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Nowitzki trug während des gesamten Spiels eine Bandage über dem rechten Ellbogen © getty

Die Dallas Mavericks verlieren beim Comeback ihres Superstars gegen Portland. Der zeigt sich von der Verletzungspause unbeeindruckt.

Von Rainer Nachtwey

München/Dallas - Erst ein Verband, darüber eine dicke Bandage - mit großem Schutz um seinen verletzten Ellbogen wagte sich Dirk Nowitzki nach seinem Zusammenstoß mit Carl Landrys Zähnen in das erste Spiel nach seiner Verletzungspause.

Doch trotz der Rückkehr des Superstars setzte es für die Dallas Mavericks die neunte Saisonniederlage (DATENCENTER: Tabelle und Ergebnisse).

Gegen die Portland Trail Blazers unterlagen die Mavericks mit 81:85 (14:18, 19:26, 32:14, 16:27) und kassierten erstmals seit Januar 2003 gegen die Gäste aus Oregon eine Heimniederlage.

Miller macht den Sack zu

Ein 17:3-Lauf Portlands Mitte des letzten Viertels, als die Gäste aus einem 64:70-Rückstand eine 81:73-Führung aus dem Boden stemmten, sorgte für die Entscheidung zu Gunsten der Mannschaft von Trainer Nate McMillan.

Zwar kamen die Mavericks durch Nowitzkis Dreier 75 Sekunden vor Schluss noch einmal auf zwei Zähler heran (81:83), ein Wurf von Nowitzki und ein Korbleger von Jason Terry zum Ausgleich verfehlten ihr Ziel.

Andre Miller machte mit zwei versenkten Freiwürfen sechs Sekunden vor Schluss den Sack zu.

Start mit zwei Punkten, einem Assist und einem Rebound

"Ich habe mich recht gut gefühlt", sagte Nowitzki. "Ich habe mir beim Werfen keine Sorgen um den Ellbogen gemacht, ich hatte mehr Angst, dass mich wer beim Ausblocken an der verletzten Stelle trifft."

Seine Zurückhaltung war Nowitzki anzumerken, auch wenn er sich bereits nach 138 Sekunden mit zwei Punkten, einem Assist und einem Offensiv-Rebound auf dem Spielberichtsbogen verewigt hatte.

Schwache Wurfquoten

Nowitzki wirkte nicht frei, und seine Reserviertheit färbte auf die Mannschaft ab. Die Mavericks leisteten sich zu Beginn der Partie viele Ballverluste und konnten sich nur bei Portlands schwacher Wurfquote (33 Prozent) bedanken, dass die Trail Blazers nicht frühzeitig davonzogen.

Und auch die Quote der Mavericks aus dem Feld war nicht besser. 25 Prozent (6 aus 24) sorgten dafür, dass die Truppe von Coach Rick Carlisle im ersten Viertel mit 14 Punkten in der Offensive so schwach wie noch nie in dieser Saison war und weit unter ihrem gewohnten Schnitt von 25,4 Zählern blieb.

Przybilla verletzt sich

Dallas holte zwar zu Beginn der zweiten zwölf Minuten den Vier-Punkte-Rückstand auf, legte dann aber eine Verschnaufpause ein, die Portland zu einem 19:4-Lauf und einer 44:33-Führung zur Halbzeit nutzte.

Dabei musste Portland auf der Center-Position einen weiteren Ausfall verkraften. Nach Greg Oden verletzte sich Joel Przybilla nach einem Zusammenstoß mit Erick Dampier am Knie.

Die Reboundmaschine musste nach nur acht Minuten von seinen Teamkollegen in die Kabine geführt werden und kehrte nicht mehr auf den Court zurück. Wie lange der Center ausfällt ist noch unklar.

Selbst der Coach auf Krücken

"Ich kann es nicht glauben, dass sich schon wieder wer verletzt hat", sagte LaMarcus Aldridge, der Nowitzki in der Verteidigung vor das eine oder andere Problem stellte.

"Wir verlieren einen Spieler nach dem anderen durch Verletzungen. Das geht auch ungemein an die Substanz der wenigen gesunden", zeigte sich McMillan, der selbst wegen einer Fußverletzung auf Krücken die Halle betreten hatte, entnervt. "Von daher ist dieser Sieg noch höher zu bewerten."

Barea dreht auf

Mit Beginn der zweiten Hälfte schienen die Mavericks gegen die müden Blazers ein Rezept gefunden zu haben. Insbesondere J.J. Barea. Der Guard aus Puerto Rico spielte die Verteidigung der Trail Blazers schwindelig, zog immer wieder unwiderstehlich zum Korb und brachte die Texaner durch einen 25:12-Lauf mit 58:56 in Front.

Insgesamt war Barea mit 22 Punkten hinter Nowitzki bester Werfer der Mavericks. Und auch Nowitzki kam immer besser in Fahrt, traf zehn seiner 13 Würfe und war mit 27 Zählern Topscorer der Partie. Zudem verbuchte er neun Rebounds (STATISTIK: Der Sport1.de-Nowitzki-Watch).

Fehlerhaft von der Linie

Im letzten Viertel erfolgte aber dann erneut ein Einbruch, der den Mavericks den Sieg kostete. Und noch etwas stellte Coach Rick Carlisle fest.

"Unser Freiwurfquote war heute miserabel", konstatierte Carlisle. Lediglich 12 von 22 Versuchen versenkten die Mavericks. "Wir waren die gesamte Partie nie so richtig da. Portland hat daraus seinen Vorteil gezogen."

Dallas bleibt Zweiter

Bei den Gästen brachte es Starspieler Brandon Roy auf 23 Zähler, Aldridge steuerte 19 Punkte zum 18. Saisonsieg der Trail Blazers bei. In der Northwest Division liegen sie mit einer Bilanz von 18:12 einen Sieg hinter den führenden Denver Nuggets (19:9).

Dallas führt trotz der Pleite mit nun 20 Siegen bei neun Niederlagen die Southwest Division weiter an und liegt im Westen nur hinter Meister Los Angeles Lakers auf Rang zwei.

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