vergrößernverkleinern
Mo Williams (l.) kommt in dieser Saison bisher auf einen Schnitt von 16,3 Punkten © getty

Die Cavaliers schlagen nach der Pleite in Dallas gegen Phoenix zurück. Sacramento dreht ein fast verloren geglaubtes Spiel.

Von Matthias Fiedler

Phoenix/München - Die Cleveland Cavaliers haben den Phoenix Suns die erste Heimniederlage der Saison unter den Christbaum gelegt.

Mit einem 109:91-Erfolg meldeten sich die Cavs nach ihrer 95:102-Pleite bei den Dallas Mavericks zurück und verhinderten damit die zweite Niederlage in Serie. (DATENCENTER: Tabelle und Ergebnisse)

"Wir wissen wie wichtig Auswärtssiege sind und sind daher froh, dass wir uns für das Dallas-Spiel rehabilitieren konnten", erklärte Cavs-Superstar LeBron James, der 29 Punkte verbuchte - sein viertes Spiel hintereinander mit mindestens 25 Zählern.

O'Neal erntet mäßigen Applaus

James' Teamkollege Shaquille O'Neal, der das erste Mal an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrte, nachdem ihn die Suns 2009 zu den Cavaliers abgegeben hatten, wurde nur mit mäßigem Applaus empfangen.

"Das stört mich herzlich wenig. Wenn ich vom Feld gehe, wissen die Leute trotzdem, wer ich bin. Da ist es mir egal, ob sie klatschen oder mich ausbuhen", sagte O'Neal, der früh in Foulprobleme kam und in 19 Minuten nur magere drei Punkte und fünf Rebounds verbuchte.

Williams mit guter Leistung

Für Clevelands Sieg bei den Suns, der sechste in zuletzt sieben Partien, war O'Neal jedoch kaum gefordert, hatten die Gäste ja noch Mo Williams. Der Spielmacher streute 24 Punkte ein, darunter drei von fünf Dreiern.

Power Forward Anderson Varejao steuerte 13 Zähler bei.

Keine klare Sache

Trotz der deutlichen Niederlage der Suns verlief die Partie keineswegs so deutlich zu Gunsten der Cavaliers. Insgesamt 18 Mal wechselte die Führung in der ersten Halbzeit.

James sorgte mit zwei spektakulären Slam Dunks in der ersten Hälfte für die nötige Unterhaltung.

Zur Pause führten die Cavs 59:53, bevor sie im vierten Abschnitt mit einem 15:0-Lauf davonzogen. Dabei münzten die Gäste allein 18 Ballverluste der Suns in 30 Punkte um.

Brown lobt - Gentry ebenfalls

"Meine Mannschaft hat mich heute vor allem in der Defensive überzeugt. Das war eine großartige Leistung", lobte Clevelands Coach Mike Brown.

Sein Gegenüber Alvin Gentry fand ebenfalls anerkennende Worte für die Leistung der Cavaliers: "Cleveland hat in James einen herausragenden Führungsspieler, den sie gut einsetzen. Außerdem sind die Cavs in der Lage, sich gute Würfe zu erarbeiten. In den Playoffs wird im Osten kein Weg an ihnen vorbeiführen."

"Sieger-Mentalität hat gefehlt"

Fünf Phoenix-Akteure punkteten zweistellig, wobei Steve Nash mit 18 Zählern und zehn Assists herausragte. Amare Stoudemire, der sich auch mit Foulproblemen herumplagen musste, kam auf 14 Punkte und zwölf Rebounds.

"Uns fehlte heute einfach die Sieger-Mentalität und letzte Konsequenz. Statt aggressiv und selbstbewusst aufzutreten, waren wir viel zu zögerlich. Das hat den Unterschied ausgemacht", resümierte Nash.

Die Suns finden sich nun auf Platz vier der Western Conference wieder. Cleveland rangiert auf dem dritten Rang in der Eastern Conference.

Sport1.de hat weitere Spiele aus der NBA zusammengefasst:

Chicago Bulls - Sacramento Kings 98:102

Die Sacramento Kings holten gegen die Chicago einen 35-Punkte-Rückstand auf. Daran hatten vor allem die Bankspieler der Kings großen Anteil.

Ime Udoka erzielte 17 Punkte, während Beno Udrih auf 16 Zähler kam. Tyreke Evans, der sein Team mit 23 Punkten anführte, war nach der Partie baff:

"Wow. Das ist alles, was ich dazu sagen kann. Wir haben bis zum bitteren Ende gekämpft. Das war überragend."

Beste Werfer bei den Bulls, die auf Platz vier der Central Divison liegen, waren Luol Deng (26) und Derrick Rose (24).

Orlando Magic - Utah Jazz 104:99

Orlando bezwang zu Hause die Utah Jazz, wobei Magics J.J. Redick, der von der Bank kam, mit 20 Punkten den Unterschied machte.

"Ich bin nicht sehr groß. Deshalb muss ich immer mehr tun als alle anderen", sagte Redick, der sieben seiner neun Würfe aus dem Feld verwandelte.

Redicks Teamkollegen Dwight Howard war mit 21 Zählern bester Scorer. Vince Carter steuerte 18 Punkte bei.

Auf Seiten der Jazz war Paul Millsap mit 20 Zählern am erfolgreichsten.

Sport1 Adventskalender: Preise im Wert von über ? 15.000!

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel