte 16 Zähler bei.

Sport1.de hat die weiteren Spiele aus der NBA zusammenfasst:

Philadelphia 76ers - Cleveland Cavaliers 101:108

Superstar LeBron James führte seine Cavs gegen Allen Iversons 76ers zum vierten Erfolg in Serie. King James erzielte 36 Punkte und verwandelte drei von sechs Würfen von der Dreierlinie.

Bis Mitte des vierten Abschnitts lagen die Sixers noch mit 94:90 in Front. Doch James leitete mit einem Dreier die Wende ein.

Andre Iguodala war mit 26 Punkten bester Werfer der 76ers. Iverson kam auf 16 Zähler und fünf Assists.

Minnesota Timberwolves - Los Angeles Clippers 95:120

Die Los Angeles Clippers um den deutschen Nationalspieler Chris Kaman feierten bei den Minnesota Timberwolves einen Kantersieg und verbesserten ihre Bilanz auf elf Siege bei 13 Niederlagen.

Damit belegen die Clippers hinter den Phoenix Suns derzeit Rang drei in der Pacific Division.

"Wir kommen immer besser in Schwung und spielen als Team besser zusammen", erklärte Kaman, der mit 23 Punkten zweitbester Scorer seines Teams war. Kevin Love markierte 19 Zähler für die Timberwolves.

Sport1 Adventskalender: Preise im Wert von über ? 15.000!

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel