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Derrick Rose (r.) machte in dieser Saison im Schnitt 17 Punkte für die Chicago Bulls © getty

Nach sechs Siegen kassiert Atlanta wieder eine Pleite. Der schmerzgeplagte Derrick Rose führt die Bulls in die Overtime.

Von Christoph Haas

München - Für den "Rookie of the Year" des vergangenen Jahres verlief die bisherige Saison alles andere als glücklich. Nach seiner Knöchelverletzung in der Preaseason kämpfte Chicagos Derrick Rose zuletzt immer wieder mit Problemen im Rippenbereich.

Doch am Samstagabend war all dies vergessen. Mit einer persönlichen Bestmarke von 32 Punkten führte er die Bulls zum überraschenden 101:98-Sieg nach Verlängerung gegen die Atlanta Hawks. Atlanta musste sich zum ersten Mal nach sechs Siegen in Folge geschlagen geben.

Nach dem Spiel gab sich Rose eher bescheiden: "Ich glaube, ich hab heute Abend das getan, was ich tun sollte, und so waren wir imstande zu gewinnen." Über seine Leistung und die beeindruckenden Werte wollte er nicht sprechen.(DATENCENTER: Tabelle und Ergebnisse)

Rose bringt Bulls in Verlängerung

Nach der ersten Hälfte sprach nicht viel für einen Sieg der Bulls. Sie rannten einem 14-Punkte-Rückstand hinterher, und die Hawks hatten das Geschehen bis zum letzten Viertel unter Kontrolle.

Dann drückte Chicago aufs Gas und übernahm sogar die Führung. Doch Atlanta hielt dagegen und zog wieder vorbei. 35 Sekunden vor der Schlusssirene gelang dann Rose mit einem Korbleger der wichtige 92:92-Ausgleich, der die Bulls in die Verlängerung brachte.

Zum Ende der Overtime wurde es dramatisch. Rose, der während des Spiels wieder starke Rippenschmerzen hatte und mit Kortison fit gespritzt werden musste, brachte Chicago zehn Sekunden vor Schluss durch zwei Freiwürfe mit 101:98 in Führung.

Johnson mit 40 Punkten

Im direkten Gegenzug vergab Joe Johnson den entscheidenden Dreier und somit den möglichen Ausgleich.

Bitter für den Shooting-Guard der Hawks, da Johnson mit 40 Punkten ein überragendes Spiel machte. "Das ist schon hart, ich hätte uns am Ende der regulären Spielzeit in Führung bringen können", sagte der enttäuschte Johnson.

Loul Deng war mit 21 Punkten zweitbester Werfer der Bulls, außerdem holte er zwölf Rebounds. Bei Atlanta schaffte Al Horford mit 15 Punkten und zwölf Rebounds ein Double-Double.

Die Bulls haben nun zehn Siege und 15 Niederlagen auf dem Konto und stehen in der Eastern Conference auf Platz neun. Atlanta rangiert mit 19 Siegen und sieben Pleiten auf dem vierten Platz.

Sport1.de hat die weiteren Spiele aus der NBA zusammenfasst:

Philadelphia 76ers - Los Angeles Clippers 103:110 n.V.

Die L.A. Clippers und Chris Kaman mussten in der Nacht zum Sonntag in die Verlängerung, um die 76ers mit 110:103 zu bezwingen.

In Philadelphia verspielte L.A. eine 16-Punkte-Führung und hätte das Spiel beinahe noch aus der Hand gegeben, als Andre Iguodala nur Bruchteile nach der Schlusssirene einen Jumper verwandelt.

Die Punkte, die das Spiel für die Sixers entschieden hätten, wurde von den Schiedsrichtern nach Videobeweis nicht gegeben und so ging es in die Overtime, in der die Clippers wieder alles im Griff hatten.

Sie blieben die gesamte Verlängerung in Führung. Kaman machte 24 Punkte und holte elf Rebounds, Baron Davis hatte 20 Zähler auf dem Konto. Bei den Sixers überragte Marreese Speights mit 28 Punkten, Iguodala kam auf 20.

Orlando Magic - Portland Trail Blazers 92:83

Vor heimischer Kulisse setzte sich Orlando mit 92:83 gegen die Portland Trail Blazers durch. In einem kampfbetonten und lange Zeit ausgeglichenen Spiel überzeugte vor allem die Defensivleistung der Magic.

Orlandos Center Dwight Howard machte zwölf Punkte und fischte 20 Rebounds. Sein Teamkollege Rashard Lewis steuerte 15 Zähler bei. Nur Portlands Brandon Roy bereitete den Magic große Probleme.

Der Shooting-Guard sammelte 33 Punkte und hatte großen Anteil daran, dass die Trail Blazers das Spiel bis zum Ende offen hielten. Erst im letzten Viertel bekam Matt Barnes Roy in den Griff.

Bis dahin war die Partie ausgeglichen, doch Orlando zog das Tempo nochmals an und ging Führung. Bis zum Ende der Partie gaben die Gastgeber diese nicht mehr ab.

New Jersey Nets - Los Angeles Lakers 84:103

Mit dem 103:84-Sieg gegen die New Jersey Nets gewannen die Los Angeles Lakers auswärts zum dritten Mal in Folge.

In dem ungleichen Duell zwischen dem Schlusslicht der Eastern und dem Führenden der Western Conference hatten Kobe Bryants Lakers keine größeren Probleme. Der Superstar führte mit 29 Punkten und zehn Rebounds die Scorerstatistik an.

Auf Seiten der Nets sammelte Devin Harris 21 Zähler. Chris Douglas-Roberts machte 20 Punkte, bevor er verletzungsbedingt ausschied. Er verstauchte sich den rechten Fuß.

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